Dachboden mit Dämmmaterialien © Shutterstock

Dachgeschoßausbau: So wird gedämmt

Nur ein gedämmtes Dach ist ein gutes Dach. Im Dachgeschoßausbau kann die Wärmedämmung an verschiedenen Stellen angebracht werden. Wir sagen Ihnen, wo.

Die Wärmedämmung kann im Dachgeschoßausbau an verschiedenen Stellen angebracht werden. Baut man den Dachboden im Nachhinein aus, so muss man mit einer Aufsparrdämmung arbeiten. Das sind Dämmplatten, die zwischen Dachschalung und Lattung außen angebracht werden. Die Dämmung selbst wird zwischen den Sparren innen angebracht, entweder voll (dh ohne Hinterlüftung zwischen Schalung und Dämmung) oder eben halb.

Welche Dämmstoffdicke ergibt welchen U-Wert?

Nachfolgend haben wir Ihnen einige Richtwerte zusammengefasst, geltend für Dämmstoffdicken mit Mineralwolle angeführt. Die Werte gelten in Verbindung mit normalen Gipskartonplatten im Dachgeschossausbau.

  • 160mm Mineralwolle 0,23 W/m²K
  • 180mm Mineralwolle 0,20 W/m²K
  • 220mm Mineralwolle 0,16 W/m²K

Falls die Sparrendicke nicht ausreichen sollte, ist noch eine zusätzliche Lattungim Dachgeschoßbereich zu montieren und mit Dämmung zu füllen.

Wichtiges zur Dampfbremse

Am weitesten verbreitet ist der Einsatz von PE-Folie als Dampfbremse. Sie hat die Aufgabe, die Dämmstoffe in den Wänden und Decken vor einer Durchfeuchtung zu schützen. Interessant sind auch atmende Dampfbremsen, die garantiert austrocknen. Diese saugen Feuchtigkeit aus Holz bzw. Dämmstoffen auf und geben sie bei Bedarf wieder ab (kontrollierter Feuchtigkeitsaustausch). Bei einem Einsatz solcher Folien ist eine Überlüftung der Wärmedämmung nicht mehr erforderlich, die Wärmedämmungkann als Vollsparrendämmung ausgeführt werden.

Es ist darauf zu achten (wie auch bei allen anderen Dampfbremsen), dass durch Verklebung eine winddichte Konstruktion erreicht wird. Die Dampfbremse wird generell an der Rauminnenseite an den Sparren bzw. Querhölzern mittels Heftern angebracht. Die Verlegerichtung soll waagrecht und eine Überlappung von fünf bis zehn Zentimetern vorgesehen werden.

Brandschutz nicht vergessen

Die Gipskartonbeplankung schließlich erfüllt neben den raumschaffenden, auch brandschutztechnische Aufgaben. Im Dachgeschoßausbau ist eine Mindestbrandbeständigkeit von F30 vorgeschrieben, welche mit Gipskartonplatten ab 15mm in der Regel auch erreicht wird. (Für F60 wären 2x15mm Platten übereinander zu montieren). Die Fugen sind danach abzudecken und zu verspachteln.

AutorIn:
Datum: 06.03.2018
Kompetenz: Dachdeckung und Dachausbau

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