Gute Gartenerde für schönen Rasen: Die besten Tipps plus Kosten

© Dudarev Mikhail/shutterstock.com Rasen

Bei Gartenerde kommt es auf die richtige Mischung an: Je besser die Bodenbeschaffenheit, desto gleichmäßiger und resistenter der Rasen. Unsere Tipps werden Ihnen zum idealen Gartenboden verhelfen.

Gute Gartenerde hat eine krümelige Struktur, speichert genügend Wasser und ist gleichzeitig gut durchlüftet. Sie versorgt Pflanzen mit ausreichend Nährstoffen und lässt sich gut bearbeiten. Um zum Beispiel einen Rasen auf einer solch gesunden und fruchtbaren Gartenerde ansähen zu können, muss eine optimale Mischung aus Humus, Lehm, Ton und Sand vorliegen. Dies ist im eigenen Garten oft nicht der Fall und man muss etwas nachhelfen, damit der Boden die gewünschten Eigenschaften erhält.

Regeln für eine gesunde Gartenerde

Machen Sie sich zunächst einmal mit der Beschaffenheit Ihrer Gartenerde vertraut. Nur so können Sie sie richtig bearbeiten bzw. bepflanzen. Die Handprobe hilft bei der Bestimmung der Bodenart. Bevor Sie bepflanzen oder aussähen, sollten Sie die Gartenerde gut vorbereiten. Wie Sie die verschiedenen Bodenarten anreichern können:

  • Sandige Böden speichern wenig Wasser und sind gut durchlüftet. Verbessern Sie ihn, indem Sie jährlich im Frühjahr reifen Kompost einarbeiten.
  • Lehm- und  Tonböden speichern Wasser sehr gut, wodurch Staunässe und Luftmangel begünstigt wird. Auch hier sollten Sie reifen Kompost und/oder Quarzsand einarbeiten, damit sich die Bodenstruktur auflockert. Wenn möglich, mischen Sie auch Sand unter.

Wie wird Gartenerde lockerer?

Mithilfe von Gründüngung können Sie Gartenerde auflockern. Die "Düngung" bzw. der erhöhte Humusanteil ist hier allerdings nur ein Nebeneffekt. Es geht hierbei in erster Linie darum, Pflanzen anzusetzen, die den Boden auflockern. Gründüngungspflanzen, wie z. B. Gelbe Lupine, Rot-Klee, Ringelblume, Winter-Raps oder Sonnenblumen haben ein tiefreichendes Wurzelsystem, das selbst schwere, verdichtete Böden aufzulockern vermag. Weitere positive Nebeneffekte: Einige der Pflanzen sind natürliche Schädlingsbekämpfer (z. B. vertreiben Studentenblumen Fadenwürmer), während abgemähte und liegengelassene Pflanzen wie eine schützende Mulchschicht wirken und die nützlichen Regenwürmer anlocken.

Der perfekte Untergrund für schönen Rasen

Rasen ist im Hinblick auf den Boden nicht sonderlich anspruchsvoll, nichtsdestotrotz sollten einige Grundvoraussetzungen erfüllt sein, damit man mit Rasensaat als auch Roll- oder Fertigrasen schöne Ergebnisse erzielt. Gerade bei Neubaugrundstücken sollte man auf einen guten Mutterboden achten. Die ideale Bodenart für einen Rasen ist sandiger Lehmboden oder humoser, lehmiger Sandboden. Dementsprechend muss bei zu sandigem Boden organische Masse (Rindenhumus, humose Gartenerde, Kompost), bei lehmigen oder stark humosen Böden gewaschener kalkfreier Sand (z.B. Quarzsand) eingearbeitet werden. Aus angelieferter Erde müssen Unkraut und grobe Teile entfernt werden.

Wie den Boden für den Rasen vorbereiten?

