Strom sparen beim Kochen: Tipps und Anleitungen
Beim Kochen lässt sich richtig Geld sparen. Schon mit kleinen Anpassungen können Sie die Energiekosten um bis zu 50 Prozent senken – und das Essen wird trotzdem genauso gut. Wie das geht? Wir zeigen Ihnen die wirksamsten Spartipps für Ihre Küche.
Heißluft braucht kein Vorheizen!
Heizen Sie das Backrohr nur dann vor, wenn es das Rezept ausdrücklich verlangt. Heißluft-Backrohre müssen überhaupt nicht vorgeheizt werden!
Egal, ob Sie ein aufwändiges 5-Gänge-Menü zaubern oder nur schnell etwas für den kleinen Hunger zubereiten. Doch sowohl für den enthusiastischen Chef de Cuisine wie auch die effiziente Pragmatikerin gilt: Mit ein paar einfachen Tricks lassen sich gehörig Geld und Energie sparen. Das freut zum einen die Umwelt und zum anderen bleibt mehr Budget für noch hochwertige Lebensmittel über. Hier die besten Spartipps zum Thema Kochen:
1. Geben Sie immer einen Deckel auf den Topf
Der wohl einfachste Spartrick in der Küche: Legen Sie beim Kochen immer einen passenden Deckel auf den Topf. Ohne Deckel benötigen Sie nämlich dreimal so viel Energie! Ein Beispiel: 1,5 Liter Suppe kochen ohne Deckel verbraucht dreimal mehr Strom als mit Deckel. Der Grund ist simpel – die Wärme bleibt im Topf, statt in die Raumluft zu entweichen. Das Essen ist schneller fertig und Sie sparen bares Geld.
Achten Sie auch darauf, dass der Topfboden möglichst eben ist. Nur so liegt er gut auf der Kochplatte auf und nutzt die Wärme optimal. Wenn Ihr Topf nur drei Zentimeter kleiner ist als die Platte, verschwenden Sie bereits 30 Prozent Energie.
Auch beim Waschen lässt sich sparen: Die besten Tipps gibt es hier
2. Verwenden Sie das passende Kochgeschirr
Die Wahl des Topfes entscheidet über Ihren Energieverbrauch. Für das schnelle Erhitzen von Wasser eignen sich dünnwandige Töpfe besonders gut – vor allem auf Gasherden. Kupfergeschirr ist zwar teurer in der Anschaffung, leitet und speichert Wärme aber am besten. Ein weiterer Vorteil: Die fertigen Speisen bleiben auch auf dem Esstisch lange warm. Achten Sie darauf, dass Topf und Kochplatte zusammenpassen. Jeder Zentimeter Unterschied kostet Sie unnötig Energie.
3. Verbrauchen Sie nur so viel Wasser, wie wirklich nötig
Verwenden Sie beim Kochen nur die Menge Wasser, die Sie wirklich brauchen. Besonders bei Elektroherden zahlt sich das aus. Wenn Sie einen Liter Wasser nehmen, obwohl nur ein Viertelliter nötig wäre, verschwenden Sie 25 Prozent Energie. Die Kochzeit verlängert sich unnötig und Ihre Stromrechnung steigt. Moderne Elektroherde lassen sich präzise einstellen – nutzen Sie diese Möglichkeit, um mit wenig Flüssigkeit zu kochen. So legen sich die Speisen nicht an und Sie sparen Geld.
4.Nutzen Sie die Restwärme beim Kochen
Schalten Sie Ihre Kochplatte erst ein, nachdem Sie den Topf aufgesetzt haben. So vermeiden Sie unnötige Wärmeabgabe an den Raum. Bei elektrischen Herdplatten starten Sie mit der höchsten Stufe zum Anbraten oder Ankochen und schalten dann rechtzeitig zurück. Der wichtigste Tipp: Drehen Sie die Platte schon vor Ende der Kochzeit auf Null. Die Restwärme reicht völlig aus, um das Essen fertig zu garen. Das gilt besonders für Elektroherde mit Taktschaltung und Thermostat.
Eintopf, Gulasch, Suppe: Mit einem Druckkochtopf geht das Kochen schneller und günstiger. © gonzalocalle/stock.adobe.com
5. Kaufen Sie einen Druckkochtopf
Mit einem Druckkochtopf sparen Sie bis zu 50 Prozent Energie – vor allem bei Gerichten mit langer Garzeit. Das Geheimnis liegt in der Zeitersparnis und der niedrigen Hitze. Sobald der richtige Druck erreicht ist, können Sie die Herdplatte auf die kleinste Stufe zurückschalten. Der Topf erledigt den Rest. Ob Eintöpfe, Hülsenfrüchte oder Fleischgerichte – der Druckkochtopf macht aus Energiefressern echte Sparmeister.