Outdoor-Küchen: Ab jetzt wird draußen gekocht!

© Ozgur Coskun/shutterstock.com Outdoorküche

Kulinarische Highlights direkt neben dem Kräutergarten zubereiten? Mit Gästen während des Kochens entspannt auf der Terrasse plaudern? Outdoor-Küchen machen es möglich! Wie auch Sie Ihre Traumküche für draußen verwirklichen können, erfahren Sie bei uns.

Outdoor-Küchen bestehen längst nicht mehr nur aus Grill und kleiner Abstellfläche. Mit der modernen Küche für draußen kommt nicht nur mehr Gegrilltes auf den Tisch, sondern dank Kochplatte und Wasseranschluss können Sie sich kulinarisch richtig austoben - die Küche im Freien steht jener im Haus im besten Fall um nichts nach bzw. übertrifft diese in Ihrer Funktionalität sogar! So lässt sich beispielsweise ein Pizzaofen oder ein Kamadogrill im Außenkochbereich nutzen und man kann Speisen, die stark riechen, wie Fisch oder Frittiertes, das ganze Jahr über im Freien zubereiten.

 

Jederzeit draußen kochen - egal, wie viel Platz Sie haben

Neben mehreren Kochfeldern (Gaskochfeld oder ein weniger windanfälliges Induktionskochfeld) besitzt die gut ausgestattete Outdoor-Küche eine Grillstelle und Platz für einen Wok, wobei der Grill meist das Kernstück in Außenküchen darstellt. Mehrheitlich werden Gasgrills eingebaut, aber auch Holzkohlegrill, Plancha Grill, Teppanyaki Grill und Kamado Grill kommen zum Einsatz. Für Wok-Liebhaber gibt es spezielle Induktions- oder Gaswokbrenner, die für die nötige Hitze sorgen. Neben der eigentlichen Kochstelle sollte eine Outdoorküche außerdem über ausreichend Arbeitsfläche, Ablagemöglichkeiten und Stauraum für Küchenutensilien verfügen, um das Arbeiten an der Kochstation so unkompliziert wie möglich zu gestalten. Und natürlich geht nichts ohne Abwasch und Wasserhahn: Dazu kann man einfach einen Gartenschlauch mit dem üblichen Garten-Stecksystem an die Spüle anschließen und - voilà - fließend Wasser.

Sie haben für all diese Dinge zu wenig Platz und träumen trotzdem von eine Outdoor-Küche? Grills, die mit einem (fahrbaren) Unterwagen kombiniert sind, stellen die ideale Lösung für kleine Balkone, Terrassen oder Gärten dar. Sie sind mobil, klein und doch robust. Die Gasflasche versteckt sich hinter einer Box, während die Ablagefläche Halterungen für Wasserflaschen oder Grillsoßen bietet.

Preis ist Ausstattungfrage

Neben Kochstelle, Arbeitsfläche und Abwasch hat man sogar die Möglichkeit, elektrische Geräte, wie Öfen, Induktionsherde oder Kühlschränke zu integrieren. Mit wie vielen und welchen Geräten eine Outdoor-Küche ausgestattet wird, ist natürlich auch eine Preisfrage. Soll sie den gleichen Komfort wie die Küche drinnen bieten, muss man dementsprechend auch mit dem Preis einer guten Einbauküche rechnen. Doch selbst ohne aufwändige Technik ist eine gute Outdoorküche nicht ganz günstig: Standard-Modelle mit einfachem Gasbrenner und Grill können schnell mehrere Tausend Euro kosten. Des Weiteren müssen Sie neben den Kosten für Materialien und Komponenten auch etwaige Ausgaben für Wasser- und Stromleitungen, die Abnahme von Erdgasleitung oder Geräten und Baugenehmigungen mitberechnen.

