Eine Person schiebt einen orangefarbenen Rasenmäher über einen Rasen und erzeugt eine Staubwolke. Im Hintergrund befindet sich ein Zaun und ein Gehweg aus Pflastersteinen.

Eine Person schiebt einen orangefarbenen Rasenmäher über einen Rasen und erzeugt eine Staubwolke. Im Hintergrund befindet sich ein Zaun und ein Gehweg aus Pflastersteinen. © Ingrid Balabanova/shutterstock.com

Rasen vertikutieren: So geht's richtig

Im Frühling und im Herbst fahren die Vertikutierer wieder durch heimische Gärten. Ziel ist es, durch Anritzen der Grasnarbe Moos und Mulch zu entfernen. Der Boden kann wieder mehr Sauerstoff aufnehmen, der Rasen wird gesünder und schöner.

Die meisten Gartenbesitzer haben eine sehr genaue Vorstellung davon, wie ihr Rasen aussehen sollte: gleichmäßig, gepflegt und gesund. Um solch ein Ergebnis hinzubekommen, sollen Sie neben regelmäßigem Mähen auch Düngen und Vertikutieren. Aber Vorsicht: Gerade beim Rasen vertikutieren kann viel falsch gemacht werden, wird die Grasnarbe bei diesem Verfahren doch empfindlich verletzt.

Hinweise und Tipps

Gut zu wissen:

Vertikutieren Sie keinen jungen Rasen, Sie würden ihn nur zerstören. Zwei bis drei Jahre alt sollte er mindestens sein, bevor das erste Mal der Rasen-Vertikutierer ran darf!

Vertikutieren regt das Wachstum an

Es klingt paradox: Durch die gezielte Verletzung, nämlich den Schnitt des Gras- und Wurzelwerks, wird der Rasen zu verstärktem Wachstum angeregt. Ähnlich wie bei Bäumen oder Büschen. Wird beim Rasenvertikutieren selbst unachtsam gearbeitet oder ein mangelhafter Vertikutierer benutzt, kann dem Rasen aber auch Schaden zugefügt werden. Ebenfalls kontraproduktiv kann es werden, wenn Ihr Rasen von Unkräutern mit treibenden Ausläufern befallen ist – deren Wachstum wird durch das Vertikutieren nämlich ebenfalls angeregt.

Welche Geräte eignen sich fürs Vertikutieren?

Zur Auswahl stehen drei verschiedene Kategorien: Benziner, Elektro oder händisch betriebene Geräte. Welcher für Sie der Richtige ist, hängt in erster Linie von der zu bearbeitenden Fläche ab. Der Benziner hat noch einen Vorteil durch sein Gewicht, gerade bei etwas festeren Böden schneidet er dennoch zuverlässig tief in die Erde. Wenn Sie nicht sicher sind, können Sie ein Gerät auch versuchsweise im Baumarkt ausleihen. Oder Sie wählen grundsätzlich die Leihvariante. Immerhin wird nur ein bis zweimal pro Jahr der Rasen vertikutiert.

DIY: So vertikutieren Sie richtig

  • Die beste Zeit dafür ist im Frühjahr (Mitte April) und im Herbst (Anfang September)
  • Wichtig: Der Rasen muss trocken sein.
  • Mähen Sie den Rasen auf zwei bis vier Zentimeter runter
  • Stellen Sie Ihren Vertikutierer so ein, dass die Grasnarbe maximal drei Millimeter tief eingeritzt wird
  • Bleiben Sie beim Vertikutieren nicht stehen
  • Vertikutieren Sie nur in eine Richtung. Es sei denn, die Rasenfläche wurde mehrere Jahre nicht behandelt - dann besser einmal längs und dann quer, sodass ein Schachbrettmuster entsteht
  • Den gelockerten Rasenfilz nun gründlich abharken
  • Mögliche kahle Flächen sollten gleich neu eingesät werden
  • Idealerweise bestreuen Sie Ihren Rasen nach dem Vertikutieren mit einer gut zwei Zentimeter starken Schicht Bausand. Dadurch wird der Lufthaushalt des Bodens verbessert und die offene Fläche vor eventuell herumfliegenden Samen geschützt
  • Zuletzt bewässern Sie Ihren Rasen und gönnen ihm ein paar Wochen Regeneration

Noch ein Tipp zum Schluss: Ein qualitativ hochwertiger Vertikutierer kostet um die 200 Euro. Wem das für ein bis zwei Einsätze im Jahr zu viel ist, der kann auch ein Leihgerät aus dem Baumarkt holen und somit Geld sparen. Aber Achtung! Die Nachfrage ist jedes Jahr sehr groß. Denken Sie also früh genug an die Reservierung!

Redaktion
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