Fenster: Wann sanieren, wann tauschen?

Fenster und Fensterstöcke sind besondere Sanierungsfälle. Nicht nur, weil sie als spezielle Außenteile starker Bewitterung und starkem Verschleiss ausgesetzt sind und ein einwandfreier Zustand nicht nur optische Vorzüge hat.

Fenster müssen als Außenbauteile sämtlichen Witterungen standhalten, entsprechend häufig - je nach Material - sind sie zu warten. Wann Sie kleine Renovierungen oder Sanierungen vornehmen können, und in welchem Fall ein Kompletttausch vorzuziehen wäre, erfahren Sie hier.

Keine neuen Fenster

Für eine kleinteilige Fenstersanierung und damit gegen das Auswechseln von Fenstern spricht, wenn ...

  • die Charakteristik des Altbestandes und die Proportionen kleiner Holzkreuzgliederungen beibehalten werden sollen oder müssen
  • der Zustand der Substanz noch so gut ist, dass es sich auszahlt, das Material zu erhalten
  • Sie ohne zusätzliche Bauarbeiten auskommen wollen
     

Neue Fenster

Keine Renovierung oder kleinteilige Sanierung der Fenster, sondern vielmehr einen Tausch sollen Sie vornehmen, wenn ...

  • das Fensterglas beschädigt ist
  • die Fenster vor 1995 eingebaut wurden (hier liegt laut ExpertInnen das Einsparungspotential besonders hoch)
  • die Materialien marode, feucht, irreparabel sind
  • das Gebäude einer Fassadensanierung unterzogen wird
  • der U-Wert der Fenster die Energieeffizenz des Gebäudes nach unten drückt
  • Sie das Geld für neue Fenster haben und diese langfristige Investition (mind. 20 Jahre) jetzt angehen können
  • Sie spezielle Förderungen nutzen möchten

Kostenüberblick

Für neue Fenster mit Dreifachverglasung müssen Sie je nach Material mit 500 Euro (Kunststoff) bis 800 Euro (Aluminium) pro Fenster rechnen. Dieser Preis inkludiert den Einbau. Je nach Maß und vor allem Verglasungsart erhöhen oder reduzieren sich die Kosten. Ein Austausch vom Fensterglas beläuft sich je nach Glasart auf 15 bis 70 Euro pro Quadratmeter Fenster.


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Datum: 09.01.2018

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