In der Outdoor-Küche fahren die Einbaugeräte mit

Mobile Outdoorküchen sind insbesondere für Balkone und Terrassen geeignet. Die einzelnen Komponenten sind oft mit Rollen versehen, sodass sie problemlos von der Terrasse zum Pool oder von der Sonne in den Schatten geschoben werden können. Ein weiterer Vorteil: Dank der Rollen lässt sich die Außenküche im Winter leicht im Gartenhaus oder anderswo zwischenparken. Auch handelsübliche Einbaugeräte fahren mit – von der eigentlichen Kochstelle über den Kühlschrank bis hin zum Kochequipment. Der Einbau eines Kühlschranks ist aber aufgrund der Maße und der Kühlung oftmals aufwendig. Indoorkühlschranke sind übrigens meist für den Outdoorbereich nicht geeignet und der Kühlschrank sollte niemals unter einem Kochelement eingebaut werden. Neben dieser grundsätzlichen Einschränkung bei Outdoorküchen sind als Nachteile eines mobilen Modells die oftmals kleinen Arbeitsflächen und die begrenzte Komponentenanzahl (meistens nicht erweiterbar) zu nennen.

Nichts anbrennen lassen: Hochwertiges Material ist ein Muss!

Im Hinblick auf das Material in Ihrer Outdoorküche sind Ihnen fast keine Grenzen gesetzt. Die Auswahl ist riesig: Von Beton über Naturstein bis hin zu Fliesen, Marmor, Edelstahl und Holz können Sie alle outdoortauglichen Materialien nutzen. Als am praktischsten erwiesen haben sich Arbeitsplatten aus Naturstein, Fliesen oder Acryl-Verbundstoff, denn diese lassen sich einfach reinigen und pflegen. Die Aussparung für den Grill sollten Sie mit feuerfestem Material auskleiden, während in punkto Verkleidung je nach Stil und Außenbereich angepasst werden sollte. Auch wenn die Küche aus hochwertigen Materialien, meistens Edelstahl oder Teakholz, und die Arbeitsplatten häufig aus Granit besteht, der maßgeschneiderte "Regenmantel" für die Küchen ist ein unbedingtes Muss, sofern Sie die Küche nicht im Keller oder Ihrer Garage unterstellen können. Die passenden Abdeckungen sind in der Regel bei den Anbietern erhältlich. Oder Sie wählen eine Überdachung. Achten Sie hier vor dem Bau auf die örtliche Feuerstättenverordnung und nutzen Sie gegebenenfalls hitzebeständiges Material.

Nicht nur selbst kochen, sondern auch selbst bauen

Wenn Sie handwerklich versiert sind, können Sie sich Ihre Outdoorküche auch selbst bauen. Als Unterbau eignet sich zum Beispiel eine gemauerte Basis. Im Baumarkt werden Sie über geeignete Bausteine für den Unterbau der Outdoorküche informiert: Sie sollten feuer- und witterungsfest sein und können an der Außenwand der Außenküche mit dekorativem Stein verblendet werden. Bei der Kochstelle sollten Sie zur Sicherheit auf ein professionelles Produkt zurückgreifen. So gibt es spezielle Einbau-Gasgrills, z. B. aus Edelstahl. Ob Sie für Ihre Außenküche nun Stein, Metall oder Holz ausgewählt haben – die Gasgrills werden zum Schluss einfach in die Arbeitsfläche eingesetzt.

Der Vorteil eines solchen DIY-Projekts ist sicherlich, dass die Outdoorküche völlig individuell dem Stil des Hauses, Gartens oder der Terrasse angepasst und auf deren Gegebenheiten zugeschnitten werden kann. Planung und Bau kosten allerdings viel Zeit und ohne nötiges Fachwissen trüben eventuelle Fehler die Freude aufs Kochen.

