Heckenpflanzen einsetzen: So geht’s richtig!
Als lebendiger Sichtschutz verleiht eine Hecke Ihrem Garten Struktur und Charakter. Beim Einpflanzen von Heckenpflanzen muss allerdings einiges beachtet werden. Worauf es ankommt, erfahren Sie hier.
Eine Hecke als natürliche Grundstücksbegrenzung bringt viele Vorteile mit sich. Sie bietet nicht nur Privatsphäre und Windschutz, sondern schafft auch wertvollen Lebensraum für Vögel und Insekten. Bevor Sie jedoch mit dem Pflanzen beginnen, ist eine sorgfältige Vorbereitung unerlässlich.
Wie bereitet man den Boden richtig für Hecken vor?
Der erste und wichtigste Schritt beim Heckenpflanzen ist die gründliche Bodenvorbereitung. Heben Sie einen ausreichend breiten und tiefen Pflanzgraben aus - mindestens 40 Zentimeter breit und 40 Zentimeter tief für normale Heckenpflanzen. Lockern Sie den Untergrund zusätzlich mit einer Grabgabel auf, um Staunässe zu vermeiden und den Wurzeln optimale Wachstumsbedingungen zu bieten. Verbessern Sie die Bodenqualität durch das Einarbeiten von reifem Kompost und, je nach Bodenbeschaffenheit, auch Sand zur besseren Drainage. Entfernen Sie dabei sorgfältig alle Wurzelunkräuter, Steine und andere störende Materialien aus dem Pflanzgraben.
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Pflanzen von Hecken?
Der optimale Zeitpunkt für das Pflanzen einer Hecke liegt in der Vegetationsruhe zwischen Oktober und März, wobei frostfreie Perioden zu bevorzugen sind. In dieser Zeit haben die Pflanzen die besten Chancen, sich gut zu verwurzeln und im Frühjahr kräftig auszutreiben. Vermeiden Sie das Pflanzen bei extremer Hitze, starkem Frost oder wenn der Boden zu nass ist. Containerware können Sie zwar theoretisch das ganze Jahr über pflanzen, jedoch ist auch hier die kühlere Jahreszeit vorzuziehen, da die Pflanzen dann weniger Stress ausgesetzt sind und weniger gegossen werden muss.
Hinweise und Tipps
Tipp: Auf die Ausrichtung achten
Spannen Sie zwei Schnüre - eine für die Fluchtlinie und eine zweite in der gewünschten Höhe. So können Sie die Pflanzen exakt ausrichten und vermeiden schiefe oder ungleichmäßige Heckenreihen.
In welchen Abständen sollten Heckenpflanzen eingesetzt werden?
Die korrekten Pflanzabstände sind entscheidend für eine gleichmäßig dichte Hecke. Bei den meisten Heckenpflanzen gilt als Faustregel: 3-4 Pflanzen pro laufendem Meter bei einreihiger Pflanzung. Bei schnellwachsenden Arten wie Thujen oder Kirschlorbeer können Sie einen etwas größeren Abstand von 40 bis 50 Zentimetern wählen. Bei langsamwachsenden Pflanzen wie Eibe empfiehlt sich ein engerer Abstand von 30 bis 35 Zentimetern. Beachten Sie auch die gesetzlichen Grenzabstände zu Nachbargrundstücken, die je nach Bundesland und Heckenhöhe variieren können.
Wie pflanzt man eine Hecke richtig ein?
Beginnen Sie mit dem Einsetzen der Pflanzen an einem Ende des vorbereiteten Grabens. Tauchen Sie die Wurzelballen vorher in einen Eimer Wasser, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Setzen Sie die Pflanzen so tief ein, wie sie zuvor im Container oder Ballen standen – werden sie zu tief in der Erde eingegraben, schadet das den Pflanzen. Richten Sie jede Pflanze einzeln aus und füllen Sie den Graben mit der ausgehobenen, verbesserten Erde. Drücken Sie die Erde vorsichtig mit dem Fuß an, um Hohlräume zu vermeiden. Formen Sie zum Schluss einen kleinen Gießrand um jede Pflanze.
Wie pflegt man Heckenpflanzen?
Die Pflege direkt nach dem Pflanzen ist entscheidend für das Anwachsen der Hecke. Wässern Sie die frisch gepflanzten Heckenpflanzen ausgiebig - rechnen Sie mit etwa 10 Litern pro Pflanze. In den ersten Wochen ist regelmäßiges Gießen besonders wichtig, auch bei Regenwetter. Mulchen Sie den Boden zwischen den Pflanzen mit einer 5-7 Zentimeter dicken Schicht aus Rindenmulch oder Holzhäckseln, um die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkrautwuchs zu reduzieren. Ein sachgerechter Pflanzschnitt fördert die Verzweigung und sorgt für eine dichte Hecke von unten an. Entfernen Sie dabei etwa ein Drittel der Trieblänge, bei immergrünen Hecken etwas weniger.
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