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Betreutes Wohnen

Was tun Senioren, die vom Altersheim noch weit entfernt sind, für die das Leben im eigenen Haus, oder der Wohnung ohne Lift langsam zu beschwerlich wird? Betreutes Wohnen soll die Lücke füllen, und die Lebensqualität älterer Menschen erhöhen.

Angst vor dem Älterwerden ist eine logische Begleiterscheinung der Tatsache, dass die Lebenserwartung stetig steigt. An und für sich eine gute Sache, bedeutet dies allerdings auch, dass man sich vermehrt Gedanken um die Pflege machen muss. Dass Herr und Frau Österreicher genau dies sehr wohl tun, zeigt eine neue Studie, die von der Firma Silver Living in Auftrag gegeben wurde.

Missing Link zwischen Eigen- und Altersheim

Dass auch Senioren, die durchaus noch mobil und vom Pflegefall weit entfernt sind, sich dennoch nach einer weniger beschwerlichen Wohnsituation sehnen, wird Wohnbauplaner und -entwickler in Zukunft vor neue Herausforderungen stellen. Betreutes Wohnen könnte die Antwort darauf sein: Hierbei handelt es sich noch nicht um ein Alters- oder Pflegeheim, sondern ganz einfach um Kleinwohnungen die auf die wachsenden Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt sind.

Dabei geht es einerseits um die Lage (wichtige Infrastruktur zu Fuß erreichbar), andererseits um bauliche Details wie Barrierefreiheit, und um die Gemeinschaftsstruktur der Wohnanlagen selbst: Geboten werden Unterhaltung, Sport- und Gesundheitsprogramm, sowie - falls nötig - auch medizinische Betreuung. So werden Pflegeleistungen organisiert, und von mobilen Diensten vor Ort erbracht.

Rechtliche Lage

Die Experten von Silver Living, die bisher schon über 30 Projekte fertiggstellt haben, weisen auf die typischerweise komplizierte Gesetzeslage hin: Obwohl außer Zweifel steht, dass betreutes Wohnen ein Modell der Zukunft ist, wird noch nicht an einem Strang gezogen. Neun Bundesländer bieten neun verschiedene Definitionen was unter betreutem Wohnen überhaupt zu verstehen ist, und neun verschiedene Modelle, dieses mehr oder weniger zu fördern.

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Archivmeldung: 29.03.2011

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