Welche Pflanzen für die Küche?
Alles grün! Eine Küche mit Pflanzen wirkt lebendig, einladend und kann auch die Luftqualität verbessern. Doch welche Pflanzen eignen sich besonders gut für diesen speziellen Raum? Wir sagen Ihnen, mit welchen Zimmerpflanzen und Kräutern Sie die Küche bereichern können.
Küche ist nicht gleich Küche. Je nach Lebensstil und -situation der Bewohner schaut der Raum auch anders aus – von der kleinen, funktionalen Küchenzeile bis zur hellen, großen Wohnküche. Nicht jede Pflanze eignet sich also für jede Küchensituation. Um Fehlentscheidungen zu vermeiden und anhaltende Freude an Ihren Pflanzen in der Küche zu haben, sollten Sie folgende Kriterien bei der Auswahl berücksichtigen.
Welche Faktoren bestimmen die Pflanzenwahl in der Küche?
Größe und Gestalt der Pflanzen: Da in den meisten Küchen der Platz begrenzt ist, sollten Sie kleinere, kompakte oder rankende Pflanzen bevorzugen. Falls Ihre Küche mehr Raum bietet, passen aber auch größer wachsende Zimmerpflanzen wie eine Monstera oder ein Elefantenfuß.
Lichtverhältnisse und Lichtbedarf: Entscheidend für das Überleben der Pflanzen ist das Licht. Wie viel Tageslicht kommt in Ihre Küche, wie viele Fenster hat der Raum? Wählen Sie nur Pflanzen, die zu den Bedingungen in Ihrer Küche passen und platzieren Sie die gewählten Kräuter und Zimmerpflanzen dann auch entsprechend.
Temperatur und Luftfeuchtigkeit: Höhere Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um die 20 Grad, das ist für eine Küche, in der gekocht wird, typisch. Ein Klima also, das vor allem tropische und subtropische Pflanzen wie zum Beispiel die Orchidee, Sukkulenten oder die Bromelien bevorzugen.
Welche Zimmerpflanzen passen in die Küche?
Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis philippinensis): Vorteile: Pflegeleicht und erschwinglich. Fühlt sich bei hoher Luftfeuchtigkeit wohl. Pflege: Seltenes Gießen; das übliche Besprühen ist bei dieser Sorte oft nicht notwendig.
Flammendes Käthchen (Kalanchoe): Vorteile: Hell und sonnenliebend. Lässt die Küche auch im Winter blühen, Standort: hell, evtl. direkte Sonne; saisonale Lichtveränderung fördert die Blüte.
Edellieschen (Impatiens neuguinea): Vorteile: Lange Blütezeit und platzsparend. Pflege: Zimmertemperatur optimal; im Winter kühler stellen.
Zwergpfeffer (Peperomia): Vorteile: Kompakt fürs Fensterbrett; variantenreiche Pflanze. Standort: Feucht und warm; Sonnenlicht je nach Variante.
Bubiköpfchen (Soleirolia soleirolii): Vorteile: Konstantes Klima bevorzugt; interessantes Erscheinungsbild. Standort: Hell bis halbschattig; nicht direkt in die Sonne stellen.
Bogenhanf (Sansiveria trifasciata): Vorteile: Schattenverträglich; pflegeleicht. Pflege: Toleriert trockene Wärme; kein häufiges Gießen.
Einblatt (Spathiphillum): Vorteile: elegantes Aussehen, sehr anspruchslos und pflegeleicht. Standort: hell, ganzjährige Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad. Pflege: Dauerhaft feucht halten
Grünlilie (Chlorophytum comosum): Vorteile: Tolerant gegenüber Lichtbedingungen; luftreinigend. Pflege: Viele Ausläufer; wasserspeichernde Wurzeln.
Dreimasterblume (Tradescantia albiflora): Vorteile: anspruchslos, interessante Blattfarben. Standort: 16 bis 21 Grad; helle Plätze bevorzugt
Begonien (Begonia): Vorteile: Anspruchslose Pflanze, die viel Farbe in den Raum bringt. Standort: halbschattig; nicht über der Heizung aufstellen!
Küchenkräuter vom Topf in den Topf. Kräuter wie Thymian, Minze und Basilikum sind perfekt für die meisten Küchen. © DimaBerlin/stock.adobe.com
Welche Kräuter passen in die Küche?
Sie sind nicht nur dekorativ und riechen gut, sie können auch direkt vom Blumentopf in den Kochtopf. Die unterschiedlichsten Kräuter eignen sich für den Anbau in der Küche, auch wenn der Platz dort begrenzt ist oder nur wenig Licht zur Verfügung steht. Einige der beliebtesten und pflegeleichtesten Kräuter für die Fensterbank oder das Regal in der Küche sind Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Koriander, Minze, Majoran, Thymian und Rosmarin.
Pflegehinweise für Pflanzen und Kräuter in der Küche
Um sicherzustellen, dass Ihre Küchenkräuter gedeihen, beachten Sie diese einfachen Pflegehinweise:
- Richtig gießen: Vermeiden Sie stehendes Wasser im Untersetzer, dies kann zu Wurzelfäulnis führen. Gießen Sie lieber seltener, dafür gründlich. Gerade Kräuter wie Basilikum oder Thymian reagieren sehr empfindlich auf zu viel Nässe.
- Düngen: Ein leichter, organischer Flüssigdünger kann alle zwei bis vier Wochen in der Wachstumsphase angewendet werden, vor allem bei stark zehrenden Kräutern wie Basilikum.
- Beschneidung und Ernte: Regelmäßiges Beschneiden fördert ein buschiges Wachstum. Ernten Sie immer von oben, um die Pflanzen zur Seitentriebbildung anzuregen.
- Umtopfen: Falls ein Kraut seine ursprüngliche Topfgröße überwächst, ist es Zeit für ein größeres Zuhause. Rechtzeitiges und vor allem korrektes Umtopfen sichert das fortgesetzte Wachstum und die Gesundheit der Pflanze.
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