Welchen Garten wollen Sie?

Neben Standort und landschaftlicher Beschaffenheit, Größe und Bestand ist es vor allem die eigene Vorstellung davon, was ein Garten bieten und können soll, die das Resultat bestimmen.

Die beste Zeit, um seinen neuen Garten zu planen, ist der Herbst beziehungsweise der Winter. Nutzen Sie die ruhige Zeit, um dann, sobald der Frühling erwacht und es die Wetterbedingungen zulassen, sofort mit den Arbeiten beginnen zu können.

Robert Kneschke/shutterstock.com © Robert Kneschke/shutterstock.com

"Mein Garten ist mein Freizeitmekka. Ich habe eine große Familie, jeder soll sich wohlfühlen!"

Familien- und Freizeitgarten - so könnte man den von Ihnen favorisierten Gartentyp beschreiben. Sie haben durchaus Muse und Geschick, Arbeit in Ihre Grünfläche zu investieren und möchten - außer Erholung und Spaß - auch etwas mehr davon haben. Ein kleines Hochbeet mit Salat, Kohlrabi und Zucchini bestückt, ein paar Himbeer- und Ribiselsträucher am Zaun, die Tomaten in Kübeln an der Hausmauer und eine kleine Kräuterschnecke für die Würze im Essen reichen Ihnen aber. Ansonsten geht es für Sie um Freizeitgestaltung zu Hause.

 

Der Pool oder Badeteich darf ebenso wenig fehlen wie das Klettergerüst mit Schaukel und Rutsche für die Kleinen. Es ist viel Platz vorhanden und auch kein Problem, wenn mal ordentlich dem runden Leder nachgejagt wird. Grillen gehört zu Ihren Hauptbeschäftigungen in der warmen Jahreszeit und gemütliche Sitzgelegenheiten (auch Ausklappbares, falls mehr Gäste kommen als angekündigt) sollen den zahlreichen Freunden genügend Platz bieten.

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"Ich will den Garten nutzen, er soll mir was bringen"

Mit zurechtgestutzten Buchsbäumchen und zarten Rosenranken können Sie nicht allzuviel anfangen, diese nehmen maximal einen klitzekleinen Bereich in Ihrem Garten ein. Wenn schon Verzierung, dann mit Kapuzinerkresse oder Wein, der sich über Holzballustraden oder Säulen schlängelt und angenehmen Schatten spendet. Sie brauchen keinen modernen Pool, lieber ist Ihnen das eigene Gewächshaus. Sie sind der Nutzgärtner, Sie wollen setzen, säen, jäten und schließlich die Früchte Ihrer Arbeit ernten.

Pro & Contra

Das Gute daran: Ihr Garten ist Ihr Versorger, Sie lernen die Natur und ihren Jahreskreislauf kennen, werden quasi eins mit Ihrer Umwelt. Die Nachteile: Ein Nutzgarten bringt viel Arbeit mit sich, lediglich die paar Wochen im Winter sind wirklich Ruhephase. Um gute Ernten einzufahren und die Pflanzen entsprechend professionell zu behandeln und zu pflegen, bedarf es Informationen, die Sie sich aneignen sollten - Zeitaufwand inklusive.

 
 
Kitja-Kitja/shutterstock.com © Kitja-Kitja/shutterstock.com

"Ich will so viel Natur und so wenig Arbeit wie möglich, gerade in meinem Garten"

Dann gehören Sie zu den Naturgartenliebhabern. Hier ist Entfaltung von Flora und Fauna möglich, trotzdem ist ein moderner Naturgarten nicht wild und schon gar nicht verwildert. Nur ziehen Sie die bunte, wohlduftende Blumenwiese dem englischen Rasen vor, und Insekten, Schmetterlinge, Vögel und Co sind gern gesehene Gäste in Ihrem grünen Refugium. In erster Linie möchten Sie Ihr ganz persönliches Stück Natur genießen - und nicht bearbeiten. Da kommt es ganz gelegen, dass ein Naturgarten auch nur einige Male im Jahr gemäht werden muss.

Pro & Contra

Die Vorteile: Der Naturgarten ist pflegeleicht, es gibt kaum Schädlinge, da die Natur mit ihren Nützlingen das ganz von selbst regeln darf. Dieser Garten ist ein spannender Bereich gerade für Ihre Kinder und/oder Haustiere. Die Nachteile: Wer es clean, geradlinig und puristisch mag, ist mit dem Naturgarten nicht gut bedient. Hier ist immer was los und es summt, piekst und schwirrt auch mal.

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"Ich will es verspielt und romantisch, möchte lustwandeln durch mein Paradies"

Sie gehören ohne Zweifel zu den Gartenromantikern. Wunderbar üppige Rosenbögen, verspielte Lauben, schattige Sitzplätzchen unter der Linde und ein verschnörkelter Feinkiesweg, der Sie durch Ihr romantisches Gartenparadies führt. So sieht er aus, Ihr perfekter Garten. Auf duftende Blumen und liebevoll arrangierte Deko-Accessoires wollen Sie genauso wenig verzichten, wie auf ein kleines Wasserspiel oder den schmiedeeisernen Pavillon.

Pro & Contra

Ihr Garten ist eine wahre Ruheoase, perfekt unterteilt in lauschige Ecken und duftende Freiräume. Die zahlreichen Blumen beheimaten noch mehr Schmetterlinge und Bienen, die Natur kommt also beileibe nicht zu kurz. Und Ihrer Fantasie beim Dekorieren und Gestalten sind keinerlei Grenzen gesetzt. Die Nachteile: Gerade die in einem Romantikgarten unverzichtbaren Rosen beanspruchen viel Pflege. Und bei aller Romantik - Wildwuchs hat in diesem Gartentyp keinen Platz, nur zuücklehnen und flanieren geht also nicht.

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Datum: 01.06.2016

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