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Groß, klein, rund, eckig: Alles rund um Spiegel

Wenn man den Studien darüber Glauben schenkt, blicken wir bis zu 40 mal täglich in den Spiegel. Kein Wunder also, dass kaum ein Haushalt ohne Spiegel auskommt. Widmen wir uns diesem Stück Glas einmal näher.

Es gibt sie als Stand- oder Hängeausführungen, vom Hand- bis zum Ganzkörperspiegel, in aufwändiger Rahmung oder ganz ohne, verbaut und solitär - die Auswahl an Spiegeln ist schier unendlich. Umso schwieriger wird's, den passenden Spiegel für Wohnräume auszuwählen und ansprechend zu platzieren. Welcher Spiegel passt wo? Wie groß oder klein sollte er sein? Welche Formen wirken besonders dekorativ? Wir haben die Antworten.

 

Wo kommt welcher Spiegel hin?

Spiegel sind beides - dekorativ und praktisch. Kleine Räume wirken dank Spiegel größer, während gleichzeitig das Licht im Raum gestreut wird. Bei der Auswahl des passenden Modells ist es ganz wichtig, seinen Zweck und Aufstellungsort zu kennen. Erfüllt der Glasspiegel eine Funktion oder ist er reine Deko? Soll er Details hervorheben oder lieber eine größere Fläche? Soll er hängen oder stehen, beleuchtet sein oder nicht?

Große Standspiegel eignen sich vor allem für geräumige Zimmer, wie etwa ein großes Schlafzimmer oder Ankleidezimmer. Der Vorteil von langen Spiegeln: Sie ermöglichen beim Ankleiden eine Ganzkörperansicht, was sie auch für den Flur interessant macht.

Wandspiegel in verschiedensten Formen bieten sich im Grunde für jeden Raum in der Wohnung an, aber insbesondere für kleinere oder beengte Räume wie Vorzimmer, Bad oder Gäste-WC sind sie eine Top-Lösung, denn sie sparen Platz und können so aufgehängt werden, dass sie nicht mit anderen Einrichtungsgegenständen im Raum kollidieren. Kommt so mancher Vorraum auch ohne aus, ist ein Raum nahezu prädestiniert dafür, mit einem Spiegel ausgestattet zu werden - das Badezimmer. In so gut wie allen Bädern thront er über dem Waschbecken. Hier reicht ein auf Brusthöhe angebrachter, breiter Spiegel, der uns bei der Gesichtspflege, Rasur und dem Schminken Hilfe leistet. Wobei hierfür ein guter Spiegel nicht ausreicht! Damit die Körperpflege im Bad keine haarsträubende Angelegenheit wird, sorgen Sie nebst Spiegel unbedingt für eine angemessene Beleuchtung.Am optimalsten ist es, wenn das Leuchtmittel das Tageslicht simuliert und es direkt im Spiegel bzw. seinem Rahmen verbaut ist. Ein zusätzlicher Schmink- bzw. Vergrößerungsspiegel (gibt's ebenso mit Rahmenbeleuchtung) sorgt dafür, dass Ihnen auch das kleinste Härchen nicht entgeht.

Spiegel im Schlafzimmer: Ein Schlafräuber?

Laut der Feng-Shui-Wohnkultur ist ein Spiegel im Schlafzimmer, vor allem gegenüber dem Bett, ein No-Go: Im Schlaf verließe die Seele nämlich den Körper, was eine positive, erholende Wirkung darstelle. Bei einem Spiegel im Raum erschrecke die Seele und kehre wieder in den Körper zurück, womit die erholende Wirkung ausbleibe. Mit dem Einhalten von Regeln wie dem Spiegel-Verbot im Schlafzimmer verspricht die Lehre mehr Harmonie zwischen Menschen und ihrer Umwelt bzw. Wohnumgebung. Ob ein Spiegel, in dem das Bett reflektiert wird, tatsächlich eine gesundheitlich bedenkliche Wirkung hat, ist allerdings wissenschaftlich nicht belegt. Solange Sie also Ihre Inneneinrichtung nicht Feng-Shui-konform gestalten wollen, können Sie unbesorgt nach Ihren Wünschen dekorieren. Für all jene, die Feng Shui im Schlafzimmer einhalten wollen, gilt: Spiegelschränke und größere Spiegel müssen draußen bleiben bzw. verhangen werden.

