Stuck restaurieren © Shutterstock

Restaurierung von Stuckarbeiten

Stuckteile werden restauriert indem die Farbeschichten entfernt, die Teile gereinigt und fehlende Teile aus gleichem Material ergänzt werden.

An festgelegten Teilen sollten zur Abklärung der Sanierungsmethoden Musterarbeiten durchgeführt und über einen bestimmten Zeitraum beobachtet werden. Auf Basis der Analyse des Bauzustandes und der Erkenntnisse aus den Musterarbeiten wird die Sanierungsmethode festgelegt.

Es ist wichtig, dass bei allen Maßnahmen die verwendeten Produkte (Material- Qualität) und Mengen genau angegeben werden.

Putz

Je nach örtlicher Situation, Putzaufbau und Sanierungsumfang werden folgende Arbeitsschritte vorgenommen:

  • Die Anstriche werden eventuell unter Berücksichtigung unterliegender, historisch bedeutsamer Fassungen entfernt
  • Des Putz wird auf Festigkeit überprüft, Hohlstellen werden lokalisiert und gekennzeichnet
  • Erhaltenswerte Putzbereiche werden z.B. durch Hinterspritzen mit geeigneten Festigungs- und Klebemitteln gefestigt
  • Völlig geschädigte und nicht erhaltenswerte Putzflächen werden entfernt.
  • Geschädigter Putz wird z.B. verpresst, Mauerwerksrisse werden vernadelt, Fehlstellen werden verspachtelt.
  • nach Vorbehandlung des Mauerwerkes werden die Flächen angleichend an den Bestand neu verputzt z.B. mit Spritzbewurf, Unterputz und Oberputz als Kalkputz.


Stuck

Die Sanierung von Stuckteilen geschieht z.B. in folgenden Arbeitsschritten:

1. Freilegung
Stuckteile werden gereinigt und alte Anstriche werden behutsam bis auf die Schicht über dem Original entfernt. Diese Freilegung der Originalfassung mit weitergehender Dünnung der Überstriche ist aus konservatorischen Gründen +z.B. zur Vermeidung von Spannungsrissen notwendig.

2. Stuckreparaturen
Bei der Stuckreparatur werden fehlende Dekorteile und kleinere Abbrüche bildhauerisch in artgleichem Material (z.B. Alabastergips, Stuckputz) ergänzt. Die Sicherung abgängiger Stuckteile erfolgt durch Verschraubung bzw. Hinterspritzung artgleichen Materials. Um Ausbeulungen zu vermeiden, wird mit speziellen Bandagen gearbeitet. Völlig zerstörte bzw. fehlende Stuckteile werden durch Abnahme der Form neu gegossen oder neu gezogen.

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Archivmeldung: 31.03.2010

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