Dachziegel bilden ein gleichmäßiges Muster unter einem klaren blauen Himmel mit vereinzelten weißen Wolken.

Dachziegel bilden ein gleichmäßiges Muster unter einem klaren blauen Himmel mit vereinzelten weißen Wolken. © koko-tewan/shutterstock.com

Was ist die Regeldachneigung?

Für jedes Dachdeckungsmaterial gibt es eine vorgeschriebene Regeldachneigung. Wird sie nicht eingehalten, kann die Regensicherheit des Daches nicht garantiert werden. Hier alle Zahlen und Fakten zur RDN.

Hinweise und Tipps

Vorsicht am Dach!

Bei Sturm, Reif und Schnee dürfen steile Dächer nur dann betreten werden, wenn besondere Sicherheitsmaßnahmen gegen Absturz vorgesehen sind. Es gilt: Ist es am Dach rutschig, sollte man lieber einen Profi beauftragen.

Die Regeldachneigung (RDN) gibt den Neigungswinkel des Daches in Abhängigkeit zur jeweiligen Form und Deckungsart an. Sprich: Es ist die geringstmögliche Dachneigung beim jeweiligen Dachziegel einzuhalten. Ein Flachdach kann mit Bitumen ringsum perfekt abgedichtet werden – sobald aber bewegliche, einzelne Dachdeckelemente wie Tonziegel und Co. ins Spiel kommen, braucht es eine gewisse Neigung, damit das Dach seine Ansprüche an die Dichtheit erfüllt. Je nach Dachartund Dachdeckung muss diese RDN eingehalten werden.

Welche Regeldachneigungen für welches Deckmaterial?

Hier ein Überblick über die gängigsten Dachdeckungsmaterialien und die Vorschriften in Bezug auf die Regeldachneigung.

  • Standard-Wellplattendeckung ohne Dichtschnur: RDN 9°
  • Kurzwellplatten: RDN 15° - 20°
  • profilierte Dachsteine mit hoch liegender Seitenfalz: RDN 22°
  • Flachdachziegeln mit Ringverfalzung: RDN 22°
  • Holzschindeln in dreilagiger Deckung: RDN 22°
  • Schieferdeckung in Altdeutscher Deckung: RDN 25°
  • Dachziegel mit Seitenverfalzung: RDN 35°
  • Dachziegel ohne Seitenverfalzung in Vorschnittdeckung: RDN 40°

Welche Ansprüche muss ein modernes Dach erfüllen?

Das Dach, bzw. die Dachhaut muss vielen äußeren Einflussfaktoren standhalten. Wind, Schneelast, Regenmengen, Hitze und Frost. Um seine Funktion erfüllen zu können, muss es also widerstandsfähig sein und je nach Lage folgenden Ansprüchen genügen:

  • Schnee- und Eislasten tragen: je nach Standort bis zu 500 kg/m2
  • Windlasten und Sturmböen über 110 kg/m2 aushalten
  • Windsog standhalten, mit hohem Eigengewicht
  • Hagel standhalten, mit hoher Bruchfestigkeit
  • Frost bis -30° C, Hitze bis +70° C
  • Feuer standhalten durch unbrennbare Materialien
  • Lärm abschotten durch hohe Masse und damit guten Schallschutz
  • Regen aushalten bis zu 100 Liter pro m2/h
  • Flugschnee und Schlagregen standhalten
  • Nässe abhalten durch hohe Austrocknungsfähigkeit
  • Säurebeständigkeit gegen sauren Regen
  • Laugenbeständigkeit gegen Vogelkot
  • Farbbeständigkeit gegen UV-Bestrahlung
Redaktion
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