Wieder nicht gut geschlafen?
Guter Schlaf hat einen immensen Einfluss auf unseren Organismus und trägt wesentlich bei zur Ausgeglichenheit und Kraft des Menschen. Hier die besten Tipps für einen guten Schlaf.
Stress im Job und Alltag, ununterbrochene Erreichbarkeit und der steigende Druck, in unserer Gesellschaft zu bestehen, zollen ihren Tribut. Burn-out, Depressionen und starke Schlafstörungen sind die Folge. Für einen erholsamen Schlaf ist es wichtig, abzuschalten. Wir haben die besten Tipps für Sie, damit das Schäfchen zählen ein Ende hat.
Bauliche Vorkehrungen
Damit Sie dem bodennahen, belastenden Staubwirbel entgehen, sollte die Liegehöhe Ihres Bettes bei mindestens 48 bis 50 Zentimetern liegen. Die Mindestlänge der Bettstatt sollte Ihre Körpergröße plus 20 Zentimeter, die Mindestbreite 90 bis 100 Zentimeter ausmachen. Wechseln Sie mindestens alle zehn Jahre Ihre Matratze. Immerhin verdampft der menschliche Körper innerhalb dieser Zeit im Schlaf ca. 2.700 Liter Flüssigkeit, und die Matratze wurde rund 20.000 mechanischen Belastungen ausgesetzt.
Hinweise und Tipps
Weitere Tipps:
Entscheiden Sie sich für ein ergonomisches Mehrzonen-Schlafsystem, das Ihre Wirbelsäule entlastet. Zu bevorzugen sind übrigens auch Bettzeug und Schlafgewand aus Naturfasern. Sie nehmen im Gegensatz zu vielen synthetischen Materialien den Schweiß auf und halten den Körper trocken.
Was ist Schlafhygiene und wie hilft sie?
Immer, wenn es um Schlafprobleme geht, ist das Schlagwort Schlafhygiene nicht weit. Doch was ist damit überhaupt gemeint? Der Begriff Schlafhygiene umfasst sämtliche Verhaltensweisen und Gewohnheiten, die zu einem gesunden und erholsamen Schlaf beitragen. Dazu zählen eine entsprechende Gestaltung des Schlafbereiches, der richtige Umgang mit Stress, die Ernährung und der Tagesablauf, also auch die Aufsteh- und Zubettgehzeiten. Eine gute Schlafhygiene soll im besten Fall dazu führen, die Qualität und Dauer des Schlafes zu optimieren, um so die physische und mentale Gesundheit zu fördern.
Hinweise und Tipps
Tipp:
Führen Sie ein Schlaftagebuch über mindestens ein bis zwei Wochen (Schlafdauer, psychische, körperliche Beschwerden, Tagesbefinden). Das kann im Falle einer Diagnosestellung sehr hilfreich sein.
So verbessern Sie Ihre Schlafhygiene
- Essen Sie nichts Schweres am Abend und trinken Sie auch keine belebenden Getränke wie Kaffee oder schwarzen Tee. Auch Sport sollte ab circa vier bis sechs Stunden vor dem Schlafengehen nicht mehr betrieben werden. Legen Sie sich erst hin, wenn Sie wirklich einen starken Schlafdruck verspüren und versuchen Sie, jeden Morgen um die gleiche Zeit aufzustehen.
- Sorgen Sie für die richtige Einschlaf-Temperatur im Schlafzimmer. Zu viel oder zu wenig Wärme "irritiert" den Kreislauf. Die ideale Raumtemperatur beträgt 14 bis 18° C bei 50 % Luftfeuchtigkeit. Ganz wichtig ist auch der Sauerstoff. Lüften Sie vor dem Schlafengehen den Raum gut durch, vermeiden Sie jedoch ständige Zugluft.
- Auch ist es wichtig, im Schlafzimmer keine Probleme zu wälzen! Wenn Sie nach einer halben Stunde noch nicht eingeschlafen sind, und die Räder im Kopf nicht aufhören, sich zu drehen, dann stehen Sie auf und "bearbeiten" Sie die Probleme in der Küche oder im Wohnzimmer.
