Welche Zimmerpflanzen bei wenig Tageslicht?
Auch in dunkleren Räumen muss auf das saftige Grün von Zimmerpflanzen nicht verzichtet werden. Wir haben eine Liste der besten, pflegeleichtesten und schönsten "Schattenpflanzen" für Zimmer mit eher wenig Tageslicht.
Das Zimmer unterm Dach hat leider kein Dachfenster, das einzige Tageslicht, das den Raum "erhellt", dringt durch das nach Norden ausgerichtete kleine Fenster. Was ein muggeliges, gemütliches Kinderzimmer ist, lässt zugleich aber wenig Pflanzen zu. Was soll in dieser eher düsteren Umgebung auch groß wachsen und gedeihen? Doch so schlimm ist es gar nicht. Schauen Sie sich doch in der Natur um, nicht nur auf Lichtungen und Sonnenplateaus grünt es, auch im dichten Wald, unter Hecken oder im Bereich großer Schattenspender wächst so einiges Schönes vor sich hin. Warum also nicht auch im dunkleren Zimmer?
So bleiben Ihre Zimmerpflanzen mit Sicherheit fit: Top-Tipps zur Pflege von Monstera & Co
Was sind Schattenpflanzen?
Für Räume ohne viel Tageslicht eignen sich vor allem robuste Zimmerpflanzen-Arten, die mit wenig Lichtauskommen und zum Teil sogar in fensterlosen Bereichen überleben können. Diese so genannten Schattenpflanzen haben sich perfekt an lichtarme Bedingungen angepasst. In der freien Natur kommen die meisten von ihnen ursprünglich im Unterholz tropischer Wälder vor. Typische Merkmale solcher Pflanzen, die wenig Licht brauchen, sind:
- große, dunkelgrüne Blätter zur optimalen Lichtausnutzung
- gute Wasserspeicherfähigkeit
- langsames, aber stetiges Wachstum
- hohe Toleranz gegenüber wechselnden Lichtverhältnissen
Wir haben hierdie Alltime-Favorites unter den Zimmerpflanzen für sie!
Zimmerpflanzen für dunkle Räume: Kaufen Sie diese!
Wir haben also gelernt: Auch dunkle Räume ohne viel natürliches Licht müssen nicht pflanzenleer bleiben. Mit den richtigen Zimmerpflanzen bringen Sie auch in lichtschwache Ecken Leben und natürliches Grün. Wir haben für Sie ein paar der besten Schattenpflanzen herausgesucht:
Die Efeutute ist eine unkomplizierte Zimmerpflanze, die auch bei wenig Tageslicht zurecht kommt. © Firn/stock.adobe.com
Efeutute (Epipremnum pinnatum)
Die perfekte Einsteigerpflanze - robust und pflegeleicht. Ideal als Hängepflanze in Ampeln oder als Raumteiler, da sie ein schneller Kletterer und Ranker ist. Verträgt auch Badezimmer-Klima bestens.
Der Bogenhanf ist eine besonders pflegeleichte Zimmerpflanze. Ein bisschen gießen und sonst in Ruhe lassen. © Elroi/stock.adobe.com
Einblatt (Spathiphyllum wallisii)
Die Friedenslilie ist wohl die bekannteste Schattenpflanze überhaupt. Glänzende, dunkelgrüne Blätter und strahlend weiße Blüten verschönern Räume mit wenig Tageslicht. Achtung: Das Einblatt sollte nie im Zugluft stehen, auch beim Gießen heißt es aufpassen, Staunässe mag es nämlich gar nicht.
Das Einblatt - die Studentenbudenpflanze Nummer eins. Fast keine Zimmerpflanze braucht so wenig und gedeiht trotzdem so gut. © Farhad/stock.adobe.com
Bogenhanf (Dracaena trifasciata)
Nahezu unverwüstlich. Seine aufrecht wachsenden, schwertförmigen Blätter speichern Wasser, weshalb er auch längere Trockenperioden übersteht. Der Bogenhanf braucht kaum Pflege und fühlt sich in Räumen mit wenig Licht sehr wohl. Er filtert Schadstoffe aus der Luft und verbessert so das Raumklima – ideal für Schlafzimmer oder Büros.
Die Glücksfeder braucht auch recht wenig Tageslicht. Tipp: Manchmal zum "Aufladen" in einen helleren Raum stellen. © surasak/stock.adobe.com
Glücksfeder (Zamioculcas zamiifolia)
Extrem robust, eine der pflegeleichtesten Zimmerpflanzen überhaupt. Ursprünglich aus den trockenen Regionen Ostafrikas speichert die Glücksfeder in ihren dicken Stielen viel Wasser. Sie kommt mit wenig Licht aus und verzeiht auch den einen oder anderen Gießfehler.
