Nachhaltig, smart und grün: Die Gartentrends des Jahres
Das Jahr 2025 steht ganz im Zeichen des nachhaltigen Gärtnerns. Wir sagen Ihnen, worauf Sie in der kommenden Gartensaison nicht verzichten sollten.
Viel Biodiversität, nachhaltige Technik und eine ganze Menge Entspannung: Im kommenden Gartenjahr wird schlau geplant und an den richtigen Stellen entschleunigt. Von der Auswahl des Saatguts über die smarte Gartenbewässerung bis hin zu wiederverwertbaren Materialien und recycelten Stoffen: Lassen Sie sich inspirieren!
Rosa und Pink sind im Kommen. Ob knallig oder in sanften Pastelltönen: Diese Farben sollten 2025 in Ihrem Garten nicht fehlen. Color Blocking im Pflanzenbeet sorgt dabei für frische und moderne Kontraste.
Die Natur im Fokus
Nachhaltigkeit bleibt ein zentrales Thema in der Gartenplanung. Das gilt nicht nur für die Auswahl der passenden Pflanzen und Töpfe: Auch bei der Auswahl der Gartenmöbel sind natürliche Materialien und recycelte Textilien stark im Kommen. Einwegplastik ist out – im Trend liegen hingegen umweltfreundlichere Materialien wie Aluminium, Stahl, Kork, Bambus, wiederverwertetes Holz oder recycelte Kunststoffe. Öko bedeutet dabei längst nicht mehr langweilig: Moderne Sitzmöbel und Pflanzentöpfe sind nicht nur umweltfreundlich, sondern sehen auch gut aus. Besonders angesagt sind organische Formen mit natürlicher Farbgebung – angenehme Brauntöne fügen sich nahtlos in die Umgebung ein, während einzelne Deko-Elemente wie Sitzpolster Ihre Gartenoase visuell auflockern. Mit naturbelassenen Materialien wie Holz und Stein können Sie weitere stilvolle Highlights setzen und ein harmonisches und authentisches Ambiente schaffen, das zum Verweilen einlädt.
Neonpink gestrichene Garten-Holzbank mit zwei Zierkissen steht vor lila Rhododendronsträuchern und einer saftig grünen Hecke. © liatris/stock.adobe.com
Ob Igel, Marienkäfer oder Regenwurm: Tierische Gäste sind ein Zeichen für einen gesunden Garten! Anstatt Zier- und Nutzpflanzen mit der Chemiekeule zu behandeln, können Sie die Pflege Ihres Gartens auch einfach den kleinen Nützlingenüberlassen. Sie fressen Schädlinge wie Schnecken und Milben einfach auf, bestäuben Pflanzen und lockern den Boden auf.
Mehr Vielfalt im eigenen Garten
Sterile Gärten und pollenlose Zierpflanzen? Die Zeiten, in denen ein Garten so akkurat wie möglich sein musste, um als gepflegt zu gelten, sind längst vorbei. Heute gilt: Biodiversität, bitte! Je mehr bienenfreundliche Pflanzen, Nützlinge und Saatgut aus der Region, desto besser. Wild- und Bestäuberpflanzen, heimisches Obst und Gemüse sowie Waldgärten, bei denen Bäume, Sträucher und mehrjährige Gewächse im Fokus stehen, sind auf dem Vormarsch. Robuste Pflanzenarten wie Lavendel, Margeriten oder Kornblumen, sowie alte, resiliente Obst- und Gemüsesorten wie Äpfel, Birnen, Pflaumen, Mispeln, Karotten, Rüben oder Grünkohl fördern nicht nur die Artenvielfalt, sondern machen den Garten gegen Klimaveränderungen wie Starkregen und Hitzewellen resistent.
Gartenpflege auf Knopfdruck
Die Digitalisierung macht auch vor dem Garten nicht halt. Smarte Technologien ermöglichen die Steuerung von Bewässerung, der Rasenpflege und sogar von ganzen Gewächshäusern per Smartphone. Besonders im Trend liegen automatisierte Bewässerungssysteme, die Wasser gezielt und effizient dort einsetzen, wo es gebraucht wird. Vorbei ist es mit unbeabsichtigter Überwässerung: Mit dieser fortschrittlichen Technik können Sie unterschiedliche Gießzeiten und die Gießdauer frei nach den Bedürfnissen der jeweiligen Pflanzen einstellen, zwischen verschiedenen Zyklen auswählen und Bewässerungszonen im Garten festlegen. Über eingebaute Sensoren liefern die Systeme Echtzeitdaten direkt an Ihr Smartphone und erlauben es Ihnen, auf unerwartete Veränderungen sofort und per Knopfdruck zu reagieren. So können Sie sogar ganz entspannt in den Urlaub fahren, ohne sich den Kopf über den Garten zu zerbrechen!
