Ein modernes zweistöckiges Haus links halb skizziert rechts fertiggestellt mit weißer Fassade Holzzaun und grünem Rasen im Vordergrund bei bewölktem Himmel und grünen Bäumen im Hintergrund

Vorentwurf © psynovec/shutterstock.com

Architektenhaus: Der Vorentwurf

Sie haben tausend Ideen für Ihr Traumhaus, aber so richtig Hand und Fuß hat das alles noch nicht? Hier kommt der Vorentwurf des Architekten ins Spiel – ein wichtiger Schritt in der frühen Phase Ihres Bauvorhabens. Aber was ist das eigentlich genau, und warum ist der Vorentwurf so wichtig?

Der erste Lösungsvorschlag des Architekten wird als Vorentwurf bezeichnet. Voraussetzung dafür ist eine genaue Analyse der Bedarfs-, Nutzungs- und Qualitätswünsche (= Raum- und Bedarfsanalyse). Für den Architekten ebenfalls relevant sind die Planungsgrundlagen sowie die rechtlichen Vorgaben der Behörden. Der Architekt nimmt also all Ihre Ideen und Wünsche auf und bringt sie, unter Berücksichtigung von Design, Funktionalität und Baurecht, zu Papier. Mit dieser skizzenhaften Darstellung des Projekts bekommen Sie einen ersten Eindruck davon, wie das fertige Projekt aussehen könnte.

Was gehört zum Vorentwurf?

Zum Vorentwurf gehören in der Regel erste Grundrisszeichnungen sowie einfache Ansichten des geplanten Gebäudes. Diese Unterlagen zeigen die Raumverteilung, die Größe der einzelnen Zimmer und die Beziehung des Gebäudes zur umgebenden Landschaft oder anderen Gebäuden. Dargestellt wird die vorgeschlagene räumliche Umsetzung des Raum- und Funktionsprogrammes etwa im Maßstab M 1:100. Des Weiteren wird ein Erläuterungsbericht zur Prüfung zur Verfügung gestellt. Dieser zeigt, ob die Unterlagen Ihren Wünschen und Vorgaben entsprechen. Außerdem werden auch erste Überlegungen zur Materialwahl und zu den Konstruktionsmethoden angestellt, jedoch ohne ins Detail zu gehen.

Wichtig: Grobe Kostenschätzung

Teil des Vorentwurfs ist auch die erste Kostenüberlegung in Form der geschätzten Baukosten nach Kennwerten wie zum Beispiel dem umgebautem Raum oder den Baukosten pro Quadratmeter. Dieser sogenannte Kostenrahmen ist die Grundlage für die zukünftige Kostenberechnung und dient auch zur Kostenkontrolle (Soll-Ist-Vergleich). Prüfen Sie die Vorentwurfsplanung in jedem Fall genau! Sind die zulässigen Überschreitungen und alle Nebenkosten im Budget?

Tipp:

Mit der Freigabe des Vorentwurfs segnen Sie die weiteren Planungsschritte ab. Spätere Änderungen sind nur schwer möglich und mit erhöhten Kosten verbunden!

Worauf beim Vorentwurf zu achten ist

Bei der schrittweisen Entwicklung des Projektes werden die Ideen des Planers immer wieder überarbeitet und alternative Lösungsmöglichkeiten gesucht. "Das Wichtigste ist herauszufinden, ob der Anspruch mit den finanziellen Möglichkeiten Schritt halten kann", erklärt der Wiener Innenarchitekt Martin Thörnblom. Sein Nachsatz: Es sei immer möglich, eine passende Lösung für den Kunden zu finden. Folglich sei die genaue Abstimmung ein wichtiger Faktor, der den Fortschritt und die Qualität der Planung beeinflusst.

Redaktion
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