Fensterrahmen ohne Glas und Dämmplatten an der Außenwand eines Gebäudes Gerüststruktur umgibt das Gebäude und zeigt, dass es sich auf einer Baustelle befindet.

Fensterrahmen ohne Glas und Dämmplatten an der Außenwand eines Gebäudes Gerüststruktur umgibt das Gebäude und zeigt, dass es sich auf einer Baustelle befindet. © Bartosz Zakrzewski/shutterstock.com

Was bringt eine thermische Sanierung?

Neues Dach, neue Fenster, eine gute Dämmung und der Umstieg auf regenerative Energien. Wir sagen Ihnen, wo Sie durch welche Maßnahmen der thermischen Sanierung wie viel Kosten einsparen können.

Mit einer thermischen Sanierung Ihres Hauses können Sie bares Geld sparen. Dies propagieren Bund und Länder seit Jahren, der Budgetpot der Förderungen für thermische Sanierungsmaßnahmen wird jedes Jahr größer.

Warum überhaupt sanieren?

Ziel einer thermischen Sanierung ist die Minimierung des Heizwärmebedarfs (HWB) und damit der Energiekosten. Der HWB wird in kwh pro m² pro Jahr angegeben und beschreibt den Energiebedarf des Gebäudes. Die Bauordnung schreibt für Neubauten aktuell einen HWB von 60 bis 80 vor. Niedrigenergiehäuser müssen einen Wert von maximal 30 erreichen, für Passivhäuser gilt ein HWB von 15.

Nun ist aber Fakt, dass ein großer Teil der Wohngebäude in Österreich Altbauten sind, und entsprechend schlechte HWB-Werte (im Durchschnitt 185!) aufweisen.

Hinweise und Tipps

Saniert wird ein Altbau (112m² Wfl) aus den 1970er Jahren (gute Dämmung, Umstieg von Öl auf Holz)

HWB vor der Sanierung: 236 (Heizkosten: 1.840 Euro)

HWB nach der Sanierung: 68 (Heizkosten: 540 Euro).

Ersparnis pro Jahr: 1.300 Euro

Dämmen heißt das Zauberwort

Durch eine optimal gedämmte Außenhülle reduzieren sich die Energiekosten innerhalb kürzester Zeit ganz drastisch, wie auch das Beispiel links zeigt.

Ein paar Zahlen: Bereits die Erneuerung der Fassade ohne zusätzliche Wärmedämmung kann bis zu 20 % weniger Transmissionswärmeverluste (= jene Wärmeenergie, die von beheizten Räumen aus, aufgrund von Wärmebrücken, schlechter Dämmung oder anderen Fehlerquellen in der Gebäudehülle und dem Dach, verloren geht) bringen. Je niedriger die Verluste, desto besser ist Ihr Haus gedämmt.

Wird eine zusätzliche Außendämmung aufgebracht, verringert sich dieser Wert je nach Dämmmaterial und -dicke zusätzlich. Fenster zu vergrößern bzw. zu erneuern, und bestehende mit einer besseren Verglasung zu versehen bringt weniger Wärmeverlust (10 bis 30 %), höheren passiven Solargewinn und gegebenenfalls eine bessere Tageslichtausbeute, einhergehend mit einem geringeren Stromverbrauch.

Werden Boden wie Decken nach modernen Richtlinien gedämmt, spart das bis zu 25 % der Heizenergie. Eine sanierte Heizungsanlage bedeutet 10 bis 25 % weniger Energieverbrauch und eine thermische Solaranlage bringt sogar eine Einsparung von Warmwasserkosten bis zu 80 %.

Veronika Kober
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