Drei Farbproben und ein runder Holzuntersetzer liegen auf einem grünen Stoff Untergrund. Links oben befindet sich ein braunes getrocknetes Blatt, während oben rechts zwei Blumenblätter sichtbar sind.

Drei Farbproben und ein runder Holzuntersetzer liegen auf einem grünen Stoff Untergrund. Links oben befindet sich ein braunes getrocknetes Blatt, während oben rechts zwei Blumenblätter sichtbar sind. © Jodie Johnson/shutterstock.com

Die wichtigsten Holzwerkstoffe im Überblick

Vollholz, Pressspan, OSB oder MDF – je nach Verarbeitung werden aus Holz ganz verschiedene Werkstoffe. Finden Sie hier einen Überblick über die wichtigsten Holzwerkstoffe und ihre Eigenschaften.

Holz ist ein wunderbarer Werkstoff. Doch Holz ist nicht gleich Holz. Durch unterschiedliche Weiterverarbeitungsmethoden kommen letztlich verschiedene Produkte heraus. Mit ganz speziellen Eigenschaften und zu jeweiligen Preiskonditionen. Wir erklären Ihnen die gängigsten Holzwerkstoffe.

Holzbretter mit sichtbarer Maserung sind parallel zueinander angeordnet, bilden eine Oberfläche in einer Innen- oder Außenumgebung.

Holzbretter mit sichtbarer Maserung sind parallel zueinander angeordnet, bilden eine Oberfläche in einer Innen- oder Außenumgebung. © Reinhold Leitner /shutterstock.com

Hinweise und Tipps

Gut zu wissen:

Vollholz bedeutet nicht unbedingt aus einem Stück. Auch verklebte Holzleisten zählen laut Werkstoffkunde zum Vollholz.

Vollholz

Holz in seiner ursprünglichen Form. Ob als Brett, Möbelstück oder Dielenboden. Für welche Holzart Sie sich entscheiden, bleibt natürlich Ihrem Geschmack überlassen. Neben ihrer Farbe unterscheiden sich die Baumarten auch in ihrer Härte und somit Widerstandsfähigkeit. Nicht alle Holzarten eignen sich beispielsweise für den Außenbereich (Buche oder Fichte sind sehr witterungsanfällig), wieder andere sind sehr exklusiv und entsprechend teuer, wie Kirsche, Walnuss oder das Tropenholz Mahagoni.

Vollholz lässt sich in vielen Variationen verarbeiten. Denken Sie nur mal an Schnitzereien, Verzierungen oder Drechselarbeiten. Vollholz im Innenbereich kann sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken, sofern es chemisch unbehandelt ist und einzig mit Naturöl oder -wachs bearbeitet wurde.

Holzplatten liegen gestapelt übereinander in einem gut beleuchteten Innenraum.

Holzplatten liegen gestapelt übereinander in einem gut beleuchteten Innenraum. © Stock image/shutterstock.com

Hinweise und Tipps

Tipp:

Bei allen verklebten Holzwerkstoffen wird Leim verwendet - dieser kann unter Umständen gesundheitsbeieinträchtigend sein. Achten Sie beim Kauf auf entsprechende Gütesiegel oder fragen Sie die FachberaterInnen!

Furnierholz

Der Unterschied zwischen verklebtem Vollholz und Furnierholz liegt letztlich in der Dicke der verarbeiteten Holzschichten. Eine einzelne Furnierschicht ist nur wenige Millimeter dick. Das bekannteste Furnierholz ist (Furnier)Sperrholz, bei dem die jeweiligen Schichten kreuzweise verleimt werden. Beim Furnierschichtholz werden die Schichten im Faserverlauf parallel liegend verleimt, was bedeutet, dass die Festigkeit stark richtungsabhängig ist.

Furnierholz hat den Vorteil, dass es von der Anmutung und Haptik sehr nah an Vollholz herankommt, durch die Verarbeitung aber kostenfreundlicher ist. Dank dieser (Vor-)verarbeitung lässt sich der Werkstoff sehr leicht weiterverarbeiten. Das kommt vor allem dem Möbel- und Innenausbau zugute. Spezielle Pressen können das Furnierholz zudem gleich in gewünschte Formen bringen.

