Wann ist eine Eingangstür sicher?

Viele Haustüren weisen zwar in der Standardausführung schon recht gute Schutzmechanismen auf. Doch wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, sollte auf die einbruchhemmende Ausführung setzen.

Die Eingangstür ist der von Einbrechern am häufigsten benutzte Weg ins Haus, die Einbruchszahlen in Österreich sind hoch und die Einbrecher gehen nicht zimperlich vor. Kunststoffbeschläge werden einfach abmontiert, die Zylinder gezogen und abgebrochen. Die Türen im Schlossbereich aufgehebelt. Teilweise werden die Türen sogar einfach im ganzen ausgehebelt.

Faktoren sicherer Türen

Eine Haustür gilt nach RC2 (WK2)-Standard dann als sicher, wenn sie einer statischen und dynamischen Belastungsprüfung unterzogen wurde, einen simulierten Einbruch mit Werkzeug bestanden hat, gepresst bzw. verklebt ist und eine Flügelrahmenkonstruktion aufweist. Weiters müssen der Türriegel massiv und die Bolzen gehärtet, der Türstock im Mauerwerk verankert und die Türbänder verdeckt sein. Ein Überblick:

  • Kein Türschloss ohne Schließzylinder: Standardzylinder, Zylinder mit Wendeschlüsselsystem, Zylinder mit Bohrmuldenschlüssel und Sicherungskarte! Verwenden Sie nur Sicherheitszylinder, die von allen Seiten nachsperrgesichert, kernzieh- und aufbohrgeschützt sind. Der Zylinder muss von innen verschraubt werden können, bündig mit dem Sicherheitsbeschlag eingebaut und zur Gänze von diesem geschützt werden. Fragen Sie nach Zylindern mit Codekarte. Durch ein spezielles System wird das Nachmachen des Hausschlüssels für Unbefugte quasi unmöglich!

Mehrfachverriegelungen (drei- bis fünffach) sichern die Tür mit nur einem Schlüsseldreher an mehreren Punkten. Die Fallensperre, die die Schlossfalle zu einem starren Riegel macht, sobald die Tür zu ist, bringt weitere Sicherheit. Der Schwenkriegel schiebt sich auf der Schlossseite in die Edelstahl-Schließplatte und widersteht Aushebelversuchen mit schwerem Werkzeug. Die Tresorbolzen sitzen in der Höhe der Bänder und greifen beim Schließen der Tür automatisch in die Zarge, was gegen Druck- und Hebelwirkung stärkt. Das Schutzblech (aus Stahl) stabilisiert das Schloss und schützt den Zylinder dahinter.

  • Auch die Bandseite (Scharnierseite) der Tür ist wichtig. Eine Bandseitensicherung für Eingangstüren bietet durch ihren Verkrallungseffekt zusätzliche Sicherheit. Verdeckte Türbänder lassen sich weniger leicht aushebeln oder -reißen und erhöhen so die Sicherheit.
  • Tresorbänder sind spezielle Gelenksysteme, mit denen der Haustürflügel im Rahmen verankert wird. Sie sind bei geschlossener Türe nicht sichtbar und sorgen für noch höheren Widerstand.
  • Die Schließbleche, in denen sich der Riegel einschiebt, sollten verstärkt ausgeführt werden, da sie sonst bei Gewalteinwirkung nachgeben, und die abgeschlossene Tür aufspringt. Schließbleche oder -platten sollten aus mindestens 2,5 mm starkem Edelstahl gefertigt und mehrfach diagonal mit Gegenmuttern in der Zarge verschraubt werden.
  • Mit dem Panzerriegelschloss wird die Tür sowohl auf der Schloss- als auch auf der Bandseite gesichert. Zusatzschlösser an der Tür, Sicherungsketten und zusätzliche Riegel sind ebenfalls geeignet, um den Schutz bei älteren Türen zu erhöhen.


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Datum: 11.06.2018

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