Sollte Gartenerde - wie so oft - aufgrund großer Belastung stark verdichtet sein, ist eine maschinelle Untergrundlockerung, zum Beispiel Fräsen, notwendig. Vor der Bearbeitung mit der schweren Fräse sollte eventuell ein Geländeprofil angelegt werden, wobei besonderes Augenmerk auf den Abfluss von Regenwasser zu legen ist. Empfehlenswert ist ein leichtes Gefälle von ca. 2 Prozent zu angrenzenden Blumenbeeten hin bzw. ein Abfallen des Bodens von angrenzenden Mauern. Eine mehr als 15-prozentige Neigung sollte vermieden werden, vor allem um späteres Mähen nicht unnötig zu erschweren.

Zur Rasen-Vorbereitung müssen vorhandene Unkräuter entfernt werden, wobei große Pflanzen mit kompaktem Wurzelsystem (Brennnessel, Löwenzahn, Sauerampfer) mit einem Spaten ausgestochen werden können. Kleinere Unkräuter können nur mit einem Herbizid bekämpft werden, wofür allerdings bis zu vier Wochen zu veranschlagen sind. Vor dem Aufbringen der ca. 15 cm starken Rasentragschicht wird der Untergrund aufgelockert (mind. 20 cm tief) und mit einem Holzrechen oder Krail abgezogen und grob eingeebnet. Die Rasentragschicht wird mit einer Schubkarre verteilt, deren Raddruck mithilfe ausgelegter Bretter verteilt werden muss, damit sich der Boden nicht verdichtet. Um ein unregelmäßiges Setzen des Oberbodens zu vermeiden, sollte darauf geachtet werden, dass die Erde möglichst gleichmäßig verteilt wird. Ein aufrecht geführter Holzrechen ermöglicht das Ausgleichen entstandener Hügel und Täler. Anschließend wird mit parallel zum Boden verlaufender Zinkenstellung vorplaniert.

Wie wird der Rasen gleichmäßig?

Um eine völlig gleichmäßige Rasenfläche zu erhalten, müssen vor der Bodenverteilung Höhenmarkierungen gesetzt werden. Dazu werden kleine Pflöcke in den Boden geschlagen, an denen, ausgehend von einem zuvor festgelegten Nullpunkt, unter Berücksichtigung der Geländeneigungen mit einer Wasserwage die Höhen markiert werden. Besonders einfach geht dies mit einer Laser-Wasserwaage von Hand, die ab ca. 20 Euro erhältlich ist. Die Pfähle werden vor der Aussaat des Rasens wieder entfernt.

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Die Anschlüsse der Grasnarbe an Wege, Gartenabgrenzungen, Schachtabdeckungen, versenkbare Beregnungsanlagen etc. müssen so gestaltet werden, dass die Messer des Rasenmähers später nicht dagegenschlagen. Dazu muss der Untergrund - bei einer späteren Schnitthöhe von mindestens 3-5 cm - die Hindernisse um 2-3 cm überragen.

Denken Sie an Hindernisse!

Die Anschlüsse der Grasnarbe an Wege, Gartenabgrenzungen, Schachtabdeckungen, versenkbare Beregnungsanlagen etc. müssen so gestaltet werden, dass die Messer des Rasenmähers später nicht dagegenschlagen. Dazu muss der Untergrund- bei einer späteren Schnitthöhe von mindestens drei bis fünf Zentimeter- die Hindernisse um zwei bis drei Zentimeter überragen.

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Heike G., Bezirk Wien, Innere Stadt
Wieviel cm Erde sollte unter dem Rasen sein ??
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Herbert G., Bezirk Neusiedl am See
Beim Anlegen unseres Rasens hatte ich es mit einem Boden zu tun,der wirklich eine betonähnliche Konsistenz aufwies.Um den Boden zu verbessern,habe ich ca. 25 c ...

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Franz J., Bezirk Wien, Innere Stadt
wenn der Untergrund Stein ist wie dick muß die Humusschicht sein
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Datum: 14.08.2019
Kompetenz: Garten und Zaun

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