Zwei Männer in blauer Arbeitskleidung laden ein weißes Sofa aus einem Lieferwagen aus umgeben von gestapelten Umzugskartons und einem weißen Regal vor einem Wohngebäude.

Zwei Männer in blauer Arbeitskleidung laden ein weißes Sofa aus einem Lieferwagen aus umgeben von gestapelten Umzugskartons und einem weißen Regal vor einem Wohngebäude. © Andrey_Popov/shutterstock.com

Siedeln mit dem Profi: Mit diesen 10 Tipps klappt's!

Sie haben sich also für den Umzug mit einem Umzugsunternehmen entschieden? Keine Frage, Ihnen wird damit viel Arbeit erspart. Doch damit das Siedeln auch ohne Ärger abläuft, sollten Sie unsere zehn Tipps beachten.

Ein Umzug kann viele Nerven kosten. Von der Planung über die Verpackung bis hin zum eigentlichen Transport: Die Liste der Aufgaben erscheint endlos. Doch mit der Unterstützung durch einen professionellen Umzugsservice lässt sich dieser Prozess wesentlich vereinfachen. Was es dabei zu beachten gibt, erfahren Sie hier!

1. Seriösen Partner wählen

Umzugsunternehmensind im österreichischen Möbel-Transport-Verband organisiert. Wählen Sie auf jeden Fall einen zertifizierten Übersiedlungsanbieter und machen Sie einen Bogen um unseriöse Angebote, zum Beispiel auf Internetportalen!

2. Vergleichen, aber aufpassen

Vergleichen lohnt sich, aber das billigste Angebot ist nicht unbedingt das beste. Ausschlaggebend ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Durch Aufschläge für Standgebühren, Treppengelder oder andere Spesen wird aus dem vermeintlichen Schnäppchen schnell ein überteuerter Service! Kleinanzeigen mit Pauschalpreisen sind besonders mit Vorsicht zu genießen.

3. Früh genug planen

Haben Sie sich für einen Umzug mit einer Spedition entschieden, so nehmen Sie etwa sechs bis sieben Wochen vor dem Umzug Kontakt auf. Das kann Ihnen bares Geld bringen, denn wenn der Spediteur terminlich noch nicht ausgelastet ist, ist er eher bereit, über den Preis zu verhandeln.

4. Richtigen Zeitpunkt wählen

Siedeln Sie möglichst nicht am Monatsanfang oder -ende. Zu dieser Zeit sind die Speditionen erfahrungsgemäß besonders ausgelastet und auch die Preise eher höher.

5. Umzugsliste anfertigen

Da der Umfang des Umzugsgutes den Preis mitbestimmt, sollten Sie eine Liste schreiben. Bei Umzugsunternehmen, die dem ÖMTV angehören, kann der Kunde auf eine normierte Umzugsliste bestehen. So können Sie die Preiskalkulation besser beurteilen und sich vor nachträglichen Preisaufschlägen schützen - vorausgesetzt, alle Umzugssachen sind in der Liste verzeichnet. Nutzen Sie außerdem die Gespräche mit dem Spediteur, um alle Teilleistungen genau abzusprechen.

6. Kostenvoranschlag verlangen

Damit es im Nachhinein kein böses Erwachen gibt, sollten Sie sich eine ausführliche Leistungsbeschreibung sowie einen genauen Kostenvoranschlagim Vorhinein zuschicken lassen. So können Sie das Preis-Leistungs-Verhältnis des Spediteurs besser einschätzen. Der Kostenvoranschlag sollte alle vereinbarten Nebenleistungen berücksichtigen und unterschrieben sein. Die Teilleistungen reichen vom Aufstellen der Halteverbotsschilder über einen Außenlift bis hin zum Packmaterial und Möbelaufbau. Damit der Möbelspediteur den Aufwand abschätzen kann, sollten Sie mit ihm zusammen die alte und die neue Wohnung besichtigen.

7. Zahlungsart klären

Sprechen Sie rechtzeitig, das heißt spätestens bei Vertragsabschluss, darüber, wann und wie gezahlt wird. Also sofort nach dem Umzug (Beleg aushändigen lassen!), oder erst nachdem Sie die Rechnung erhalten haben?

Hinweise und Tipps

Tipp: Haben Sie das Zeug zum Umzugsprofi?

Sie sind sich nicht sicher, ob Sie Ihren Umzug selbst organisieren oder einer Firma überlassen sollen?Hier können Sie sich und Ihre Fähigkeiten testen - dann fällt die Entscheidung leichter!

8. Haftung klären

Für Schäden und Verluste, die in der Zeit des Umzugs entstehen, haftet der Möbelspediteur. Er ist nur dann von der Haftung befreit, wenn der Schaden auf Umständen beruht, die er auch bei größter Sorgfalt nicht vermeiden und deren Folgen er nicht abwenden konnte, zum Beispiel bei Naturkatastrophen. Genauso wenig haftet der Spediteur für Gegenstände, die er nicht selber verpackt hat, sowie für Pflanzen und Tiere, Juwelen, Geld und andere Kostbarkeiten.

9. Transportversicherung abschließen

Die Haftung des Spediteurs ist in der Regel auf höchstens 600 Euro pro Kubikmeter Laderaum beschränkt. Häufig liegt der tatsächliche Wert des Hausrats jedoch über dieser Haftungsgrenze. Außerdem sinkt die Haftungsgrenze, wenn die Möbel nicht neu sind. Denn dann wird dem Umzugsgut der sogenannte Zeitwert zugrunde gelegt. Deshalb und wegen der Haftungsausschlüsse sollten Sie zusätzlich beim Möbelspediteur eine Transportversicherung abschließen. Scheuen Sie sich nicht, genau nachzufragen: Die Geschäftsbedingungen und Klauseln sind oft schwer verständlich.

10. Reklamationsfristen beachten

Kommt es zu Transportschäden, trägt der Kunde die Beweislast. Die Verbraucherzentrale rät deshalb, leicht erkennbare Schäden am Hausrat sofort - also noch am Umzugstag - auf dem Arbeitsschein zu vermerken und unterschreiben zu lassen. Für verdeckte Schäden gilt eine Reklamationsfrist von zehn Tagen. Unser Tipp: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, sondern prüfen Sie Ihren Hausrat sorgfältig. Erst dann sollten Sie unterschreiben, dass alles ordnungsgemäß abgeliefert wurde.

Redaktion
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