Tapezieren: So bereiten Sie Ihre Wände vor
Zeit für einen Tapetenwechsel? Damit Ihre Wände lange schön bleiben, sollten Sie beim Tapezieren unbedingt auf den richtigen Untergrund achten. Wir zeigen Ihnen, wie’s geht.
Das Tapezieren Ihrer Innenwände kann den gesamten Raum verwandeln und ihm ein frisches, neues Aussehen verleihen. Doch bevor Sie die neuen Tapeten anbringen können, müssen Sie zunächst den Untergrund vorbereiten – denn nur so können Sie sich später an einem perfekten Ergebnis erfreuen!
Hinweise und Tipps
Warum müssen Wände vor dem Tapezieren vorbereitet werden?
Die Vorbereitung vor dem Tapezieren ist notwendig, damit die Tapete optimal haftet und Unebenheiten, Risse oder Löcher später nicht sichtbar werden. Ebenso verhindert sie das vorzeitige Ablösen der Tapete oder die Entstehung von Blasen und Falten. Kurz gesagt, ist die sorgfältige Vorbereitung die Basis für ein zufriedenstellendes Tapezierergebnis und garantiert die Langlebigkeit der Wandbekleidung. Sie trägt dazu bei, Zeit, Nerven und Material zu sparen und sorgt für ein professionelles Finish, das den Wohnraum optisch aufwertet. Mit der passenden Vorbereitung können Tapeten auch im DIY-Verfahrenzu Hause angebracht werden!
So bereiten Sie Ihre Wände perfekt auf die Tapete vor
Bereit fürs Tapezieren? Damit Sie ein optimales Ergebnis erzielen, sollten Sie bei der Vorbereitung folgende Schritte beachten:
1.Untergrund vorbereiten
Zunächst geht es an die Vorbereitung des Untergrunds. Damit die Tapete haften kann, müssen unbedingt bestehende Beschichtungen entfernt werden. Welche Arbeiten anstehen, ist abhängig davon, mit welcher Art von Wandbeschichtung Sie es zu tun haben:
- Farben und Lacke: Entfernen Sie alte Farben und Lacke sorgfältig. Bei neu verputzten Wänden stellen Sie sicher, dass der Putz vollständig getrocknet und ausgehärtet ist. Dies kann mehrere Wochen dauern.
- Tapete: Auch alte Tapetenreste müssen entfernt werden.
- Betonflächen: Glatt und nicht saugfähig. Solche Flächen benötigen eine Grundierung, um die Haftung der Tapete zu verbessern.
- Rauputzwände: Verwenden Sie eine Untertapete oder Streichmakulatur, um eine gleichmäßige Oberfläche zu schaffen.
- Leimfarbenanstriche: Müssen vollständig abgekratzt oder abgewaschen werden.
- Dispersionsfarben: Sollten mit einer Seifenlösung behandelt werden, um die Haftfähigkeit zu erhöhen. In beiden Fällen ist das Auftragen einer Makulatur oder eines Wechselgrunds empfehlenswert.
Hinweise und Tipps
Tipp: Was ist eine Makulatur?
Makulatur ist ein dünnes Papier, das vor dem Tapezieren auf Wände aufgebracht wird, um Unebenheiten auszugleichen, die Haftung der Tapete zu verbessern, Farben oder Muster der darunterliegenden Wand zu neutralisieren und das Entfernen alter Tapeten zu erleichtern. Tragen Sie Makulatur auf saubere, trockene Wände auf und lassen Sie sie vor dem Weiterarbeiten vollständig trocknen. Ideal für ein glatteres Finish und eine langanhaltende Tapetenleistung!
2. Wanddefekte ausbessern
Sind die Wände sauber, sollten Sie diese gut auf mögliche Schäden inspizieren und diese, wenn möglich, beseitigen. Löcher und Risse in den Wänden müssen gründlich mit Spachtelmasse gefüllt und anschließend glatt geschliffen werden. Entfernen Sie alle Nägel und Schrauben. Sollten abgebrochene Nägel zurückbleiben, müssen diese abgeschliffen werden.
3. Sicherheitsmaßnahmen treffen
Safety first – das gilt auch beim Tapezieren. Die Gefahr eines Stromschlags wird oft unterschätzt, doch wer mit nassem Kleister und Metallwerkzeugen an Stromquellen arbeitet, sollte unbedingt die nötigen Sicherheitsmaßnahmen vornehmen:
- Strom abschalten: Schalten Sie den Strom in den Arbeitsbereichen aus, um Unfälle zu vermeiden.
- Blenden entfernen: Nehmen Sie die Blenden von Steckdosen und Lichtschaltern ab. Wenn möglich, entfernen Sie auch Wandleuchten, um die Tapete hinter diesen Bereichen anzubringen.
4. Grundierung und Vorbehandlung
Um sicherzustellen, dass die Tapete gleichmäßig klebt und der Untergrund den Kleister nicht absorbiert, tragen Sie auf die gesamte Wand eine Kleistergrundierung auf. Dies sorgt für eine verbesserte Haftung und erleichtert spätere Renovierungsarbeiten.
Worauf muss man bei der Grundierung achten?
Die Grundierung beim Tapezieren ist der Grundstein für ein makelloses Ergebnis. Wichtig ist vor allem die Auswahl der richtigen Grundierung, die zum Wandmaterial und zur Art der Tapete passen muss. Saugende Untergründe, wie Gipskarton oder frischer Putz, erfordern beispielsweise eine Grundierung, die verhindert, dass der Kleister zu schnell absorbiert wird und somit eine optimale Haftung der Tapete ermöglicht. Zusätzlich gilt es, die Grundierung gleichmäßig auf die Wand aufzutragen, um eine homogene Oberfläche zu schaffen. Achtung: Die Decke nicht vergessen! Unregelmäßigkeiten in der Grundierung können zu Unterschieden in der Saugfähigkeit führen, die später als Flecken oder Farbunterschiede durch die Tapete hindurch sichtbar werden können. Besondere Vorsicht ist auch an Ecken, Kanten und um Steckdosen oder Lichtschalter geboten, da diese Bereiche häufig vernachlässigt werden, aber für ein sauberes und professionelles Ergebnis sorgfältig grundiert sein müssen. Zuletzt sollte darauf geachtet werden, dass die Grundierung vollständig getrocknet ist, bevor mit dem Tapezieren begonnen wird, um die Qualität der Arbeit nicht zu beeinträchtigen.
Das könnte Sie auch interessieren
Weitere Ratgeber, die Ihnen gefallen könnten
Meistgeklickt auf wohnnet.at
Diese Beiträge werden von unseren Leserinnen und Lesern besonders häufig aufgerufen.