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Aus Gartenhaus wird Gästehaus. Die besten Tipps

Die Funktion eines Gartenhauses muss nicht unbedingt auf die Aufbewahrung von Werkzeug beschränkt sein. Ein Gartenhaus kann für so vielseitige Zwecke genutzt werden. Von der Man-Cave, über die She-Shed bis hin zum Yogaraum ist alles möglich.

Wer handwerklich begabt ist, kann sein Gartenhaus nach seinen individuellen Bedürfnissen entwerfen und gleich selber bauen. Für handwerklich weniger versierte Menschen oder Gartenbesitzer mit wenig Zeit gibt es ein sehr breites Angebot an Fertighäusern. Die Preise können dabei sehr stark variieren: Von unter 1.000 Euro bis hin zu 20.000 Euro gibt es hier alles. Unser Tipp: Vergleichen Sie die Preise verschiedener Anbieter auf Vergleichsportalen wie LadenZeile.de.

Die Anschaffung oder die Umgestaltung eines Gartenhauses in einen Raum mit Schlafgelegenheit für Gäste ist eine beliebte und häufige Möglichkeit für Gartenhäuschen. Wer viele Verwandte und Freunde hat, die weit entfernt leben, weiß einen Raum mit zusätzlichen Schlafmöglichkeiten sehr zu schätzen. So kann man sich auch mal in größerer Runde zusammen finden und keiner der eingeladenen Gäste muss auf Hotel oder Zeltplatz ausweichen. Außerdem bietet ein kleines Häuschen die Möglichkeit, sich auch mal zurück zu ziehen. Da der Platz in einem Gartenhaus meist sehr begrenzt ist, sind Kreativität und Einfallsreichtum bei der Einrichtung gefragt. Hier ein paar Tipps zur Gestaltung:

Schlafplatz

Das Bett ist das größte Möbelstück in einem Gäste-Gartenhaus. Der Platz, den es einnimmt, sollte daher nicht verschenkt werden. Betten mit Bettkästen und Schubladen bieten sehr viel Stauraum. Wer ein Gartenhaus mit hohen Decken besitzt, könnte einen Schlafboden in das Haus einbauen. Das Gartenhaus hat niedrige Decken? Dann sollte man sich auch an eher niedrige Möbel halten. Sie schaffen die Illusion einer größeren Deckenhöhe. Eine Tatami im japanischen Stil kann hier eine elegante Lösung sein. Tatamis bestehen aus Reisstroh und Flatterbinse. Zum Schlafen wird ein Futon auf die Tatamimatte ausgebreitet. Am Tag wird die Futon Matratze zusammengerollt und die Tatami dient als Sitzgelegenheit.

Ordnung...

... ist wichtig. Das gilt insbesondere für kleine Räume. Denn Ordnung schafft Ruhe. Dank Marie Kondo ist Aufräumen zu einem Trend avanciert. Die japanische Buchautorin und Aufräumberaterin hat einen Besteller zu diesem Thema geschrieben. Ihr Buch „Magic Cleaning“ wurde in 13 Sprachen übersetzt und Netflix hat Anfang 2019 die Serie "Aufräumen mit Marie Kondo" herausgebracht. Kein Wunder, denn Aufräumen und Ausmisten wirken sich positiv auf unser Wohlbefinden aus und ordnen auf wundersame Weise auch unsere Gedanken.

Minimalismus ist das Stichwort. Überlegen Sie sich gut, mit welchen Gegenständen sie Ihr Gästehaus bestücken möchten und beschränken Sie sich auf das notwendigste. Kleine Räume wirken größer, wenn man auf Minimalismus setzt. Schließlich soll Ihr Raum eine Wohlfühloase werden und keine Rumpelkammer.

Möbel und Aufbewahrung

Eine der Voraussetzungen für Ordnung ist genügend Stauraum. Ideal eignen sich multifunktionale Möbel, an der Wand montierte ausklappbare Tische, zusammenfaltbare Stühle und mobile Möbel auf Rollen zum Beispiel. Bei Schränken und Regalen immer in die Höhe denken! Sie können mit der Decke des Raumes abschließen und so genügend Stauraum bieten. Glasflächenfronten verleihen den Schränken Leichtigkeit. Auf allzu viele Schnörkel oder verspielte Details sollte verzichtet werden, denn schnell sieht ein kleiner Raum überladen und unordentlich aus.

Die richtige Farbe reinbringen

Halten Sie sich bei der Farbwahl an helle Töne. Weiß, Creme oder zarte Grautöne wirken nicht nur unaufgeregt und edel, sondern sorgen für eine optische Vergrößerung. Diese können um einige gedämpfte, stimmungsvolle Farbakzente ergänzt werden. Beschränken Sie sich aber auf maximal zwei zusätzlich Farbtöne, damit sich Ihr Gästeraum so entspannt wie möglich anfühlt. Helle Hölzer, wie Birke, Buche oder Ahorn unterstützen diesen Effekt. Von Mustern und knalligen Farben sollte besser Abstand genommen werden, da sie in kleinen Räumen unruhig wirken.

Je heller, desto größer

Sorgen Sie für genügend natürliches Licht, denn helle Räume wirken größer. Seitlich einfallendes Licht wirft Schatten, verleiht dem Raum Tiefe und sorgt für ein stimmungsvolles Ambiente. Wer seinen Gästen ein romantisches Erlebnis gönnen möchte, kann ein Dachfenster einbauen. So kann man vor dem Schlafen den Sternenhimmel beobachten.

Hängelampen nehmen im Gegensatz zu Stehlampen keinen Platz auf dem Boden ein. Sie können so angebracht werden, dass jede Ecke des Raumes ausgeleuchtet wird. Papierschirme zaubern ein besonders sanftes Leuchten und sind nachhaltig. Eine weitere Idee: Lichterketten. Sie schaffen Gemütlichkeit und können zum Beispiel am Fenster- oder Türrahmen angebracht werden. Als zusätzliche Lichterquelle kann man LED-Beleuchtung an Schränken oder anderen Möbeln anbringen. Auch Spiegel lassen Räume größer wirken, reflektieren das Licht und eignen sich daher als Accessoires für die Inneneinrichtung bei kleinen Räumen.

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Außenbereich gestalten

Eine kleine Terrasse und/oder ein Vordach erweitern nicht nur die Nutzfläche des Hauses, sondern lassen es auch einladender wirken. Ein Schaukelstuhl oder eine Hängematte sorgen für entspannte Stunden. Im Gegensatz zum Innenbereich kann man für die Außenfassade des Gartenhäuschens ruhig kräftige Farben verwenden. Ein sattes mediterranes Türkis oder ein skandinavisches Rot vertragen sich zum Beispiel sehr gut mit gedeckten Grautönen im Innenbereich.

Persönliche Note reinbringen

Lassen Sie sich Zeit, um sich das Gesamtkonzept zu überlegen, die passenden Möbel zu wählen und die Farben auszusuchen. Richten Sie das Haus Schritt für Schritt ein. Sehr gut kann man auch Möbel aus zweiter Hand verwenden oder ausrangierte Möbel upcyceln. So wird aus Ihrem Gästehäuschen ein Raum mit einem stimmigen Konzept und Ihre Gäste werden sich rundum wohlfühlen

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Datum: 27.06.2019
Kompetenz: Garten und Zaun