Auch der Drachenbaum ist genügsam, was Tageslicht und Wasser anbelangt. Die perfekte Anfängerpflanze. © Sue Tansirimas/stock.adobe.com
Drachenbaum (Dracaena fragrans, Dracaena marginata)
Anspruchslose Zimmerpflanze, die auch bei geringer Lichtintensität super gedeiht. Der Drachenbaum verträgt recht hohe Temperaturen bis 30 °C und ist ein guter Luftreiniger. Regelmäßiges Abwischen der Blätter hilft, die Photosynthese zu fördern.
Sie braucht es ein klein bisschen heller als andere Vertreter hier, aber auf direktes Tageslicht kann auch die Clathea verzichten. © Sidra/stock.adobe.com
Calathea (Calathea ornata, Calathea makoyana, Calathea lancifolia)
Auch als "Gebetspflanze" bezeichnet, ist diese Zimmerpflanze bekannt für ihre beeindruckend gemusterten Blätter. Sie bevorzugt halbschattige bis schattige Plätze und hohe Luftfeuchtigkeit – ideal für Badezimmer oder Nordfenster. Zu viel direktes Sonnenlicht lässt ihre Blätter verblassen. Weiches, kalkarmes Gießwasser empfehlenswert.
Zimmerfarne und Nestfarne lieben den Schatten, das zeigen sie uns ja schon in der freien Natur vor. © berna_namoglu/stock.adobe.com
Zimmerfarn (z. B. Nephrolepis exaltata, Asplenium nidus, Davallia fejeensis)
Lieben Schatten und hohe Luftfeuchtigkeit. Wir empfehlen besonders den Schwertfarn (Nephrolepis) für dunklere Ecken. Farne sollten regelmäßig gegossen und besprüht werden, da sie sehr empfindlich auf Trockenheit reagieren.
Auch super ist der Nestfarn (Asplenium nidus), er liebt Schatten, konstante Feuchtigkeit und Temperaturen über 18 °C. Perfekt fürBadezimmer, in denen hohe Luftfeuchtigkeit natürlich gegeben ist.
Grünlilien gehören zu den Spargelgewächsen, sie sind sehr beliebte Zimmerpflanzen. © drobacphoto/stock.adobe.com
Grünlilie (Chlorophytum comosum)
Anspruchslos und sehr robust. Die hell- bis dunkelgrün gestreiften Blätter sorgen selbst in recht dunklen Ecken für frisches Grün. Die Grünlilie verzeiht Pflegefehler und bildet viele Ableger, die leicht vermehrt werden können. Pefekt für Anfänger im Schattenpflanzen-Kosmos.
Die Aglaonema oder Kolbenfaden ist ein tropisches Gewächs, das sich auch in schattigen Räumen gut macht. © CoinUp/stock.adobe.com
Aglaonema (Aglaonema commutatum)
Verträgt sehr wenig Licht und zeigt attraktive silbrig-grüne Blattmuster. Sie wächst langsam, bevorzugt aber konstante Wärme und gleichmäßig feuchte Erde. Achtung: Die Aglaonema sollte nie im Wasser stehen!
Die Schusterpalme ist sehr robust, braucht keine Sonne und wenig Wasser. © sergign/stock.adobe.com
Schusterpalme (Aspidistra elatior)
Bekannt für ihre extreme Robustheit und Schattenverträglichkeit. Sie stammt aus Ostasien und kommt auch mit sehr wenig Licht aus – selbst in Räumen ohne Fenster wächst sie weiter. Die Schusterpalme benötigt kaum Pflege undverträgt auch trockene Heizungsluft.
Unser Tipp:
Beginnen Sie am besten mit einer robusten Efeutute oder einem Bogenhanf. Diese Pflanzen eignen sich perfekt für den Einstieg in die Welt der Schattenpflanzen.
Pflege von Schattenpflanzen: Weniger ist mehr!
Zimmerpflanzen für Innenräume ohne allzu viel Tageslicht müssen anders gepflegt werden, als Pflanzen, die am Südfenster oder vor bodentiefen Glasfaltwänden stehen. Hier die wichtigsten Pflegetipps für unsere Schattenliebhaber:
- Gießen Sie maßvoll - die meisten Schattenpflanzen vertragen Trockenheit besser als Staunässe.
- Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung.
- Stauben Sie die Blätter regelmäßig ab, damit sie optimal Licht aufnehmen können.
- Düngen Sie sparsam, der Nährstoffbedarf von Schattenpflanzen ist geringer.
- Rotieren Sie die Pflanzen gelegentlich an hellere Standorte, um ihre Vitalität zu erhalten. Achtung: Hell heißt nicht direkte Sonneneinstrahlung, das vertragen diese Zimmerpflanzen nicht.
Welche Pflanzen passen ins Schlafzimmer, welche eher nicht? Hier der Überblick
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