© Ariene Studio/shutterstock.com

Risse im Mauerwerk? Der große SOS-Plan!

Risse im Mauerwerk stören optisch und können Anzeichen für leichte bis schwere Gebäudeschäden sein. Wie Sie Schäden erkennen, ihre Schwere beurteilen und gegebenenfalls behandeln bzw. sanieren, erklären wir Ihnen hier.

Grundsätzlich lassen sich Risse im Mauerwerk in zwei Kategorien einteilen: putzbedingte Risse und putzgrundbedingte Risse. Feine Risse, sogenannte Haarrisse bis zu 2 mm, zum Beispiel im Außenputz oder in der Innenwand, sind putzbedingte Risse und meistens völlig harmlos.

Was tun bei harmlosen Rissen im Mauerwerk?

Unschöne Haarrisse im Innenbereich (Wand, Tapete) können mit Spachtelmasse geschlossen oder auch mit Hilfe einer Acrylfuge bearbeitet werden, wenn es sich um Risse handelt, die aufgrund von Schwingungen oder aufgrund des Ausdehnens und Zusammenziehens von Baustoffen (z. B. Holz) entstehen. Achten Sie hier auf eine geeignete Farbe zum Überstreichen! Auch diese muss elastisch sein, damit nicht wieder Risse entstehen.
Im Falle von feinen Rissen in der Fassade sollte saniert werden, damit sich kein Wasser sammelt, das im Winter gefriert und den Putz aufplatzen lässt. Hier können Sie selbst Hand anlegen. Im Normalfall genügt schon eine Armierungsschicht unter dem Anstrich. Dazu verwenden Sie Spachtelmasse mit oder ohne Kunststoffteilchen. Spachtelmasse mit Kunststoffzusätzen hat den Vorteil, dass die Masse elastischer und besser zu verarbeiten ist.

Und so funktioniert's:

Fahren Sie die Ränder nach dem Säubern des Risses und dem Entfernen lockerer Putzreste mit dem Spachtel nach und schrägen Sie sie leicht ab. Größere Putzrisse müssen immer einzeln geschlossen werden. Dazu verwendet man spezielle Dichtmassen, die im Fachhandel erhältlich sind.

Verdünnen Sie die Grundierung mit etwas Wasser und tragen Sie die Dispersionsgrundierung mit einem Pinsel vorsichtig auf.
Füllen Sie den Riss anschließend mit der Dichtmasse.
 
Glätten Sie zum Abschluss die bearbeitete Stelle mit einer Spachtel.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine Armierungsmatte zu kleben. Das meist selbstklebende Gitterband wird direkt über den Riss geklebt. Gekrümmte Risse überkleben Sie mit mehreren geraden Streifen.
Jetzt können Sie den Riss mit Spachtelmasse überspachteln. Wenn Sie die Spachtelmasse anrühren, geben Sie immer zuerst das Pulver in das Wasser, um die Konsistenz gut kontrollieren zu können. Ziehen Sie die Spachtelmasse noch ein gutes Stück über die Schadstelle hinaus.
Nehmen Sie den Feinschliff erst nach der vollständigen Trocknung vor.
  1. Verdünnen Sie die Grundierung mit etwas Wasser und tragen Sie die Dispersionsgrundierung mit einem Pinsel vorsichtig auf.
  2. Füllen Sie den Riss anschließend mit der Dichtmasse.
  3. Glätten Sie zum Abschluss die bearbeitete Stelle mit einer Spachtel.
  4. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine Armierungsmatte zu kleben. Das meist selbstklebende Gitterband wird direkt über den Riss geklebt. Gekrümmte Risse überkleben Sie mit mehreren geraden Streifen.
  5. Jetzt können Sie den Riss mit Spachtelmasse überspachteln. Wenn Sie die Spachtelmasse anrühren, geben Sie immer zuerst das Pulver in das Wasser, um die Konsistenz gut kontrollieren zu können. Ziehen Sie die Spachtelmasse noch ein gutes Stück über die Schadstelle hinaus.
  6. Nehmen Sie den Feinschliff erst nach der vollständigen Trocknung vor.

Risse im Mauerwerk erkennen und ihre Gefahr abschätzen

Putzbedingte Risse, wie Schrumpf- oder Schwindrisse, sind netzförmig und enstehen häufig, wenn z. B.in der prallen Sonne verputzt wird und der Putz infolgedessen schnell trocknet, sich zusammenzieht und reißt. Spannungen zwischen Bauteilen sind die Ursache für sogenannte Spannungsrisse, zum Beispiel in einer nichttragenden Innenwand. Setz(ungs)risse hingegen sind putzgrundbedingte Risse im Mauerwerk. Ihnen sollte schnellstmöglich auf den Grund gegangen werden. Sie verlaufen immer schräg und können an verschiedenen Stellen im Mauerwerk auftreten (an Fenstern, Türen etc.). Ursache dafür sind ein nicht ausreichend tragfähiger Baugrund und die aufgrund dessen absackende Fundamente.

Senkt sich das Gebäude ab?

Ob sich Ihr Haus wirklich absenkt, können Sie mit Hilfe von sogenannten Putzmarken herausfinden. Tragen Sie dafür ein wenig Gipsmörtel auf die Risse auf. Reißen diese Putzmarken nach einigen Wochen, besteht unbedingter Handlungsbedarf. Teurer, allerdings leichter in der Handhabung sind Rissmonitore, die mit Klebstoff oder Dübeln angebracht werden und mit denen sich Veränderungen des Risses beobachten lassen. Bestätigt sich anschließend der Verdacht, lassen sich Setzrisse mit Hilfe von Rissverpressung und -verankerung sanieren, allerdings muss auch eine Lösung für die Ursache - den geschwächten Baugrund und die absackenden Fundamente - gefunden werden, um die Risse nicht zu einem wiederkehrenden Problem werden zu lassen. Eine Reihe von Spezialtiefbaumaßnahmen kommen hier zur Baugrundverstärkung und Gründungssanierung zur Anwendung.

 

AutorIn:
Archivmeldung: 04.06.2019
Kompetenz: Bauunternehmen