Edelrosen und Beetrosen
Haben Sie Rosen in Ihrem Garten? Dann gehören sie mit ziemlicher Sicherheit zu einer der zwei beliebtesten Rosengruppen: Edelrosen und Beetrosen. Sie unterscheiden sich deutlich in Wuchsform, Blütenaufbau und Pflegeansprüchen.
Rosen gehören seit vielen Jahrhunderten zu den beliebtesten Zierpflanzen in europäischen Gärten. Während sie früher häufig als großflächige Rabattenpflanzen eingesetzt wurden, werden Rosen heute meist als gezielte Blickfänge im Beet, in Gruppen oder als Solitärpflanzen in Szene gesetzt.
Edelrosen und Beetrosen sind zeitlose Klassiker– mit unterschiedlichen Stärken. Edelrosen punkten mit Eleganz und Schnittblumenqualität, Beetrosen mit Robustheit und Blütenfülle. Wer auf den richtigen Standort, regelmäßigen Schnitt, bedarfsgerechte Düngung und gesunde Sorten achtet, wird über viele Jahre hinweg Freude an seinen Rosen haben. Schauen wir uns diese beiden Rosengattungen genauer an.
Was sind Edelrosen?
Teehybriden oder Edelrosen sind die ältesten der sogenannten "neuen Rosen". Sie wurden 1867 erstmals gezüchtet und stehen seitdem den "historischen Rosen" gegenüber.
Was sind historische Rosen? Hier mehr erfahren!
Edelrosen wachsen kerzengerade auf bis zu mehr als einem Meter hohen Stielen elegant in die Höhe. Am Ende sitzt ein großer, gefüllter und vielblättriger Blütenkopf. Ihr Duft ist sehr stark. Die Edelrose ist die typische Strauß- und Vasenrose, im Gartenbeet wirkt sie hingegen eher staksig und verloren. Gartenprofis raten deshalb dazu, Edelrosen immer in kleinen Gruppen zu pflanzen, am besten drei bis fünf Vertreter einer Sorte. Geben Sie den Edelrosen eine Bühne, pflanzen Sie sie vor höheren und dichteren Stauden oder Gräsern und setzen Sie davor noch ein paar niedrigere Sommerblumen, die wie ein Teppich um die Rosen wachsen. Das kaschiert auch die langen Triebe der Teehybride.
Edelrosen machen sich besonders gut im Verbund mit anderen, niedrigeren Blühern wie Rittersporn, Astern und verschiedenen dichten Bodendeckern. © 500cx/stock.adobe.com
Was sind Beetrosen?
Im Gegensatz zur Edelrose tragen Beetrosen mehrere Blüten pro Trieb – oft vier bis fünf gleichzeitig. Dadurch erscheinen sie buschiger, kompakter und insgesamt farbintensiver. Sie sind robuster und pflegeleichter als die Teehybride, und sie blühen bei guter Pflege über viele Monate hinweg. Beetrosen sind ideal für flächige Pflanzungen, gemischte Beete, zum Beispiel zusammen mit Lavendel oder Katzenminze, und auch für kleinere Gärten.
Welchen Standort bevorzugen Edelrosen und Beetrosen?
Sowohl Edel- als auch Beetrosen erreichen je nach Sorte eine Wuchshöhe von etwa 70 bis 120 Zentimetern. Sie wachsen aufrecht bis buschig und benötigen ausreichend Platz für eine gute Luftzirkulation – ein wichtiger Faktor zur Vorbeugung von Pilzkrankheiten. Am besten geht es Rosen an Standort,
- vollsonnig (mindestens 5–6 Stunden Sonne täglich)
- luftig, aber nicht zugig
- nährstoffreicher, tiefgründiger Boden
- keine Staunässe
Ein humoser Lehmboden mit guter Wasserspeicherfähigkeit ist optimal für Rosen. Schwere Böden sollten mit Sand oder Kompost verbessert werden, sehr leichte Böden profitieren von organischem Material wie reifem Kompost oder gut verrottetem Mist.
Wuchs und Schnitt von Beet- und Edelrosen
Edel- und auch Beetrosen wachsen sehr buschig und können gut geschnitten werden. Insbesondere die Beetrosenhaben eine sehr lange Blütezeit, da die einzelnen Knospen der Reihe nach aufblühen.Die erste große Blühphase beginnt meist im Mai oder Juni. Nach einem kräftigen Rückschnitt folgt eine kurze Ruhephase, bevor die Pflanzen – abhängig von Witterung und Pflege – bis in den September oder sogar Oktober erneut Blüten bilden.Die Hochstammrose ist an und für sich eine normale Rose - mit dem Unterschied, dass sie zwei Mal veredelt wird. Die Pflanze erhält eine Veredelung für den Stamm, und im Folgejahr wird dann die Krone veredelt, die schließlich die gewünschte Farbe und Blütensorte hat.
Hinweise und Tipps
Verblühte Blüten regelmäßig entfernen, da die Pflanze sonst Energie in die Samenbildung (Hagebutten) steckt und weniger neue Knospen ansetzt.
Schneiden Sie die Verblühten rechtzeitig heraus, so kann die Zeitspanne der Blüte zusätzlich verlängert werden. Auch geht bei den modernen Rosensorten wie zum Beispiel der Englischen Rose die Züchtung dahin, eine über mehrere Monate dauernde Blütezeit zu erhalten.Nachdem die Blüte abgeblüht ist, sollte sie umgehend zurückgeschnitten werden, da sie ansonsten sehr viel Kraft für das Ausbilden der Samen benötigt und nicht mehr so reich blüht. Dazu schneidet man ungefähr zwei bis drei Augen unter der Blüte ab, damit sie dann an ebendieser Stelle wieder austreiben kann.
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