Holzplatten sind gestapelt ohne sichtbare Textaufschriften in einem industriellen Lager oder Werkstatt.

Holzplatten sind gestapelt ohne sichtbare Textaufschriften in einem industriellen Lager oder Werkstatt. © vlaru/shutterstock.com

Spanplatten

Sie sind von allen Holzwerkstoffen mittlerweile die verbreitetsten. Grundsätzlich ist diese Erfindung ganz im Sinne der Nachhaltigkeit - denn wärhend Anfang des 20. Jahrhunderts nur etwa 40 Prozent eines gefällten Baumes verwertet wurden, liegt die Baumverwertung dank Spanplatten, die in erster Linie aus Holzabfällen bestehen, heute bei 80 Prozent. Die äußeren beiden Schichten können aus Gründen der Optik mit dünnem Furnier überzogen sein, was letztlich eine Vielzahl an Variationsmöglichkeiten zulässt. Kein Wunder also, dass der größte Teil unseres Interieurs aus diesem Werkstoff besteht. Durch die aufgehobene Faserrichtung können Spanplatten gleichsam der Länge und der Breite nach verarbeitet werden - das freut die Industrie. Allerdings ist die Grundfestigkeit im Gegensatz zum Vollholz auch geringer, worunter die Langlebigkeit leidet.

Holzpartikel sind zufällig verstreut auf einer Oberfläche. Keine Textur oder Muster; erscheint als grobe Holzwerkstoffplatte in Nahaufnahme. Die Umgebung ist neutral ohne erkennbare Zusatzgegenstände.

Holzpartikel sind zufällig verstreut auf einer Oberfläche. Keine Textur oder Muster; erscheint als grobe Holzwerkstoffplatte in Nahaufnahme. Die Umgebung ist neutral ohne erkennbare Zusatzgegenstände. © ArtMari/shutterstock.com

Grobspanplatte (OSB)

Wie der Name schon sagt, werden bei diesem Werkstoff grobe Späne zu Platten verleimt. Dies verleiht den Holzplatten eine ganz eigene Optik – vor allem, da ihre äußeren Schichten nicht mit einem speziellen Furnier verkleidet werden. Dank der groben Späne liegt die Biegefestigkeit bei OSB-Platten auch deutlich höher, als bei herkömmlichem Pressspan. Mittlerweile kommen immer häufiger Grobspanplatten im Möbelbau zum Einsatz, aber auch als extravaganter Bodenbelag eignet sich OSB gut.

Holzplatten sind ordentlich übereinander gestapelt in einer Werkstatt. Die Platten sind in zwei hohen Stapeln angeordnet, die dicht nebeneinander stehen.

Holzplatten sind ordentlich übereinander gestapelt in einer Werkstatt. Die Platten sind in zwei hohen Stapeln angeordnet, die dicht nebeneinander stehen. © eyal granith/shutterstock.com

Faserplatte (unter anderem MDF)

Holzfaserplatten werden neben Holzabfällen auch aus holzfaserhaltigen Pflanzen wie zum Beispiel Flachs oder Raps hergestellt. Es gibt dabei zwei Herstellungsverfahren, einmal trocken und einmal nass. Die bekannteste Faserplatte ist die so genannte Mitteldichte Faserplatte – kurz MDF, die im Trockenverfahren hergestellt wird. Im Gegensatz zur Spanplatte besticht eine Faserplatte durch ihre homogenere Optik, höhere Festigkeit und bessere Oberflächeneigenschaft. Neben der Mitteldichten Faserplatte gibt es auch die ultraleichte Faserplatte (ULDF) sowie die Hochdichte Faserplatte (HDF).

Ihr professioneller Partner in Kärnten!
Holzbau Faltheiner
Kirchbach 49
9632 Kirchbach
T: +43 4284 315

Weitere Informationen

PROMOTION

Redaktion
Teilen:

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Ratgeber, die Ihnen gefallen könnten

Meistgeklickt auf wohnnet.at

Diese Beiträge werden von unseren Leserinnen und Lesern besonders häufig aufgerufen.

Inspiration & Information

Melden Sie sich gleich hier für unseren Newsletter an!

© 2026 wohnnet.at - Heise RegioConcept GmbH & Co. KG