wild und natürlich bewachsenes Blumen- und Staudenbeet in wunderschönem Abendlicht

Pflanzen lieben Sonne! Aber nicht alle vertragen viel Hitze und Trockenheit. Wir sagen Ihnen, wie ein "Sonnengarten" aussehen kann. © saturn06/stock.adobe.com

Welche Pflanzen für sonnige Gartenbereiche?

Beete, die viele Stunden am Tag der prallen Sonne ausgesetzt sind, sollten hitzeresistente Bepflanzung bekommen. Welche Blumen, Stauden, Sträucher und Kräuter dazu gehören, erfahren Sie hier. Inklusive: Beispielbeet für viel Sonne.

Welcher Boden für Sonnenpflanzen?

Der Boden im sonnigen Garten sollte möglichst durchlässig sein, also mischen Sie der Erde Sand oder Schotter unter. So kann das Wasser ablaufen und die Pflanzen kriegen keine Staunässe.

Die meisten Gärten unterteilen sich in halbschattige, schattige und sehr sonnige Bereiche. Für jeden dieser Bereiche gibt es passende Blumen und Pflanzenarten, die Gerade die Sonnenbereiche eignen sich wunderbar für Blumenbeete. Doch nicht alle Blüher vertragen die direkte Sonneneinstrahlung gleich gut. Dank Klimawandel werden auch die Trockenperioden immer öfter und dauern länger. Damit Ihr Garten nicht unter der Hitze bzw. Trockenheit leidet, sollten Sie ihn anpassen. Damit sparen Sie sich ständiges Gießen und hängende Köpfchen. Wir sagen Ihnen hier, welche Stauden, Sträucher und Blumen besonders hitze- und sonnenliebend sind.

großer, üppig blühender Weigelie-Strauch in Garten oder Park

Die Weigelie ist eine sehr anpassungsfähige Staude, wächst am liebsten in voller Sonne, kommt aber auch mit Halbschatten zurecht. © Eberhard-Spaeth/stock.adobe.com

Welche Stauden für sonnige Standorte?

Zahlreiche Stauden lieben die Sonne geradezu. Unser Tipp: wählen Sie mehrjährige Stauden, sie kommen wieder und sind grundsätzlich sehr pflegeleicht.

  • Roter Scheinsonnenhut (Echinacea purpurea) – lange, ausdauernde Blüte, sehr bienenfreundlich, verträgt Hitze und Trockenheit gut.
  • Sonnenhut / Rudbeckia – leuchtend gelbe Blüten, braucht etwas mehr Feuchtigkeit, aber sonnigen Standort.
  • Sonnenbraut (Helenium) – warme Spätsommerfarben, lange Blütezeit, ideal in Kombi mit Gräsern.
    Mädchenauge (Coreopsis), Katzenminze (Nepeta) – blühen über Wochen, lieben vollsonnige, eher trockene Beete.
  • Steppensalbei (Salvia nemorosa) – blüht von Juni bis August in Weiß, Rose, Violett oder Blau – perfekt für Bauern- oder Mittelmeergärten.
  • Wollziest und Fetthenne (Sedum) – extrem robust, gut für trockene, heiße Plätze und als Einfassung.
  • Großblättriger Phlox – blüht üppig an sonnigen Standorten.
  • Edeldisteln – genügsam und wertvolle Nahrung für Insekten sowie Vögeln, besonders beliebt ist die Kugeldistel

Die klassischen sommerblühenden Blütenstauden haben den Nachteil, dass sie ab Herbst nichts mehr zeigen. An auch im Winter sichtbaren Stellen im Garten ist es daher sinnvoll, auch immergrüne Pflanzen, Winterblüher oder solche mit schöner Herbstfärbung hineinzugeben.

Stauden im Garten: Hier alles, was Sie wissen müssen

Wie den Boden vorbereiten?

Vor dem Pflanzen sollten Sie ausgelaugten Boden mit frischer Muttererde aufbessern. Ein Unkraut-Vlies unter der Erdschicht spart Ihnen später viel Arbeit.

Welche Sträucher trotzen der Hitze?

Wer höher wachsende Pflanzen bevorzugt, greift am besten zu robusten Ziersträuchern, die ebenfalls wunderschön blühen. Hier ein paar Beispiele für Ihren Sonnengarten:

  • Schmetterlingsflieder (Sommerflieder) – zieht Schmetterlinge an, blüht ab Juli üppig in Weiß, Rosa oder Lila.
  • Weigelie und Deutzie – blühen im Sommer rosa oder weiß, werden bis zu vier Meter hoch, lieben sandigen bis tonigen Boden und kommen mit Trockenheit gut zurecht.
  • Garteneibisch (Hibiscus syriacus) – liebt Sonne, blüht ab Juni mit großen rosa-violetten Blüten.
  • Weitere hitzeresistente Sträucher sind die Kartoffelrose und der Schwarze Holunder. Auch Feuerdorn und die Blaue Säckelblume gedeihen prächtig an sonnigen Plätzen.

