AdobeStock_264230232 Kopie.jpg

AdobeStock_264230232 Kopie.jpg © SusaZoom/stsock.adobe.com

Kübelpflanzen überwintern: Wohin mit Oleander und Zitronenbaum?

So sehr einem die Kübelpflanzen auf der Terrasse im Frühling und im Sommer Freude machen, für die kalte Jahreszeit sind Oleander, Olivenbäumchen und Zitrus nicht gemacht. Spätestens wenn die ersten Nachtfröste angesagt sind, sollten die Pflanzen in ihrem Winterquartier sein.

Spätestens wenn die ersten Nachtfröste drohen, sollten empfindliche Kübelpflanzen wie Oleander, Olivenbäume oder Zitrusgewächse bereits in ihrem Winterquartier sein. Eine vorausschauende Planung hilft, Stress und mögliche Schäden an den Pflanzen zu vermeiden.

Wann sollten die Kübelpflanzen rein?

Experten empfehlen, mediterrane Kübelpflanzen ins Haus zu holen, sobald die Nachttemperaturen dauerhaft unter 10°C fallen. Für viele Pflanzen ist dies meist ab Mitte Oktober der Fall. Robustere Arten wie Lorbeer oder Oleander können oft bis in den November draußen bleiben.

Wie werden die Pflanzen am besten transportiert?

Beim Umzug in das Winterquartier zeigt sich, ob die Wahl der Pflanzgefäße klug war. Schwere Ton- oder Holzkübel sind zwar optisch ansprechend, aber sehr mühsam zu bewegen. Moderne Kunststoffgefäße sind deutlich leichter und ebenso attraktiv.Achtung: Große Kübelpflanzen sind schwer und Sie sollten zumindest zu zweit sein, um sie zu transportieren. Verwenden Sie entsprechende Hilfsmittel für den Transport,entweder eine Schubkarre, besser eine Sackrodel oder Tragegurte, letztere sind für wenige Euro im Baumarkt erhältlich. Gehen Sie beim Transport ganz vorsichtig vor, um Pflanze und Topf nicht zu beschädigen.

Moderne Terrasse mit gemütlicher Sitzecke aus Holz, einem Zitronenbaum und einem Olivenbaum in Terrakotta-Töpfen vor einem stilvollen Sichtschutz.

Moderne Terrasse mit gemütlicher Sitzecke aus Holz, einem Zitronenbaum und einem Olivenbaum in Terrakotta-Töpfen vor einem stilvollen Sichtschutz. © Thomas/stock.adobe.com

Was ist das ideale Winterquartier für Kübelpflanzen?

Die Ansprüche an das Winterquartier unterscheiden sich natürlich je nach Pflanzenart. Grundsätzlich gilt aber:

  • Für die meisten Kübelpflanzen reichen Temperaturen von mindestens 5 bis maximal 15° C aus.
  • Der Standort für die Winterruhe sollte hell sein, die Pflanzen sollten aber nicht in der prallen Sonne stehen.
  • Die Raumluft sollte nicht zu trocken sein. Sorgen Sie mit regelmäßigem Besprühen der Pflanzen vor.

Keller,Treppenhäuser oder die Garage eignen sich im Normalfallgut. Steht kein natürlich belichteter Raum zur Verfügung, kann eine Pflanzenlampe Abhilfe schaffen. Eine Leuchtstoffröhre, gesteuert über eine Zeitschaltuhr, simuliert den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus. Sechs bis acht Stunden Beleuchtung pro Tag sind in der Regel ausreichend.

Welche Pflege braucht es während der Winterruhe?

Auch im Winter benötigen Ihre Kübelpflanzen Aufmerksamkeit. Gießen Sie, aber nur sparsam und regelmäßig. Ein Austrocknen des Wurzelballens ist unbedingt zu vermeiden. Düngen ist in der Regel nicht erforderlich, es reicht, wenn Sie im Frühjahr wieder damit beginnen. Die Pflanzen müssen in ihrer Winterruhe nur zurückgeschnitten werden, wenn sie einen Schädlingsbefall haben oder eine Krankheit. Um Schädlingsbefall zu vermeiden, kann es auch Sinn machen, die Pflanzen einer prophylaktischen Behandlung mit biologischen Mitteln zu unterziehen. Das gilt besonders für anfällige Arten wie den Oleander.

Haben Sie schon mal vom Einwinterungsservicegehört? Hier entlang, wenn Sie mehr erfahren möchten!

Welche Besonderheiten gilt es sonst zu beachten?

  • Oleander: Kühler, heller Standort. Regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge.
  • Olivenbäume: vertragen Temperaturen bis -10 °C, brauchen aber Schutz vor Dauerfrost.
  • Zitrusgewächse: Benötigen viel Licht und gleichmäßige Temperaturen um 10 °C.
  • Palmen: Je nach Art unterschiedlich frostempfindlich. Viele vertragen auch Kurzfröste.

Wie bereite ich meine Pflanzen auf den neuen Frühling vor?

Sobald die Frostgefahr vorüber ist, können die eingewinterten Kübelpflanzen wieder ins Freie. Jetzt ist es aber sehr wichtig, die Gewächse nicht sofort und ohne Übergangsphase nach draußen zu schleppen. Vielmehr sollte das Auswintern schrittweise erfolgen:

  1. Stellen Sie die Pflanzen zunächst nur tagsüber nach draußen
  2. Gewöhnen Sie die Pflanzen allmählich an die direkte Sonneneinstrahlung
  3. Beginnen Sie jetzt auch mit dem Düngen, um das Wachstum anzuregen

Mit der richtigen Vorbereitung und Pflege können Terrassenpflanzen problemlos überwintern. Wichtig sind ein geeignetes Winterquartier, angepasste Pflege und rechtzeitiges Handeln. Wer diese Punkte beachtet, wird sich im nächsten Jahr wieder an gesunden, kräftigen Pflanzen erfreuen können.

Bereiten Sie jetzt Ihr Haus auf den Winter vor. Die große Checkliste!

Veronika Kober
Teilen:

Das könnte Sie auch interessieren

Weitere Ratgeber, die Ihnen gefallen könnten

Meistgeklickt auf wohnnet.at

Diese Beiträge werden von unseren Leserinnen und Lesern besonders häufig aufgerufen.

Inspiration & Information

Melden Sie sich gleich hier für unseren Newsletter an!

© 2026 wohnnet.at - Heise RegioConcept GmbH & Co. KG