Putzträger: Arten, Materialien, Funktion, Anwendung
Eine stabile Putzfassade braucht die richtige Unterkonstruktion. Putzträger und Putzarmierungen sind dabei unverzichtbar für langlebige Ergebnisse. Hier erfahren Sie alles über die verschiedenen Systeme und ihre korrekte Anwendung.
Ein Putzträger dient als Unterlage, als Basis für die Verputzarbeiten. Er sorgt für eine verbesserte Haftung des Putzes auf unzureichend geeigneten Oberflächen gewährleistet. Putzträger sind selbsttragend und entkoppeln die Putzschicht vom Untergrund, was besonders wichtig ist bei glatten oder porösen Materialien, die keine ausreichende Haftung bieten. Besonders wichtig sind sie bei kritischen Untergründen wie Holz oder den Übergängen zwischen unterschiedlichen Materialien. Die Träger verhindern Rissbildungen und gewährleisten eine lange Haltbarkeit der Putzfassade.
Hinweise und Tipps
Kosten und Wirtschaftlichkeit
Die Investition in hochwertige Putzträgersysteme zahlt sich langfristig aus. Sie vermeiden teure Sanierungen und verlängern die Lebensdauer Ihrer Fassade deutlich. Lassen Sie sich am besten von einem Fachbetrieb beraten, welches System für Ihr Projekt optimal ist.
Arten und Materialien bei Putzträgern
Es gibt verschiedene Materialien und Typen von Putzträgern, die je nach Anwendung und Anforderungen ausgewählt werden:
- Streckmetall: Netzartige Metallmatten mit regelmäßigen Maschen, die eine hohe Stabilität bieten.
- Drahtgewebe: Punktgeschweißte oder gewebte Drahtgitter, die ebenfalls für ihre Stabilität bekannt sind.
- Drahtziegelgewebe: Ähnlich wie Drahtgewebe, jedoch mit kleinen Tonstücken in den Maschen, was eine bessere Haftung des Putzes ermöglicht.
- Schilfrohrmatten: Diese bestehen aus Schilfrohrhalmen, die mit Draht zusammengebunden sind. Sie sind umweltfreundlich und werden häufig in ökologischen Bauprojekten eingesetzt. Ihre Verwendung ist jedoch auf flächige Untergründe beschränkt
- Holzfaserplatten: Platten aus Holzwolle mit mineralischen Bindemitteln (z.B. Zement) bieten eine gute Basis für den Putz und sind besonders in der Dämmtechnik beliebt.
- Putzträgerplatten: Geschlossene Platten aus Gipskarton oder zementgebundenen Materialien, die eine spezielle Oberfläche haben, um die Haftung des Putzes zu verbessern
Wo werden Putzträger eingesetzt?
Putzträger braucht es sowohl bei der Herstellung als auch bei der Sanierung von Fassaden. Bei der Sanierung werden oft Metallgewebe verwendet, um die Stabilität des neuen Putzes zu gewährleisten. Auch für die Bearbeitung von historischen Gebäuden braucht es Putzträger. Hier werden gerne Schilfrohrmatten verwendet, um das historische Aussehen zu bewahren und gleichzeitig moderne Anforderungen an den Putz zu erfüllen. In Innenräumen können leichtere Materialien wie Kunststoffnetze eingesetzt werden
Wofür braucht es eine Putzarmierung?
Zusätzlich zum Putzträger kommt häufig auch eine Putzarmierung zum Einsatz. Sie besteht meist aus Glasfasergewebe für die Flächenarmierung, Diagonalarmierung an Fenster- und Türecken und aus einem speziellen Armierungsgewebe für Wärmedämmverbundsysteme.
Wie werden Putzträger korrekt verarbeitet?
Für ein optimales Ergebnis müssen einige Punkte in der Verarbeitung beachtet werden. So muss der Profi für eine fachgerechte Befestigung am Untergrund sorgen, die Bahnen müssen ausreichend überlappen und fachgerecht in den Unterputz eingebettet werden. Es wird dringend empfohlen, sich an die Verarbeitungsrichtlinien des Herstellers zu halten.
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