Ein Haus mit Solarpaneelen bedeckt das Dach steht in einem Wohngebiet mit mehrstöckigen Nachbargebäuden und umgeben von Gräsern und Bäumen.

Ein Haus mit Solarpaneelen bedeckt das Dach steht in einem Wohngebiet mit mehrstöckigen Nachbargebäuden und umgeben von Gräsern und Bäumen. © underworld/shutterstock.com

Photovoltaik-Förderung 2025: Neue Fördersätze für PV-Anlagen

Es ist so weit: Die Photovoltaik-Förderung in Österreich wurde für 2025 neu aufgestellt. Mit einem Gesamtvolumen von 70 Millionen Euro für Investitionszuschüsse für erneuerbare Energien macht der Staat den Umstieg auf Solarenergie auch dieses Jahr wieder interessant

Nach dem vorzeitigen Ende der Umsatzsteuerbefreiung für PV-Anlagen am 31. März 2025 setzt die österreichische Regierung weiterhin auf gezielte Fördermaßnahmen im Photovoltaikbereich. Am 23. April wurde der Startschuss für den ersten Fördercall bekanntgegeben. Insgesamt stehen 2025 für erneuerbare Energien Fördermittel in Höhe von 70 Millionen Euro zur Verfügung, wovon der Großteil mit 60 Millionen Euro für PV-Anlagen reserviert ist.

Wie sieht die PV-Förderung 2025 aus?

Die Förderung von Photovoltaikanlagen bleibt auch 2025 ein zentrales Element der österreichischen Energiepolitik. Die neue Förderstruktur berücksichtigt dabei verschiedene Anlagengrößen und führt innovative Elemente wie den Europa-Bonus ein. Dieser Ansatz zielt darauf ab, nicht nur den Ausbau von Solarenergie zu beschleunigen, sondern auch die europäische Wertschöpfung in diesem Sektor zu stärken. Für Hauseigentümer, Unternehmen und Investoren bietet das Jahr 2025 somit weiterhin attraktive Möglichkeiten, in eine umweltfreundliche und zukunftssichere Energieversorgung zu investieren.

Hinweise und Tipps

Tipp: Was kostet eine PV-Anlage?

Sie planen den Umstieg auf erneuerbare Energien und wollen eine PV-Anlage bauen? Hier finden Sie alle Kosten im Überblick!

Neue Fördersätze und Kategorien für das Jahr 2025

Die Förderhöhe richtet sich nach der Anlagengröße und ist in vier Kategorien unterteilt:

  • Kategorie A (bis 10 kWp): 160 Euro/kWp
  • Kategorie B (>10 bis 20 kWp): 150 Euro/kWp
  • Kategorie C (>20 bis 100 kWp): maximal 140 Euro/kWp
  • Kategorie D (>100 bis 1000 kWp): maximal 130 Euro/kWp

Zusätzlich werden Stromspeicher mit 150 Euro pro kWh gefördert.

Antragstellung und Förderabwicklung

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich über das EAG-Portal. Wichtig zu wissen: Das Projekt kann bereits vor einem laufenden Fördercall erstellt und vorbereitet werden. Sobald der Call startet, lässt sich der Antrag dann mit wenigen Klicks einreichen. Für die Kategorien A und B gilt weiterhin das "Windhund-Prinzip" - wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Bei den Kategorien C und D erfolgt die Reihung nach dem Förderbedarf pro kWp, wobei der niedrigste Förderbedarf Vorrang hat.

Fördercalls 2025: Drei Chancen zur Antragstellung

Die Förderanträge können zu drei festgelegten Zeitfenstern eingereicht werden:

  • Call: 23. April - 8. Mai 2025
  • Call: 23. Juni - 7. Juli 2025
  • Call: 8. Oktober - 22. Oktober 2025

Innovative Anlagen und Speicherpflicht

Besonders gefördert werden "innovative PV-Anlagen" mit einem Zuschlag von 30 Prozent. Darunter fallen beispielsweise Installationen an Lärmschutzwänden, Parkplatz-Überdachungen oder vertikale Agri-PV-Anlagen. Ab dem vierten Quartal 2025 plant das Wirtschaftsministerium zudem eine wichtige Änderung: Dann soll eine verpflichtende Förderkombi von PV-Anlage und Speicher eingeführt werden. Wer also noch eine PV-Anlage ohne Speicher fördern lassen möchte, sollte die ersten drei Fördercalls 2025 nutzen.

Neuer Europa-Bonus ab Juni 2025

Eine bedeutende Neuerung ist der "Made-in-Europe-Bonus", der ab dem zweiten Fördercall am 23. Juni 2025 gilt. Für PV-Anlagen mit europäischen Komponenten (EWR und Schweiz) gibt es zusätzliche Förderungen:

  • 10% für europäische Photovoltaikmodule
  • 10% für europäische Wechselrichter
  • 10% für europäische Stromspeicher

Der Gesamtbonus ist mit 20% gedeckelt.

Jetzt Unterlagen vorbereiten!

Wer 2025 eine PV-Anlage plant, sollte sich frühzeitig auf die Fördercalls vorbereiten. Besonders interessant wird der zweite Call ab Juni, wenn der Europa-Bonus erstmals zur Verfügung steht. Planen Sie Ihr Projekt sorgfältig und bereiten Sie die Unterlagen rechtzeitig vor - erfahrungsgemäß sind die Fördertöpfe schnell ausgeschöpft.

Alle Angaben ohne Gewähr.

Redaktion
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