von unten fotografiertes Badezimmer, rechts im Bild ein Duschkopf auf einer Stange, links die weiße Wand übersät mit schwarzem und grünem Schimmel

von unten fotografiertes Badezimmer, rechts im Bild ein Duschkopf auf einer Stange, links die weiße Wand übersät mit schwarzem und grünem Schimmel © Wellnhofer Designs/stock.adobe.com

Schimmel vorbeugen mit diesen 10 Tipps

Schimmel in der Wohnung ist nicht nur ein optisches Ärgernis, sondern kann auch ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich Schimmel jedoch effektiv vorbeugen. Hier sind die besten Tipps, um Ihre Wohnräume schimmelfrei zu halten.

Schimmelbildung im Wohnraum geht meistens auf Baufehler zurück. Aber auch beim falschen Raumklima lässt sich ansetzen, wenn es um gefährliche Schimmelbildung in Innenräumen geht. Für die Vorbeugung reichen schon wenige simple Maßnahmen:

Tipp 1: Richtig lüften

Einer der wichtigsten Schritte zur Schimmelprävention ist das richtige Lüften. Dreimal täglich Stoßlüften. Das bedeutet, die Fenster für einige Minuten ganz zu öffnen (3 bis 15 Minuten je nach Stärke des Durchzugs und dem Unterschied zwischen Innen- und Außenlufttemperatur). Dadurch kann die feuchte Innenraumluft optimal durch Frischluft ausgetauscht werden, wodurch die relative Luftfeuchtigkeit sinkt.

Bei Abwesenheit am Tage genügt es morgens und abends in den Wohn- und Schlafräumen einen kompletten Luftwechsel durch Stoßlüften vorzunehmen. Die Kippstellung ist relativ wirkungslos und führt bei dauerhaft gekipptem Fenster nur zu unnötigen Energieverlusten.

Tipp 2: Richtig heizen

Trotz hoher Energiepreise sollten die Räume genügend beheizt werden - ca. 20 bis 22 Grad in den Wohnräumen und 16 bis 18 Grad Celsius im Schlafzimmer sind empfohlen. Vermeiden Sie es, Räume komplett auskühlen zu lassen!

Tipp 3: Auf die Luftfeuchtigkeit achten

Die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung sollte nicht über 60 % steigen. Ein einfaches Luftfeuchtemessgerät (Hygrometer) zeigt dies verlässlich an. Die Innentüren sollten zwischen unterschiedlich beheizten Räumen geschlossen bleiben. Ansonsten wird feuchte Luft in den kühleren Raum transportiert und erhöht dort die relative Luftfeuchtigkeit. Der Temperaturunterschied zwischen offenen Räumen sollte nicht mehr als 4°C betragen.

Tipp 4: Feuchtigkeit in Bad und Küche reduzieren

Das Bad sollte nach dem Duschen oder Baden sofort gelüftet werden. Während dem Duschen oder Baden muss die Tür geschlossen bleiben, damit sich der Wasserdampf nicht in der ganzen Wohnung verteilt. Nutzen Sie, sofern vorhanden, eine Lüftungsanlage oder öffnen Sie das Fenster weit. Zusätzlich können Sie einen Abzieher verwenden, um Wasser von den Fliesen zu entfernen. Die Küchentür sollte beim Kochen geschlossen bleiben und der Wasserdampf sollte, wenn möglich, sofort nach draußen abgeleitet werden (Dunstabzug).

Tipp 5: Achtung beim Wäsche trocknen und bügeln

Vermeiden Sie es, Ihre Wäsche in geschlossenen Räumen zu trocknen. Nutzen Sie stattdessen einen Balkon, den Garten oder einen speziellen Trockenraum. Falls dies nicht möglich ist, achten Sie auf ausreichende Belüftung des Raumes und nutzen Sie einen Luftentfeuchter. Lüften Sie auch nach dem Bügeln immer ordentlich durch!

Tipp 6: Keine Luftbefeuchter verwenden

Grundsätzlich sollten Sie nach Möglichkeit auf Luftbefeuchter verzichten. Einerseits erhöhen diese die relative Luftfeuchtigkeit im Wohnraum, andererseits bilden besonders Luftbefeuchter an Heizkörpern ein Eldoradfür Bakterien und Pilze. Und last not least: Klimaanlagen gehören regelmäßig gewartet, da diese ansonsten zur Quelle starker Raumluftbelastung werden.

Tipp 7: Möbel richtig platzieren

Stellen Sie Möbel nicht direkt an Außenwände, sondern lassen Sie einen Abstand von etwa 5 bis 10 cm. So kann die Luft besser zirkulieren und feuchte Stellen werden vermieden. Besonders betroffen sind Schränke und Betten, die oft dicht an kalten Wänden stehen.

Schimmel bildet sich oft in wenig beachteten Ecken und Nischen. Kontrollieren Sie regelmäßig hinter Schränken, in Ecken und entlang von Fensterrahmen auf Feuchtigkeit und Schimmelspuren. So können Sie frühzeitig eingreifen, bevor sich der Schimmel ausbreitet.

Tipp 8: Setzen Sie auf schimmelresistente Materialien

Bei der Renovierung oder dem Neubau sollten Sie schimmelresistente Materialien verwenden. Spezielle Farben, Putze und Tapeten können helfen, die Schimmelbildung zu verhindern. Auch bei der Auswahl von Dämmmaterialien sollte auf deren Feuchtigkeitsresistenz geachtet werden.

Tipp 9: Pflanzen mit Bedacht wählen

Zimmerpflanzen tragen zur Luftfeuchtigkeit bei. Wählen Sie daher Pflanzen, die wenig Wasser benötigen und gut für das Raumklima sind. Vermeiden Sie es, zu viele Pflanzen in einem Raum zu haben, um die Luftfeuchtigkeit nicht unnötig zu erhöhen.

Tipp 10: Feuchtigkeitsschäden sofort beheben

Feuchtigkeitsschäden, wie undichte Dächer, defekte Wasserleitungen oder Risse in den Wänden, sollten umgehend repariert werden. Je schneller Sie auf solche Schäden reagieren, desto geringer ist das Risiko für Schimmelbildung.

Redaktion
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