Thermographie - Schwachstellen in der Fassade entdecken

Thermografie-Aufnahmen zeigen deutlich Schwachstellen bei Bauteilen auf. Ob Schimmelbildung oder Wärmeverlust, vieles wird sichtbar gemacht. Die Kosten für eine professionelle Thermografie belaufen sich für ein Einfamilienhaus ab einem Betrag von circa 700 Euro.

Infrarotbilder zeigen am deutlichsten, wo Wärme an der Gebäudehülle austritt und wo man mit aktiven Dämmmaßnahmen Besserung schaffen kann. Die roten Farbtöne zeigen den Wärmeaustritt, meist bei Fenstern und Türen, Zwischendecken und dem Gebäudesockel.

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Wie überall, so hat auch bei der Thermografie gute Qualität ihren Preis. Den Zeitaufwand für eine aussagekräftige thermografische Untersuchung (z. B. für ein Einfamilienhaus) festzulegen oder zu normieren, ist laut Auskunft der österreichischen Gesellschaft für Thermografie nicht möglich.

Jedenfalls aber liegt dieser inklusive Vorbereitungsarbeiten, Messung und Befunderstellung im Bereich mehrerer Stunden. Auf Grund unterschiedlicher Kalkulationen des Stundensatzes der Anbieter ergeben sich naturgemäß Preisunterschiede.

Nimmt man am Markt angebotene "Aktionspreise" von 200 bis 250 Euro brutto und rechnet davon Mehrwertsteuer, Wegzeiten und Fahrkostenersatz ab, verbleiben für die Leistungserbringung (Messung und Befund) ca. 30 bis 70 Euro für ein Einfamilienhaus.
Die (nicht geringen) Amortisationskosten für eine, den hohen Anforderungen entsprechende IR-Kamera, sind hier noch nicht berücksichtigt. Auf gut Deutsch, hier wird keine seriöse Dienstleistung geboten. Man bekommt günstigsten Falls vier bis fünf Außenaufnahmen, kann damit aber wenig anfangen, denn auf dieser Basis oft teure energiesparende Baumaßnahmen zu treffen, ist purer Leichtsinn.


Warum eine Außenthermografie allein zu wenig ist

  • Aufgrund des geringeren Temperaturunterschiedes zwischen Außenwand- und Umgebungstemperatur zeichnen sich Wärmebrücken (im Vergleich zur Innenthermografie) nur mit geringsten Temperaturdifferenzen (z. T. im Zehntelgradbereich) ab.
  • Sämtliche Außendecken können bei der Außenthermografie nicht bewertet werden. Gerade hier besteht aber hohe Schimmelgefahr.
  • Sämtliche außen überdämmte Bauteile (Betonsäulen, Stahlträger usw.) sind in der Regel von außen nicht bewertbar (wenn sie überhaupt gefunden werden).
  • Es können keine Aussagen über die oberste Geschoßdecke, das Dachgeschoß und die Kellerdecke/Fundamentplatte gemacht werden. Dadurch werden maßgebliche Bauteile nicht in die Beurteilung mit einbezogen.
  • Es kann keine Tendenz in Richtung Gebäudedichtheit aufgezeigt werden.
  • Fenster können von außen nicht beurteilt werden.
 

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AutorIn:

Datum: 30.07.2012
Kompetenz: Fassade und Dämmung

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