Große Standspiegel eignen sich vor allem für geräumige Zimmer, wie etwa ein großes Schlafzimmer oder Ankleidezimmer. Der Vorteil bei langen Spiegeln liegt auf der Hand: Sie ermöglichen beim Ankleiden eine Ganzkörperansicht, weshalb sie auch für den Flur eine Option sind. Bei einem schmalen Flur greift man aus Platzgründen eher zu einem langen Wandspiegel. Wandspiegel bieten sich im Grunde für jeden Raum in der Wohnung an, aber insbesondere für kleinere oder beengte Räume wie Flur, Bad oder Gäste-WC sind sie eine Top-Lösung, denn sie sparen Platz und können so aufgehängt werden, dass sie nicht mit den Möbeln im Raum kollidieren. Im so gut wie allen Badezimmer thront der Spiegel über dem Waschbecken. Meist sind Badezimmerspiegel mittelgroß

So setzen Sie moderne Deko-Spiegel gekonnt ein

  • Rundspiegel sind seit einigen Jahren der absolute Hit unter den Deko-Spiegeln. Sie passen, wie ein Gemälde, in jeden Raum und können vom Rahmendesign her mit Ihrem Einrichtungsstil abgeglichen werden. Im Vorzimmer sind sie ein Blickfang über Kommoden, während sie im Wohnzimmer mit anderen Dekoelementen, etwa einer Bilderwand, einem Makramee-Wandschmuck oder zweckentfremdeten runden Tischsets aus Bast kombiniert werden. Es gibt sie mit oder ohne Aufhängung, rahmenlos schlicht, mit Metallrahmen oder auch mit hellem Holzrahmen - ideal für den Scandi-Look! Im Badezimmer ist ein runder Spiegel mit integrierter Ablageleiste nicht nur ästhetisch, sondern zudem praktisch.
  • Ein Spiegeltrend, der das gewisse Etwas über eine Kommode oder ein Sideboard zaubern kann, sind gold- oder messingfarbene Sonnenspiegel aus Metall. Die Wand dahinter in einem satten Blau gestrichen (Wie wär's z. B. mit der Trendfarbe 2020 "Classic Blue"?) macht ihn garantiert zu Ihrem neuen Lieblingsteil. Sonnenspiegel bringen Flair in jeden Raum, Vorzimmer, Wohnzimmer, Esszimmer,  Küche, Schlafzimmer, Badzimmer oder Büro. Wichtig ist, dass er mittig und ohne weitere Deko aufgehängt wird, denn so fügt er sich am harmonischsten in den Raum ein. 
  • Elegant, nostalgisch, zeitlos: Ein aufstrebender Trend bei Glasspiegeln, den Sie vielleicht schon auf dem ein oder anderen Social-Media-Profil im Hintergrund entdeckt haben, sind antike Fenster-Spiegel. Sie verhelfen vor allem kleinen Räumen zu mehr Helligkeit, indem sie das Sonnenlicht reflektieren und so den Raum optisch vergrößern. Besonders angesagt sind Bogenfensterdesigns aus schmalen dunklen Kunststoffrahmen in Schwarz, die über Kommoden, etwa im Eingangsbereich, aufgehängt werden. Aber auch Fensterspiegel aus Holz und Metall versprühen dekorativen Charme - egal, ob über dem Bett im Schafzimmer oder als Schminktisch-Spiegel auf dem Schminktischchen.

Spiegel ist nicht gleich Spiegel

Auf den ersten Blick sehen Spiegel aus Glas alle gleich aus, doch es gibt hier durchaus Qualitätsunterschiede. Im Normalfall bestehen Spiegel aus einer Glasscheibe, hinter die eine Silber-Kupfer- oder eine Aluminiumschicht aufgebracht wird. Als Glas wird standardmäßig Flachglas geschliffen und poliert, hochwertigere Spiegel bestehen aus Kristallglas. Neben der Glasart ist auch die Stärke des Spiegels qualitätsbestimmend. Je dicker, desto stabiler und sicherer. So sollte ein körpergroßer Spiegel nie unter drei Millimeter stark sein, um Verformungen und Bruch zu vermeiden.

Sauberer Spiegel - schnell und einfach

Damit die Metallschicht (meist Aluminium) nicht zerkratzt oder beschädigt wird, befindet sie sich bei einfachen Haushaltsspiegeln meistens hinter der Glasplatte – somit kann man den Spiegel leicht reinigen: Putzen Sie zuerst den Spiegel mit einem feuchten Tuch und wischen Sie ihn anschließend mit einem Mikrofasertuch trocken. Auch Wasser mit einem Schuss Geschirrspülmittel oder ein Fensterreiniger machen Ihren Spiegel wieder sauber. Nach der Verwendung des Fensterreinigers sollten Sie mit einem zerknüllten Stück Zeitungspapier oder Küchenpapier die Oberfläche trocken reiben.

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Datum: 05.05.2020
Kompetenz: Innenarchitektur und Raumausstattung