Fliesenspiegel? Nein danke!
Metall, Holz, Naturstein, Glas oder HPL – die Möglichkeiten, wie Sie die Küchenrückwand gestalten und damit Ihren in die Jahre gekommenen und unmodernen Fliesenspiegel ersetzen können, sind groß. Wir haben den Materialüberblick für Ihre Küchenrückwand.
Zur Planung einer neuen Küche gehört die Auswahl der Materialien ganz grundsätzlich, die Raumaufteilung und Anordnung der Geräte und Staumöglichkeiten sowie die Entscheidung für Farben und etwaige Musterungen. Was selten zur neuen Einrichtung passt, ist der traditionelle Fliesenspiegel. Doch nicht nur bei Renovierungen, auch beim ersten Einrichten einer Küche werden immer öfters Alternativen zu den Fliesenhinter Abwasch, Herd und Arbeitsplatte eingesetzt.
Robust, abwischbar, hitzebeständig
Das wichtigste bei der Auswahl der Küchenrückwand ist, dass sie den Anforderungen im Alltag gewachsen ist. Das Material sollte also nicht nur gut aussehen und dem Stil des Küchendesigns entsprechen, es muss – und das ist noch viel wichtiger – widerstandsfähig gegenüber Hitze, Fett, Lebensmittelflecken und auch Wasser sein, bzw. durch spezielle Beschichtungen wie Lack dazu gemacht werden.
Ein hoher Glasvase mit weißen Blumen steht auf einer Küchenarbeitsplatte Vor einem Herd und einer Spüle in einer modernen weißen Küche © Jodie Johnson/shutterstock.com
Glas ist pflegeleicht und dezent
Küchenspiegel aus Glaselementen passen sich aufgrund ihrer zurückhaltenden Optik perfekt in jede Küche ein. Sie können aber auch gefärbt oder mit Foto-Hintergründen, hinter der Glasscheibe angebracht, versehen werden, um mehr Farbe ins Spiel zu bringen. Größter Vorteil von gehärtetem Glas: Es ist besonders pflegeleicht. Größter Nachteil: Das Ausschneiden nachträglicher Aussparungen, etwa für Lichtschalter oder Steckdosen, ist nicht möglich.
Eine moderne Küche verfügt über helle Holzschränke, eine graue Arbeitsplatte und eine Edelstahlrückwand. Auf der Arbeitsplatte befinden sich Obst, Kräuter und Küchenutensilien. Der Raum ist gut beleuchtet. © epr/Gutta
Industriellen Chic bringt Edelstahl
Metall ist hygienisch, hitzebeständig und sehr edel. Es passt natürlich nicht in die romatische Landhausküche, moderne und ausgefallene Küchen in Weiß oder Schwarz, vielleicht sogar mit Betonelementen, eignen sich aber perfekt. Außerdem sind die Platten nur einige Millimeter dünn, sie nehmen also keinerlei Platz weg. Großer Nachteil: Auf Edelstahl sehen Sie jeden Fingerabdruck, der Spiegel ist also sehr pflegeintensiv.
Holz und HPL für mehr Wärme
Moderne Küche mit weißen Schränken und Holzverkleidung an den Wänden Wasserhahn und Spüle in der Mitte Einbauofen und Mikrowelle an der Seite Holzregale mit Geschirr links im oberen Bild. © Heinze GmbH
Mit der richtigen Oberflächenbehandlung, zum Beispiel einem speziellen Holzöl oder, natürlich noch besser, einer Versiegelung aus Lack, eignet sich auch Holz als Küchenrückwand. Noch beliebter, als das massive Holz, sind Holzwerkstoffe. Eingesetzt wird vorwiegend HPL, also Spanplatten, auf die ein Hockdrucklaminat aufgebracht wird. Bekannt ist dies ja schon von den Innentüren.
Ein Edelstahl-Wasserkocher steht auf einem Herd in einer modernen Küche neben einer Weinflasche Pfeffermühle und Ölbehälter. Über dem Herd ist ein Fliesenspiegel mit Städte- und Zeitungsnamen. © epr/Fliesen Welscheit
Stein wirkt geerdet und rustikal
Die natürlichen Varianten für eine Steinrückwand in der Küche sind Marmor, Schiefer, Sandstein oder Travertin. Am einfachsten lässt sich der Stein in Stäbchenform mit einem Netz als Mosaik verlegen, wie Sie es auch aus dem Badezimmer kennen. Sie können aber auch mit Fliesen aus polierten Kieselsteinen oder ganzen Steinplatten arbeiten.
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