Stilleben: Regal voll gestellt mit zahlreichen Töpfen, Schüsseln, Tellern und Kannen aus Ton und Keramik. Noch unglasiert und ungebrannt. Alles erscheint rötlich, beige und braun.

Stilleben: Regal voll gestellt mit zahlreichen Töpfen, Schüsseln, Tellern und Kannen aus Ton und Keramik. Noch unglasiert und ungebrannt. Alles erscheint rötlich, beige und braun. © ©marinzolich/stock.adobe.com

Keramik: Handwerkskunst für den Esstisch

In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wissenswerte über Geschirr aus Keramik: von der Herstellung über die Materialien bis hin zu den Vor- und Nachteilen, Alltagstauglichkeit und wichtigen Pflegehinweisen.

Keramik erfreut sich seit Jahrhunderten großer Beliebtheit und das aus gutem Grund. Es vereint Ästhetik, Funktionalität und Tradition in einer Weise, die kaum ein anderes Material erreicht. Nicht ohne Grund stehen in sehr vielen heimischen Küchenschränken und auf unseren Esstischen immer öfters Teller, Tassen und Schüsseln aus Keramik.

Wie wird Keramik hergestellt?

Keramik ist Handarbeit, kunstvolle und zeitaufwändige Handarbeit. Zunächst wird Ton, das Hauptmaterial, gefördert und gereinigt. Dieser Ton wird dann zu einer formbaren Masse verarbeitet, die von Hand oder maschinell in die gewünschte Form gebracht wird. Nach dem Formen erfolgt der erste Brennvorgang, auch Rohbrand genannt, bei etwa 900 bis 1000 Grad Celsius. Anschließend wird das Geschirr glasiert, um ihm Farbe und Glanz zu verleihen, und ein zweiter Brennvorgang bei höheren Temperaturen (etwa 1200 bis 1400 Grad Celsius) folgt. Dieser sogenannte Glasurbrand macht das Geschirr wasserdicht und erhöht seine Stabilität.

Frau verziert Keramikschüssel in Rohzustand mit einem Messer am unteren Rand. Auf dem Tisch sind Tonreste, eine fertige Schale und weiteres Werkzeug zu sehen.

Frau verziert Keramikschüssel in Rohzustand mit einem Messer am unteren Rand. Auf dem Tisch sind Tonreste, eine fertige Schale und weiteres Werkzeug zu sehen. © ©iwavephoto/stock.adobe.com

Woraus besteht Keramik?

Keramikgeschirr wird hauptsächlich aus Ton oder Kaolin (Porzellanerde, Porzellanton, weiße Tonerde), Lehm und Wasser hergestellt. Diese natürlichen Materialien werden oft mit Quarz und Feldspat gemischt, um die Festigkeit zu erhöhen. Je nach Zusammensetzung und Brenntemperatur unterscheidet man verschiedene Arten von Keramik, nämlich Steingut, Steinzeug und Porzellan. Steingut wird niedrig gebrannt, ist oft porös und muss eigentlich immer glasiert werden. Steinzeug ist schon etwas höher gebrannt, weniger porös und robuster als Steingut. Und Porzellan schließlich wird in einem sehr hohen Brennvorgang unterzogen und ist besonders fein und zugleich robust.

Warum ist Keramik so beliebt?

Keramikgeschirr ist in unsagbar vielen Designs, Farben und Formen erhältlich. Hochwertige Ausführungen, hier vor allem das Porzellan, sind zudem sehr robust und widerstandsfähig gegenüber Kratzern und Abnutzung. Das Material hält Wärme gut und lange und es ist leicht zu reinigen, zumal die meisten Keramikgeschirre ohnehin spülmaschinengeeignet sind. Da Keramik aus natürlichen Materialien hergestellt wird, gilt es zudem als umweltfreundliche Alternative zu Kunststoffgeschirr. Aber gut, wer will schon von Plastiktellern essen.

Wie alltagstauglich ist Geschirr aus Keramik?

Kurz beantwortet, je nach Qualität mehr oder weniger. Mit ein bisschen Sorgfalt hält Keramik sehr lange und eignet sich für den täglichen Gebrauch (Steingut) genauso wie für besondere Anlässe (gutes Porzellan). Dank der Vielfalt an Designs und Qualitäten findet sich für jeden Geschmack und jede Nutzung das passende Geschirr. Es ist mikrowellengeeignet und viele Teile können im Ofen verwendet werden, was die Vielseitigkeit weiter erhöht.

Was kostet gute Keramik?

Die Kosten für Keramikgeschirr variieren stark je nach Qualität, Marke und Design. Einfache Sets können bereits ab 20 Euro erhältlich sein, während handgefertigte oder Designerstücke mehrere hundert Euro kosten. Hochwertiges Porzellan liegt oft im oberen Preissegment, während Steingut und Steinzeug in den meisten Fällen etwas bis auffallend günstiger sind.

Veronika Kober
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