Gartenparty: 2 junge Frauen in sommerlichen Outfits stehen vor vollem Tisch und stoßen mit einem Weinglas an, im Hintergrund sitzt ein Mann in der Hängematte und unterhält sich mit einem anderen jungen Mann, der auf Holzschemel sitzt. © rh2010/stock.adobe.com
Trend: Slow Life Garden
Sie fühlen sich gestresst und haben es satt, ständig online und erreichbar zu sein? Dann bietet der Slow Life Garden die perfekte Auszeit. Denn: Unser hektischer Alltag verlangt nach Oasen der Ruhe. Slow Life Gärten bieten genau das – Orte der Entschleunigung, an denen man die Seele baumeln lassen kann. Diese Gärten zeichnen sich durch eine natürliche Gestaltung aus: Heimische Pflanzen, die ungestört vor sich hinwachsen, das friedliche Summen von Bestäubern, plätscherndes Wasser durch einen kleinen Gartenbrunnen oder Wasserlauf und dazwischen ein gemütlicher Liegestuhl mit einem Sonnenschirm und einem guten Buch. In Kombination mit smarten Gartenlösungen können Sie sich hier ganz entspannt zurücklehnen und Ihre grüne Oase in vollen Zügen genießen.
Der Garten als Wellnessrefugium
Passend zum Slow Garden Living steht das Jahr 2025 ganz im Zeichen der Entspannung. Dazu darf auch ein gut ausgestatteter Wellnessbereich nicht fehlen. Zuerst eine Runde schwitzen in der solarbetriebenen Gartensauna – dann ab unter die frei stehende Regenwasserdusche, und schon erwachen die Lebensgeister! Die Nachhaltigkeit bleibt allerdings auch hier im Vordergrund. So tritt zum Beispiel der natürliche Schwimmteich anstelle des traditionellen Swimmingpools. Wer nicht auf den Komfort eines Whirlpools verzichten möchte, kann auf eine mit Wärmepumpe betriebene Variante zurückgreifen. Mit Solarleuchten sorgen Sie in Ihrem privaten Wellnessbereich für das passende Ambiente.
Selbstversorgergärten als Nonplusultra 2025
Auch im kommenden Gartenjahr hält das Interesse an Selbstversorgergärten mit frischem Obst, Gemüse und Kräutern weiter an. Der Anbau wird durch Hochbeete und sogenanntes Vertical Gardening erleichtert, bei dem Pflanzen vertikal und mehrstöckig übereinander angebracht werden. Besonders geeignet dafür sind verschiedene Kräuter, aber auch Salate, Zwergtomaten, Rankgurken, Erbsen, Bohnen und Erdbeeren. Diese Techniken maximieren den Raum und machen es selbst auf kleinen Flächen möglich, eine reiche Ernte zu erzielen. Bei hydroponischen Pflanztürmen ist die Bewässerung sogar automatisiert – also maximaler Ertrag bei minimalem Aufwand!
Terassentisch aus Holz mit Kaffeetasse und Bank im Hintergrund. Junge Frau sitzt an Laptop und arbeitet. © Lukas-Gojda/stock.adobe.com
Der Garten als Küche und Office
Das Konzept des Outdoor Livings ist schon seit einigen Jahren im Kommen. Auch 2025 heißt es: Raus in den Garten! Dabei wird nicht nur das Wohnzimmer ins Freie erweitert: Outdoor Küchen mit großen Grillbereichen und praktische Garden Offices ermöglichen das Kochen und Arbeiten in der frischen Luft. Wer sein Büro permanent nach draußen verlagern will, kann dies zum Beispiel mit einem gut gedämmten modularen Gartenhaus tun. Diese Erweiterung des Wohnraums bietet mehr flexible Nutzungsmöglichkeiten für das Grundstück – und hilft dabei, Arbeitsbereiche von Wohnbereichen zu trennen, was für mehr Entspannung im Alltag sorgt.
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