Weniger Mücken im Garten: 5 Tipps & Tricks
Sommerzeit ist Mückenzeit. Wer die lauen Sommerabende und -nächte gerne im Freien auf seiner Terrasse oder dem Balkon verbringt, kann ein Lied von den summenden, stechenden Plagegeistern singen. Wir haben ein paar Tipps und Tricks, wie Sie zu weniger Mücken im Garten kommen. Ohne Chemie!
Wer kennt es nicht, man hat es sich mit der Familie gemütlich gemacht zur sommerlichen Grillerei, der lange heiße Tag finden seinen angenehmen Ausklang im lauen abendlichen Lüftchen oder die Kinder spielen noch länger draußen, weil es so schön warm ist und außerdem Ferien sind. Und dann geht das Summen los, das wilde Fuchteln und das Gekratze. Sommer im Garten heißt leider allzu oft auch Mückenplage und schmerzende, juckende Stiche.
Aber: Neben den richtigen Maßnahmen wie passender Kleidung und Mückenabwehrmitteln, können Sie auch direkt in Ihrem Garten einige Dinge tun, um ihn in eine fast mückenfreie Wohlfühloase verwandeln. Wir haben ein paar bewährte Tipps für Sie zusammengetragen, die Ihnen dabei helfen, die Plagegeister auf natürliche Weise fernzuhalten und auf Dauer weniger Mücken in Ihrem Garten zu haben.
Vermeiden Sie stehendes Wasser
Mückenweibchen legen ihre Eier in stehendem Wasser ab. Da reichen schon ein paar Millimeter. Gerade nach Regen gibt es so einige Stellen in unseren Gärten, wo sich Wasser gesammelt hat und nicht so rasch verdunstet. Ob Pfützen, volle Regentonnen, Gießkannen, Untersetzer: Machen Sie nach jedem Regenguss einen kurzen Rundgang durch Ihren Garten und decken Sie die Regentonnen mit einem engmaschigen Gitter ab, drehen Sie Eimer und Gießkannen um und leeren Sie kleine Wassermengen aus Topfuntersetzen und ähnlichem aus. Auch verstopfte Dachrinnen bieten ideale Brutplätze – reinigen Sie auch diese regelmäßig. Und wenn Sie Besitzer von einem Biotop oder Gartenteich sind, sollten Sie für eine leichte Wasserbewegung durch kleine Fontänen oder Wasserspiele sorgen, das macht diese Bereiche für die Mücken unattraktiv.
Setzen Sie duftende Pflanzen als natürliche Abwehr ein
Mücken reagieren stark auf Düfte und Gerüche. Die Natur bietet eine Vielzahl an Pflanzen, deren ätherische Öle die stechenden Gesellen auf natürliche Weise fernhalten. Ein paar Beispiele: Lavendel verströmt nicht nur einen angenehmen Duft, sondern wirkt auch als effektiver Mückenschutz. Zitronenmelisse enthält Citronella, ein Stoff, der die Insekten besonders stark abschreckt. Auch Minze, Basilikum und Rosmarin haben sich bewährt. Pflanzen Sie diese aromareichen Kräuter gezielt rund um Ihre Sitzplätze oder entlang von Gartenwegen. In Kübeln oder Blumentöpfen aufgestellt, können Sie die Pflanzen je nach Bedarf auch flexibel umstellen und so die Mücken fernhalten.
Gestalten Sie Ihren Garten „mückenfeindlich“
Eine durchdachte Gartengestaltung kann die Mückenplage deutlich reduzieren. Besonders wichtig ist eine gute Luftzirkulation, denn Mücken meiden bewegte Luft. Mähen Sie den Rasen regelmäßig, da hohe Gräser ideale Rückzugsorte bieten. Lichten Sie dichte Hecken und Büsche regelmäßig aus - besonders in der Nähe der Terrasse. Eine gute Drainage des Bodens verhindert Staunässe, die Mücken magisch anzieht. Verzichten Sie auch auf zu dichte Bepflanzung direkt vor dem Haus, um ein feuchtes Mikroklima zu vermeiden.
Wählen Sie die richtigen Lichtquellen
Licht und Mücken mögen sich. Wenn Sie also die Beleuchtung in Ihrem Garten und Außenbereich clever planen, haben Sie schonmal viel gewonnen. Herkömmliche UV-reiche Lampen locken die Insekten regelrecht an. Setzen Sie stattdessen auf moderne LED-Leuchten mit warmweißem Licht. Besonders effektiv sind gelbe oder orangefarbene Leuchtmittel, da diese Farben für Mücken weniger attraktiv sind. Platzieren Sie die Lampen niemals direkt neben Sitzplätzen, sondern nutzen Sie dort eher indirekte Beleuchtung. So schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre, ohne die unerwünschten Gäste anzulocken.
Setzen Sie auf die natürlichen Fressfeinde von Mücken
Ein naturnaher Garten bietet nicht nur den Mücken, sondern auch vielen ihrer natürlichen Feinde ein Zuhause. Meisen, Schwalben oder Rotkehlchen vertilgen täglich Hunderte von Insekten. Unterstützen Sie sie mit geeigneten Nistkästen und Tränken. Fledermäuse sind wahre Mückenspezialisten - ein einziges Tier frisst pro Nacht bis zu 1000 Mücken. Spezielle Fledermauskästen an geschützten Stellen locken die nützlichen Säugetiere an. Auch Libellen sind effektive Mückenjäger. Ein naturnaher Teich mit heimischen Pflanzen bietet ihnen ideale Lebensbedingungen. Ach ja, und er bietet auch Fröschen und Kröten einen Lebensraum, ebenfalls Feinschmecker, wenn es um Mücken geht.
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