- Arbeiten Sie nicht gegen Ihre innere Uhr! Gehen Sie möglichst immer zu etwa der gleichen Zeit schlafen. Drehen Sie Lichter, das Radio und den Fernseher ab. Dunkelheit und Ruhe sind die Basis entspannten Schlafens.
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Haben Sie eine echte Schlafstörung? Die Checkliste
Zwischen "Ich schlafe schlecht" und "Ich habe eine echte Schlafstörung"ist ein beträchtlicher Unterschied. Ob Sie an einer pathologischen Schlafstörung leiden, verrät Ihnen diese Checkliste. Die Liste orientiert sich an medizinischen Diagnosekriterien, dient aber nur als erste Orientierung. Wenn mehrere Punkte auf Sie zutreffen und die Schlafstörung Sie deutlich belastet oder Ihren Alltag stört, sollten Sie unbedingt professionelle Hilfe suchen. Nur ein Arzt oder eine Ärztin kann eine pathologische Schlafstörung diagnostizieren, organische und/oder psychische Ursachen ausschließen und eine individuell passende Behandlung empfehlen. Was trifft auf Sie zu?
| [ ] Ich habe mindestens dreimal die Woche seit mindestens einem Monat erhebliche Schwierigkeiten
[ ] Meine Schlafprobleme verursachen einen deutlichen Leidensdruck oder beeinflussen meinen Alltag negativ, etwa bei der Konzentrationsfähigkeit, Leistungsfähigkeit, Stimmung oder in meinen sozialen Beziehungen. [ ] Meine Schlafprobleme beschäftigen mich auch tagsüber(z. B. Grübeln, Sorgen über Konsequenzen, Angst, Ärger). [ ] Ich leide wissentlich an keiner anderen körperlichen oder psychischen Erkrankung, die meine Schlafprobleme erklärt (z. B. Depression, Angst, chronische Schmerzen, akute Atemwegserkrankungen). [ ] Ich nehme keine Substanzen (z. B. Medikamente, Alkohol, Koffein), die die Schlafstörung allein verursachen könnten. [ ] Ich habe bereits versucht, die Schlafprobleme durch Verhaltensanpassungen (z. B. Schlafhygiene) zu bessern, ohne ausreichenden Erfolg. [ ] Ich schnarche stark in der Nacht. [ ] Ich habe nächtliche Atemaussetzer. [ ] Ich bin unruhig, muss meine Beine dauernd bewegen, was mich am Einschlafen und Durchschlafen hindert. [ ] Ich kenne nächtliche Panikattacken. |
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Studien zeigen: wer sich ausreichend bewegt, hat ein stärkeres Schlafbedürfnis und verlängert seine Tiefschlafphasen. Wichtig ist nur, nicht spätabends noch zu powern, weil sonst der Körper auf Aktivität umschaltet! Die beste Zeit für sportliche Aktivitäten: 15 bis 16 Uhr.
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Naturgeräusche bauen nachweislich Stresshormone ab. Unser Unterbewusstsein reagiert mit tiefer Entspannung auf anhaltendes Vogelgezwitscher, plätscherndes Wasser, säuselnden Wind und Walgesänge. Zahlreiche CDs mit eben diesen Natursounds gibt es im Handel zu kaufen.
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Einen der wirksamsten Schlafcocktails servieren die Hormone nach dem Liebesspiel. Nach dem Höhepunkt schießen große Mengen Prolaktin ins Blut. Das Hormon hemmt die Wirkung des Botenstoffes Dopamin, der mit sexueller Erregung in Verbindung steht.
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Tee, Tropfen, Kapseln aus Baldrian, Hopfen, Melisse, Passionsblumen-Kraut oder Johanniskraut beruhigen, Aromaöle von Geranium, Kampfer, Neroli, Sandelholz und Lavendel wirken entspannend.
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Der Uralttipp schlechthin: Milch mit Honig. Milch enthält den Eiweißbaustein L-Tryptophan. Dieser wird in den Gehirnbotenstoff Serotonin umgewandelt, welcher zuständig für den Schlaf ist. Honig (Kohlenhydrate) fördert die Insulin-Ausschüttung; dies trägt dazu bei, dass im Gehirn genügend Serotonin gebildet wird.
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