Haben Sie Flöhe?
Flöhe haben doch nur Hunde. Von wegen! Auch Menschen können von den lästigen Viechern befallen werden. Wie Sie Flohbisse erkennen, ob ein Befall gefährlich ist und wie Sie die kleinen Tierchen wieder loswerden, erfahren Sie hier.
Juckende Haut, kleine rote Pickel, schwarze Punkte, die sich über die Hautoberfläche verteilen – kommt Ihnen das bekannt vor? Da sich die Miniparasiten rasend schnell vermehren, müssen Sie im Falle eines Flohbefalls rasch tätig werden.
Wie kommen Flöhe ins Haus?
Die häufigste Einschleppung erfolgt durch Haustiere, die sich draußen aufhalten. Aber auch über gebrauchte Möbel oder den Kontakt mit befallenen Personen können sich Flöhe ausbreiten. Die Parasiten springen bis zu 30 cm hoch und können sich so sehr schnell im ganzen Haus verteilen.
Der beste Schutz ist regelmäßige Kontrolle der Haustiere auf Flohbefall. Präventiv können Flohhalsbänder oder Spot-in-Präparate eingesetzt werden. In der Wohnung helfen regelmäßiges Saugen und Waschen der Tierliegeplätze. Natürliche Abwehrmittel wie Teebaumöl oder Zitronenduft können zusätzlich vorbeugend wirken.
So erkennen Sie einen Flohbefall
Flohbisse zeigen sich meist als hellrote, juckende Pusteln von etwa einem Zentimeter Größe. Typisch ist das Auftreten mehrerer Bisse in einer Reihe - die sogenannte "Flohleiter". Besonders häufig finden sich die Bisse an Beinen und Füßen, in den Kniebeugen und Achselhöhlen. Bei Haustieren verrät vermehrtes Kratzen und schwarzer, krümeliger Flohkot im Fell oder auf der menschlichen Haut einen Befall.
Die Bisse jucken relativ stark und können sich mit der Zeit auch zu Hautblasen oder eitrigen Pusteln entwickeln. Durch das Kratzen kann es auch zu Entzündungen kommen. Im mitteleuropäischen Raum sind Flohbisse zwar lästig, aber zumeist harmlos.
Hinweise und Tipps
Erste Hilfe bei Flohbissen
Um den Juckreiz zu lindern, helfen kühlende Umschläge oder Cremes aus der Apotheke. Auch Hausmittel wie Aloe vera Gel oder Kokosöl können die Beschwerden lindern. Wichtig: Die Bisse nicht aufkratzen, um Infektionen zu vermeiden. Bei starken allergischen Reaktionen sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Sind Flohbisse gefährlich?
Flöhe sind nicht nur lästig, sondern können auch gefährliche Krankheiten übertragen. Dazu gehören bakterielle Infektionen, Bandwürmer und in seltenen Fällen sogar die Pest. Eine allergische Reaktionen zeigt sich zumeist mit Symptomen wie stark juckenden Quaddeln, Schwellungen um die Bissstelle, Hautbläschen bis zu eitrigen Entzündungen.
Was tun bei Flohbefall? So werden Sie die Schädlinge los
Sie haben Flöhe? Dann handeln Sie schnell! Waschen Sie alle Textilien bei mindestens 60° C. Saugen Sie gründlich alle Böden, Polster und Ritzen. Entsorgen Sie den Staubsaugerbeutel sofort in einem verschlossenen Plastikbeutel. Wenn Sie Haustiere haben, ist eine tierärztliche Behandlung mit speziellen Antiparasitika wichtig. Menschen können die betroffenen Körperstellen mit antiseptischen oder kortisonhaltigen Salben behandeln. Bei Entzündungen verschreibt der Arzt auch hier antibiotische Präparate.
Um die Flöhe dauerhaft loszuwerden, müssen Sie den Lebenszyklus der Tiere unterbrechen. Verwenden Sie Kombinationspräparate, die sowohl erwachsene Flöhe als auch Eier und Larven abtöten. Bei sehr starkem Befall werden Sie um einen professionellen Schädlingsbekämpfer nicht herumkommen.
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