Perfekt angerichtet dank sorgfältiger Planung: Unsere Top-Tipps

Sei es Beleuchtung oder die individuell angepasste Installation der Küchengeräte - ein Vorteil bei der Neuplanung einer Outdoor-Küche ist, dass sich jedes kleine Detail von Anfang an berücksichtigen lässt. Hier unsere Top-Tipps für die Planung Ihrer Außenküche:

  1. Am Beginn der Planungstätigkeiten steht die Standortwahl. Hier sind vor allem die Witterungsbedingungen zu beachten. Eine Outdoor-Küche sollte möglichst windgeschützt aufgestellt werden (Gaskochfelder sind windanfällig!), aber trotzdem an einem gut durchlüfteten Platz gelegen sein. Zudem sollte man sich überlegen, ob man lieber in den Mittagsstunden oder in den Abendstunden Sonnenstrahlen in der Außenküche genießen möchte. Beliebt sind Küchen direkt auf der Terrasse, um die Wege so kurz wie möglich zu halten. Bei einem großen Garten bietet sich eine Kochecke mit angrenzenden Sitzplätzen an. Besonders gut eignen sich dafür L- oder U-Zeilen. Die Sitzplätze sollte sich allerdings nicht direkt hinter dem Grill befinden, da es den Gästen sonst schnell zu warm wird.
  2. Ist der Standort festgelegt, sollten Sie sich im nächsten Schritt Gedanken über das Modell machen, das heißt, darüber, ob Sie eine integrierbare oder freistehende Außenküche haben möchten. Ein integrierbare Outdoorküche beinhaltet u. a. Schränke, Türen, Grillplatten, Grills und Kühlschränke. Der Vorteil hierbei? Dank des Modulsystems können Sie Ihre Außenküche selbst entwerfen und auf Ihre Wünsche abstimmen - ohne übermäßig viel planen zu müssen. Die Module sind individuell konfigurierbar, so lassen sich etwa ein ausziehbarer Tisch, ein Mülleimereinsatz oder ein Gasflaschenfach kombinieren. Oder Sie ergänzen Ihren vorhandenen Gasgrill einfach mit einer Arbeitsplatte. Eine solche modulare Außenküche ist wahrscheinlich die günstigste Variante: Ab ca. 1000 Euro können Sie im Freien kochen. Der Nachteil von Küchenmodulen: Es kann schwierig sein, sie aufgrund ihres Möbelcharakters in die Umgebung zu integrieren. Zudem können sie schnell zusammengestellt wirken.
    Eine freistehende Outdoorküche wird hingegen komplett und fertig montiert geliefert und ist sofort einsatzbereit. Mit einer solchen Variante erspart man sich einiges an Planung und Zeit, allerdings wird die Anordnung der Geräte vom Hersteller vorgegeben und es fällt möglicherweise schwerer, eine solche Komplettzeile augrund ihres Möbelcharakters in den Außenbereich zu integrieren.
  3. Wenn man sich für eine komplette Strom- und Wasserversorgung in seiner Küche entscheidet, so sollte man alle Vorkehrungen für die Anschlüsse treffen, sodass man diese zumindest im Nachhinein noch verlegen kann. Ob Sie einen eigenen Stromanschluss in den Garten verlegen oder sich mit Verlängerungskabeln behelfen, ist Geschmackssache. Wenn die Küche auch im Winter genutzt werden soll, dann sind frostsichere Leitungen zu installieren. Falls Sie mit einem Erdgasgrill arbeiten, muss ein Gas- und Wasserinstallateur die Leitungen verlegen, denn nicht jede Erdgasleitung ist für die große Leistung eines Erdgasgrills ausgelegt.
  4. Installieren Sie keine Koch- und Kühlkomponenten nebeneinander! Halten Sie einen halben Meter Abstand ein.
  5. Unterschätzen Sie nicht, wie wichtig ausreichend Arbeitsflächen sind!
  6. Achten Sie auf genügend Stauraum. Nutzen Sie Schränke unter dem Grill und der Abwasch.
  7. Der Unterschrank mit der Gasflasche sollte gut belüftet sein! Bei einer Propangasflasche sind Belüftungsschlitze am Boden notwendig, da das Gas schwerer ist als Luft. Erdgas hingegen ist leichter als Luft, sodass die Schlitze oben am Schrank sein sollten.
  8. Planen Sie eine Outdoorküche mit Dach, benötigen Sie je nach örtlicher Bauordnung eine Baugenehmigung. Ebenso sollten Sie auf die örtliche Feuerstättenverordnung achten.

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Autor:

Datum: 17.04.2019
Kompetenz: Haustechnik und Multimedia

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