Waschbecken steht auf einem hölzernen Regalwand vor türkisfarbenen Fliesenwand in einem Badezimmer mit Dekorartikeln und einem Spiegel. Zitat im Hintergrund: NEVER RUN FASTER THAN YOUR GUARDIAN ANGEL CAN FLY.

Waschbecken steht auf einem hölzernen Regalwand vor türkisfarbenen Fliesenwand in einem Badezimmer mit Dekorartikeln und einem Spiegel. Zitat im Hintergrund: NEVER RUN FASTER THAN YOUR GUARDIAN ANGEL CAN FLY. © epr/Tile of Spain

Dichte Fugen in Bad und Dusche

Keramische Fliesen haben den Vorteil, dass sie wasserdicht und wasserabweisend sind. Bei unsachgemäßer Verlegung und Nachbearbeitung kommt es jedoch häufig zu unschönen Feuchtigkeitsschäden. Hier erfahren Sie, wie Sie das verhindern können.

Bei ständiger Beanspruchung durch Spritzwasser und aggressive Reinigungsmittel wird die beste Fugenmasse mit der Zeit brüchig. Oft sind auch Trennwände von modernen Innenausbauten nicht mehr aus massiven Ziegeln, sondern aus Porenbeton oder Gipskartonplatten. Diese Baustoffe dehnen sich material- und temperaturbedingt mehr aus als massive Ziegelwände, und zwischen Fliesenbelag und tragendem Baustoff kann es zu kleinen Dehnungsfugen kommen. Weder Fliesen noch Fugenmasse im Badezimmerkönnen auf Dauer dieser Beanspruchung standhalten. Zunächst entstehen feine Haarrisse, in die die Feuchtigkeit eindringen kann und das darunter liegende Baumaterial angreifen. Ist der Untergrund einmal durchfeuchtet, bewegt sich das Untergrundmaterial stärker und das Eindringen der Feuchtigkeit kann sich fortsetzen. Um dieses Problem zu unterbinden, sollten alle Randfugen zwischen keramischem Belag und tragendem Mauerwerk mit einem dauerelastischen Dichtungsmittel und nicht mit normaler Fugenmasse abgedichtet werden.

Dauerelastische Abdichtung anbringen

Um zu vermeiden, dass Feuchtigkeit bei entstehenden kleinen Rissen eindringt, sollte der Untergrund selbst vor Aufbringen des Fliesenklebers mit einem feuchtigkeitsabweisenden Anstrich grundiert werden. Je nach Baustoff, der für den Innenausbau verwendet wurde, bieten sich zwei Möglichkeiten an:

  1. Mineralische Baustoffe wie z. B. Porenbetonplatten können mit einer Schicht von wasserdichtem Fugenmörtel gegen Feuchtigkeit abgedichtet werden.
  2. Leichtbauplatten aus organischem Material wie z. B. Holzspan- oder Gipskartonplatten können am besten mit einem Bitumenkautschukanstrich vor eindringender Feuchtigkeit geschützt werden. Egal, ob organische oder mineralische Baustoffe als Träger dienen, es ist von Vorteil, die besonders gefährdeten Ecken mit rissüberbrückenden Dichtungsbändern zu verstärken.

Abdichten mit wasserdichtem Fliesenkleber

Das Kleberpulver nach den auf der Verpackung angegebenen Anweisungen anrühren und 5 bis 10 min ruhen lassen. Danach nochmals durchrühren. Der Mörtel wird nun mit einem Stahlglätter beidseitig der Ecken in einer 3 bis 4 mm dicken Schicht aufgetragen, die als Untergrund zum Kleben des Dichtungsbandes dient. Das Dichtungsband in die frisch aufgetragene Masse einbetten und sorgfältig andrücken. Danach das Dichtungsband und die gesamte zu verlegende Fläche gleichmäßig mit dem restlichen Fliesenkleber verspachteln. Nach dem Aushärten des Klebers kann mit dem Verfliesen begonnen werden.

Hinweise und Tipps

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Abdichten mit Bitumenkautschuk

Zunächst den Untergrund mit verdünntem Bitumenkautschuk streichen. Danach den ersten Deckanstrich unverdünnt mit der Rolle auftragen. Das Dichtungsband in die frisch aufgetragene Anstrichmasse einlegen und andrücken. Nach der angegebenen Trocknungszeit den zweiten Deckanstrich auftragen.

Redaktion
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