Gartenhandschuhe liegen auf einem Stück Holz vor einer Kulisse aus Frühlingsblumen im Garten.

Gartenhandschuhe liegen auf einem Stück Holz vor einer Kulisse aus Frühlingsblumen im Garten. © Olg/stock.adobe.com

Gärtnern im April - Das müssen Sie wissen

Während die ersten warmen Sonnenstrahlen die Erde erwärmen, erwacht der Garten im April zu neuem Leben. Dieser Monat bietet die perfekte Gelegenheit, den Grundstein für ein blühendes Paradies zu legen. Diese Dinge sollten Sie im April in Ihrem Garten unbedingt erledigen.

Keine Lust mehr auf akkurat geschnittenen Rasen? Bienenweiden sind eine hübsche Alternative und fördern die Artenvielfalt in unseren Gärten. Aber Vorsicht – sähnen Sie das Saatgut im April nicht einfach so auf die Erde. Damit die Bienenweide richtig gedeiht, sollten sie zunächst den Boden lockern und die Samen anschließend mit einer dünnen Erdschicht bedecken.

Was kann im April gesät werden?

Von Gemüse bis hin zu Blumen: Im April können allerhand Pflanzen gesät werden, die im späteren Verlauf des Gartenjahres gedeihen sollen. Während der Aussaat im April ist es wichtig, die Bodentemperatur im Auge zu behalten. Einige der wärmeliebenden Pflanzen können in kälteren Regionen zunächst im Haus vorgezogen werden, bevor sie ins Freie gesät werden. Zu den Pflanzen, die im April gesät werden können, zählen:

Gemüse:

  • Radieschen
  • Spinat
  • Karotten
  • Brokkoli
  • Salate
  • Erbsen
  • Rote Rüben
  • Steckzwiebel
  • Rettich
  • Kohlrabi
  • Wirsing

Kräuter:

  • Dill
  • Koriander
  • Schnittlauch
  • Kümmel
  • Bohnenkraut
  • Petersilie
  • Kresse

Blumen:

  • Ringelblumen
  • Sonnenblumen
  • Kornblumen
  • Tulpen
  • Kapuzinerkresse
  • Mohn
  • Prunkwinde
  • Schleierkraut
  • Lilien
  • Gladiolen
  • Dahlien
  • Rosen
  • Tigerblumen
  • Nerinen
  • Wilde Blumenmischungen und Bienenweiden

Salat mal anders

Magnolienblüten sehen nicht nur wunderschön aus – die Blüten der Tulpenmagnolie können sogar gegessen werden. Sie schmecken leicht bitter, ähnlich wie Chicoree-Salat, mit einem leichten Aroma von Rose und Ingwer.

Was kann im April geerntet werden?

Obwohl der April noch früh im Jahr liegt, gibt es bereits einige Gemüsesorten und Kräuter, die dank ihrer kurzen Wachstumszeit geerntet werden können. Dazu zählen:

  • Spinat: Wenn Spinat über den Winter unter Schutz kultiviert wurde oder früh im Frühling gesät wurde, kann er bereits im April geerntet werden. Die jungen Blätter sind besonders zart und schmackhaft.
  • Radieschen: Dank ihrer schnellen Keimung und Reife können Radieschen, die früh im Jahr oder sogar im Gewächshaus gesät wurden, oft schon im April geerntet werden.
  • Blattsalate: Früh gesäte oder im Gewächshaus kultivierte Blattsalate wie Kopfsalat, Feldsalat oder Rucola können im April bereit zur Ernte sein.
  • Wintergemüse: Gemüsearten, die im späten Herbst gepflanzt wurden, wie Winterzwiebeln oder -knoblauch, können ab April zur Ernte bereit sein.
  • Kräuter: Mehrjährige Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie (aus dem Vorjahr) und Thymian fangen an, auszutreiben und können für frische Aromen in der Küche geerntet werden.

Soll man im April Rasenmähen?

Endlich ist es soweit – der Rasen schießt nach oben und die Wiesen färben sich in ein saftiges Grün. Aber Vorsichtig, ehe Sie zum Rasenmäher greifen. Zu früh mähen kann dem Rasen schaden und ihn anfälliger für Schäden machen. Das gilt vor allem für Tage, an denen das Gras nass ist. Lassen Sie sich also lieber noch ein wenig Zeit, ehe Sie den Rasenmäher aus der Garage holen!

Frostschutz im April – worauf muss man achten?

Auch wenn der April den Beginn des Frühlings markiert und mit längeren Tagen sowie wärmeren Temperaturen lockt, ist er auch bekannt für seine launischen Wetterumschwünge, einschließlich unerwarteter Frostperioden. Diese späten Fröste können empfindlichen Pflanzen schaden, daher ist es wichtig, geeignete Frostschutzmaßnahmen im Garten zu ergreifen. Hier einige Tipps und Strategien, um Ihre Pflanzen im April vor Frost zu schützen:

  • Vlies und Frostschutztücher: Leichte, atmungsaktive Abdeckungen wie Vlies oder spezielle Frostschutztücher können über empfindliche Pflanzen und Keimlinge gelegt werden, um sie vor Frostschäden zu bewahren. Diese Materialien lassen Licht und Wasser durch, behalten aber die von der Erde abgegebene Wärme bei, was einen wirksamen Schutz gegen Frost bietet. Achten Sie darauf, die Abdeckungen tagsüber zu entfernen, um Überhitzung und Feuchtigkeitsbildung zu vermeiden.
  • Cloches und Tunnel: Für einzelne Pflanzen oder kleinere Beete bieten Cloches (Glocken) und kleine Folientunnel einen hervorragenden Schutz. Diese Strukturen fangen Wärme effizient ein und schützen die Pflanzen vor direkter Kälteeinwirkung. Folientunnel oder Gewächshäuser eignen sich besonders gut für Reihenkulturen im Gemüsebeet.
  • Wärmespeicher: Das Platzieren von mit Wasser gefüllten Behältern oder schwarzen Steinen in der Nähe von empfindlichen Pflanzen kann helfen, Wärme zu speichern und über Nacht abzugeben. Das Wasser oder die Steine erhitzen sich während des Tages und strahlen nachts Wärme ab, was das Mikroklima um die Pflanzen herum stabilisiert.
  • Mulch: Eine dicke Schicht Mulch kann die Bodentemperatur stabilisieren und die Wurzeln von Stauden und mehrjährigen Pflanzen vor Frost schützen. Organische Mulchmaterialien wie Stroh, Laub oder gehäckselter Rindenmulch sind hierfür besonders geeignet.
  • Richtige Pflanzenauswahl: Eine langfristige Strategie für den Frostschutz besteht darin, Pflanzenarten zu wählen, die an die lokalen klimatischen Bedingungen angepasst sind und auch späte Fröste gut überstehen können. Einheimische Pflanzen und Sorten, die für Ihre Region empfohlen werden, sind oft widerstandsfähiger gegen Wetterextreme.
  • Beobachtung und Vorbereitung: Halten Sie ein Auge auf die Wettervorhersage und seien Sie bereit, bei plötzlich auftretenden Frostwarnungen schnell zu handeln. Die Vorbereitung des benötigten Materials im Voraus kann entscheidend sein, um empfindliche Pflanzen effektiv zu schützen.
Julia Pauss
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