Sträucher im Garten: Tipps zur Standortwahl, Pflanzung und Pflege

Nahaufnahme eines blühenden Cambridge Storchenschnabels, ein beliebter Bodendecker für sonnige Bereiche.

Der Cambridge Strochenschnabelist ein robuster, dicht wachsender Bodendecker, der wunderschön blüht. © Flower_Garden/stock.adobe.com

Welche Bodendecker und Kletterpflanzen bei viel Sonne?

Für bodennahe Bepflanzung eignen sich verschiedene Storchschnabel-Arten hervorragend. Der Cambridge-Storchschnabel und der Kaukasus-Storchschnabel bilden schnell Ausläufer und bedecken kahle Flächen. Polster- und Teppich-Phlox wachsen dicht und blühen reich. Sand-Thymian verströmt mediterranes Flair, während Scharfer Mauerpfeffer und Teppich-Wollziest selbst pralle Sonne vertragen. An Mauern oder Zäunen machen sich Kletterpflanzen gut: Die Trompetenblume beeindruckt mit großen Blüten, die Kletterhortensie wächst auch an schattigen Wänden. Fächer-Zwergmispel und Mandel-Waldrebe sind weitere robuste Kletterer. Bei sonnigen Hängen verhindern Böschungssteine das Abrutschen der Erde. Pflanzen Sie oberhalb der Steine zum Beispiel einen Storchschnabel, der dann über die Steine hinweg wachsen kann und sie mit einem wunderschönen Blütenteppich bedeckt. Betonsteine, die der prallen Sonne ausgesetzt sind, direkt zu bepflanzen ist hingegen keine so gute Idee – sie heizen sich zu stark auf und schädigen die Wurzeln.

Bodendecker: Welche könnten in Ihren Garten passen?

dicht bewachsenes Blumenbeet voll mit dem Purpur-Sonnenhut

Der Purpur-Sonnenhut (Echinacea) liebt die Sonne und ist auch als Heilkraut bei grippalen Infekten bekannt. © Eberhard-Spaeth/stock.adobe

Zweite Blütezeit bedenken!

Vielen Blütenstauden, die im Frühsommer blühen, kann man mit einem kleinen Trick zu einer zweiten Blüte verhelfen: Schneiden Sie etwa die Katzenminze knapp über dem Boden ab, so erhalten Sie vier bis sechs Wochen später einen zweiten Blütenflor.

Sommerblumen sorgen für noch mehr Farbe im Beet

Bei der Anlage eines Blumenbeetes im Sonnenbereich Ihres Gartens ist es besonders wichtig, ein paar Überlegungen anzustellen: Welche Blütenfarbe möchte ich, wann soll das Blütenhighlight stattfinden? Ist dies einmal entschieden, geht es an die Auswahl der Pflanzen. Hier gibt es eine Vielzahl an Sorten, die sich wunderbar kombinieren lassen.

  • Die klassische Chrysantheme blüht sehr lange und bietet über Wochen ein optisches Highlight. Das Mädchenauge mit kleinen, gelben Blüten und zarten nadel-artigen Blättern blüht auch den ganzen Sommer über und passt perfekt dazu.
  • Das Schmuckkörbchen braucht viel Sonne, kommt mit Trockenheit gut klar und blüht den ganzen Sommer.
    Kalifornischer Mohn, ein absolutes Highlight in leuchtendem Gelb-Orange, ist sehr hitze- und trockenheitsverträglich auch bei voller Sonne.
  • Studentenblumen (Tagetes) mögen ebenfalls volle Sonne, sind sehr robust und haben einen geringen Wasserbedarf.
  • Eine ganz besondere Pflanze ist die als Zimmerpflanze bekannte Palmlilie. Winterharte Sorten mit Blütenhöhen von bis zu 150 cm können auch draußen gesetzt werden und verfügen über sehr lange Blütezeiten. Sie wertet Ihr Blumenbeet also ganzjährig optisch auf.

Die Blüte ist sicher der wichtigste Aspekt, aber auch die Blattfarbe sollte bei der Zusammensetzung der Beete bedacht werden, etwa beim Salbei, der nicht nur sehr schön blau blüht, sondern auch den ganzen Sommer über buntes Laub hat, das seinen südländischen Charakter unterstreicht. Er eignet sich da her perfekt als Zugabe zu bunten Blumen. Zudem kann er auch zum Kochen verwendet werden.

Blumenbeet anlegen: Schritt-für-Schritt Anleitung

Redaktion
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