Polizist spricht mit einer betroffenen Frau nach einem Einbruch. Aufnahme im Flur eines Wohnhauses, der Polizist macht Notizen über gestohlene Objekte auf einer Einbruch-Checkliste

Polizist spricht mit einer betroffenen Frau nach einem Einbruch. Aufnahme im Flur eines Wohnhauses, der Polizist macht Notizen über gestohlene Objekte auf einer Einbruch-Checkliste © Robert Kneschke/stock.adobe.com

Einbruch! Das ist jetzt zu tun

Die Tür aufgebrochen, die Wohnung durchwühlt und die Wertgegenstände weg – ein Einbruch bedeutet für die Opfer nicht nur finanziellen Schaden, auch seelisch kann solch ein Ereignis sehr belasten. Hie eine Checkliste, was nach einem Einbruch zu tun ist.

Wenn es die Einbrecher trotz aller Vorsichtsmaßnahmenund Sicherungsschutz ins Haus oder in die Wohnung geschafft haben, sind der Schaden und der Schock groß. Zu wünschen ist diese Situation niemandem, doch es ist wichtig zu wissen, was in einem solchen Moment zu tun ist – und was Sie besser vermeiden sollten.

1. Gehen Sie nicht gleich ins Haus

Sie kommen gerade nach Hause und die Tür steht aufgebrochen offen? Gehen Sie vorsichtshalber ein paar Schritte zurück und bringen Sie sich in Sicherheit. Versuchen Sie nicht den Täter zu stellen! Rufen Sie über Ihr Handy die Polizei. Im Idealfall können Sie die Haustür aus sicherer Entfernung im Auge behalten, um eventuell flüchtende TäterInnen zu beobachten. Ihre Hinweise können der Polizei wichtige Informationen zur Ergreifung der EinbrecherInnen führen.

2. Verschaffen Sie sich einen Überblick

Sobald die Wohnung sicher ist, sollten Sie vorsichtig die Räumlichkeiten abgehen und sich einen Überblick verschaffen. Verändern Sie zunächst einmal nichts, sondern dokumentieren Sie mit einem Fotoapparat oder der Handykamera den entstandenen Schaden. Sowohl das vorhandene Chaos als auch Einbruchsspuren oder sonstige Beschädigungen sollten festgehalten werden.

3. Kooperieren Sie mit der Polizei

Erstellen Sie mithilfe der Polizei eine sogenannte "Stehlgutliste". Was wurde gestohlen und was wurde beschädigt? Gemeinsam mit dem Aktenzeichen der Strafanzeige geht diese Liste an die Versicherung. Selbstverständlich ist es hilfreich, wenn Sie sich zuvor eine Inventarliste über Ihren Besitz angefertigt haben (mitsamt Fotos). Denn meistens haben wir selbst kaum noch Überblick, was wir alles besitzen – oder mittlerweile aussortiert haben.

4. Informieren Sie Ihre Versicherung

Ist der Schaden groß, kann es sein, dass die Versicherung einen Gutachter bei Ihnen vorbeischickt. Die gröbsten Posten (neues Schloss, neues Fenster, neuer Computer etc.) müssen Sie natürlich sofort ersetzen. Heben Sie unbedingt die Belege dafür auf.

5. Sprechen Sie mit Ihrer Bank

Veranlassen Sie bei Verlust von Sparbüchern, Wertpapieren, EC-Karten/Kreditkarten oder Mobiltelefon sofort deren Sperrung. Die nötigen Telefonnummern sollten Sie griffbereit in Ihren Unterlagen abgeheftet haben.

6. Kümmern Sie sich um Ihre Psyche

Nachdem alles Sachliche abgeklärt ist, vergessen Sie nicht, sich auch um Ihr persönliches Befinden zu kümmern. Selbst, wenn es zunächst scheint, dass Sie gut mit dem Einbruch umgehen können. Sprechen Sie mit Bekannten über das Erlebte oder suchen Sie sich professionelle Hilfe bei Opferschutzverbänden. Geschulte Seelsorger können mit solchen psychischen Belastungen weit besser umgehen als der Freundeskreis, der sich schnell zu beruhigenden Floskeln hinreißen lässt.

7. Kümmern Sie sich um Ihre körperliche Gesundheit

Bei körperlichen Beschwerden (Schlafmangel, Herz-Kreislaufstörungen oder Magen-Darm-Symptomen) zögern Sie nicht, Ihren Hausarzt zu konsultieren. Schildern Sie ihm die Ereignisse. Ein verantwortungsvoller Arzt sollte Ihnen eher pflanzliche und regenerative Arzneien verschreiben, da die Ursachen für Ihr Leiden wohl psychosomatischer und nicht organischer Natur sind.

8. Reinigen Sie Ihre Wohnung

Nachdem der Einbruch von Ihnen und der Polizei dokumentiert wurde, kann es hilfreich sein, die Wohnung gründlich zu reinigen – besonders die durchwühlte Kleidung und Wäsche. So „waschen“ Sie bestenfalls die Täter einfach aus der Wohnung und Ihrer Privatsphäre.

9. Sorgen Sie ab jetzt für einen guten Einbruchschutz

Natürlich macht es Sinn, sich noch einmal genauer mit Ihrem Einbruchschutz zu beschäftigen, denn schließlich kamen die Einbrecher irgendwie in Ihr Zuhause. Dennoch: Machen Sie aus Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung jetzt keine Festung. Das schürt nur umso stärker Ihre Angst.

Redaktion
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