Windiger Garten? Diese Pflanzen fühlen sich trotzdem wohl
Welche Pflanzen passen in einen windigen Garten? Und worauf ist in Sachen Obst, Gemüse, Bäume, Sträucher und Hecken zu achten? Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie.
Viel Wind oder Zugluft ist nicht nur für uns Menschen unangenehm, auch für die Pflanzen im Garten kann er auf Dauer zum Problem werden. Sie haben einen windigen Garten und möchten gerne wissen, welche Pflanzen das gut vertragen? Dann lesen Sie hier weiter.
Ein durchlässiger Holzzaun mit einzelnen, robusten Sträuchern und Pflanzen bietet einen wunderbaren, noch dazu gut aussehenden Schutz für Ihren windigen Garten. © zeralein/stock.adobe.com
In vielen Gärten gibt es ungemütliche Windecken und Windkanäle. Besonders in Einfamilienhaussiedlungen, wo die Häuser knapp nebeneinanderstehen, können regelrechte Düseneffekte entstehen. Zwar können Sie sich mit entsprechenden Möbeln, Windschutzvorrichtungen und gezielt gepflanzten Hecken und Sträuchern vor zu viel Durchzug schützen, aber viele Pflanzen, Kräuter und Blumen vertragen windoffene Stellen gar nicht gut. Windböen rütteln gehörig an den Pflanzenwurzeln, kleinere von ihnen reißen ab und stehen dann nicht mehr für die Versorgung der Pflanze zur Verfügung. Also was tun?
Windfeste Pflanzen setzen
Die Windfestigkeit einer Pflanze ist abhängig von mehreren Faktoren, Neben ihren Wurzel- und Holz-Eigenschaften und ihrem Alter bestimmen auch die Bodenstruktur und die Pflanzumgebung, wie stabil eine Pflanze steht. Ein hoher Grundwasserpegel und sehr feuchter Boden schränken die Standfestigkeit mit der Zeit stark ein. Jungpflanzen vertragen windige Lagen besser als ältere, da der Wurzelteil und die oberen Pflanzenteile ein gutes Gleichgewicht bilden.
Welche Pflanzen eignen sich besonders gut für windige Gärten? Eine Faustregel: Alles, was eher kleinwüchsig und buschig ist, biegsames Holz und eher kleines Laub hat. Aber auch viele Bäume und Gemüsesorten vertragen Wind recht gut. Obstbäume wie Äpfel (Sorten: Discovery oder James Grieve) und Birnen (Sorten: Conference, Williams Christ) sind selbstverständlich sehr stabil. Junge Bäumchen sollten noch mit Pfählen gestützt werden, bis sie ausreichend verwurzelt sind.
Zu den Gemüsesorten, die windige Standorte gut vertragen, sehr robust und widerstandsfähig sind, zählen unter anderem der Mangold, Grünkohl, Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Salbei oder auch Rosmarin. Windfeste Sträucher sind zum Beispiel die Ribisel und der Sanddorn.
Natürlichen Windschutz schaffen
Eine Hecke oder ein durchlässiger Zaun nehmen dem Wind schon viel Kraft. Mauern hingegen helfen gar nicht so gut, wie man vielleicht denkt. Sie werden vom Wind überströmt, dahinter bilden sich Windwirbel, die noch viel größeren Schaden anrichten, als ein stetiger Luftzug. Hecken, die Windschutz-Hecken sind schützende, natürliche Gartenabgrenzungen, die zuverlässig, stark verzweigt, widerstandsfähig und ausgesprochen robust sind. Zu den besten Hecken für Windschutz zählen Feldahorn, Hartriegel, Hainbuche, Hasel, Liguster, Geißblatt, Kirschpflaume, Kreuzdorn, Holunder, Flieder, Schlehdorn, die Mehlbeere und der Tamarisk.
Bohnen, Erbsen und robuste Kohlsorten wachsen sehr dicht und hoch, sie eignen sich also gut als Beetnachbarn für Gemüse und Kräuter, die es windstill mögen. © vulkanismus/adobe.stock.com
Neben Windschutzhecken gibt es auch Gemüsesorten, die für guten Windschutz im Beet sorgen. Besonders geeignet sind dafür Bohnen, Erbsen, Zuckermais, Topinambur und Kohlarten wie Rosenkohl. Gerade Gemüsesorten wie Kürbisse, Gurken, die meisten Salatsorten brauchen windgeschützte Standorte für einen guten Ertrag. Also planen Sie Ihre Gemüsebeete schlau und setzen Sie die passenden Beetnachbarn zusammen.
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