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Von Apricot bis Indigo: Ausgefallene Farben für Ihre Wohnräume

Wer sein Zuhause in besonderen Farben gestalten möchte, muss nicht immer zu den klassischen Tönen greifen. Von sanftem Taupe bis zu kraftvollem Indigo: Hier erfahren Sie, welche Farben sich besonders gut für die Wohnraumgestaltung eignen – und wie man sie korrekt bezeichnet!

Zwischen "Warmweiß" und "Alabaster" liegen oft Welten - und genau diese feinen Unterschiede machen die Raumgestaltung so spannend. Vor allem ungewöhnliche Farbtöne können Ihren Wohnräumen einen ganz besonderen Anstrich verpassen. Während die Grundfarben jedem geläufig sind, sorgen die vielen Zwischentöne und Abstufungen aber häufig für Verwirrung. Dabei hat jede Farbnuance ihren eigenen Namen und eine präzise Definition. Damit Sie die beste Entscheidung für Ihr Zuhause treffen können, stellen wir Ihnen die beliebtesten "ungewöhnlichen" Farbtöne vor – und erklären Ihnen, wie Sie diese am besten kombinieren.

Alabaster

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Diese edle Farbnuance verdankt ihren Namen dem gleichnamigen Naturstein, der seit der Antike für seine sanfte, transluzente Erscheinung bekannt ist. Alabaster beschreibt ein warmes, weiches Weiß mit einem hauchzarten gelblichen Unterton. Anders als klinisches Reinweiß wirkt Alabaster natürlich und einladend. Der Farbton setzt sich aus einem hohen Weißanteil und minimalen gelben Pigmenten zusammen, was ihm seine charakteristische, leicht cremige Ausstrahlung verleiht. In verschiedenen Lichtsituationen kann Alabaster unterschiedliche Nuancen entwickeln - von einem sanften, warmen Weiß am Morgen bis zu einem goldschimmernden Ton im Abendlicht.

Passt zu Alabaster:

  • Naturmaterialien wie helles Eichenholz, Marmor und Kalkstein
  • Matte Metalloberflächen in Messing oder Bronze
  • Graphitfarbene oder schwarze Akzente für moderne Kontraste
  • Ungebleichte Baumwolle und Rohleinen bei Textilien
  • Warme Grautöne wie Taupe
  • Zarte Pastelltöne, besonders aus der Grün-Palette

Lachs

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Diese elegante Farbe orientiert sich am rosa-orangefarbenen Fleisch des Lachses. Es handelt sich um ein warmes, weiches Rosa mit einem zarten Orangeschimmer. Der Farbton entsteht durch die ausgewogene Mischung von hellem Rosa mit einem Hauch Orange und Weiß. Charakteristisch ist seine sanfte, warme Ausstrahlung, die weder zu süßlich noch zu grell wirkt. Je nach Lichtsituation kann Lachs mal mehr ins Rosé, mal mehr ins Apricotfarbene spielen.

Passt zu Lachs:

  • Warme Grautöne
  • Cremeweiß und Elfenbein
  • Gebürstetes Silber
  • Helle Naturhölzer
  • Taubenblau für Eleganz
  • Weiße und cremefarbene Textilien
  • Dunkelblau für moderne Akzente

Koralle

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Diese lebendige Farbe verdankt ihren Namen den farbenprächtigen Nesseltieren der tropischen Meere. Koralle beschreibt einen kräftigen, warmen Farbton, der genau zwischen Rosa und Orange angesiedelt ist. Die Farbe entsteht durch die präzise Mischung von hellem Rot mit Orange und einem kleinen Weißanteil, was ihr ihre charakteristische Leuchtkraft und Wärme verleiht. Anders als reines Rosa wirkt Koralle weniger süßlich, und im Gegensatz zu Orange weniger grell. Je nach Lichteinfall kann der Ton zwischen einem warmen Rosa und einem weichen Orange changieren, behält dabei aber immer seine lebendige, sommerliche Frische.

Passt zu Koralle:

  • Reines Weiß für maximale Frische
  • Türkis und Aqua für einen maritimen Look
  • Hellgraue Töne zur Beruhigung der Farbintensität
  • Helle Hölzer, besonders Eiche und Ahorn
  • Gold und Messing für glamouröse Akzente
  • Naturfarbene Textilien wie Leinen und Baumwolle
  • Navy als dramatischer Kontrast
  • Beige und Sandtöne für einen ausgleichenden Effekt
  • Cremefarben für eine weiche Basis
  • Mint für einen frischen, sommerlichen Look

Apricot

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Diese fruchtige Farbe orientiert sich an der reifen Aprikose mit ihrer zart orangerosa Färbung. Apricot ist ein sehr helles, warmes Rosa mit einem deutlichen Pfirsichton. Die Farbe entsteht durch die harmonische Mischung von hellem Orange, zartem Rosa und einem großzügigen Weißanteil. Charakteristisch ist die sommerliche Frische, die dieser Ton ausstrahlt. Je nach Lichteinfall kann Apricot zwischen einem zarten Rosa und einem hellen, warmen Orange variieren.

Passt zu Apricot:

  • Helle Holztöne, besonders Ahorn und Birke
  • Cremeweiß und Naturweiß
  • Salbeigrün für einen frischen Look
  • Mattes Gold
  • Hellgraue Töne
  • Natürliche Leinenstoffe
  • Petrol für spannende Kontraste

Mauve

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Diese elegante Farbe hat ihren Namen von der französischen Bezeichnung für die Wilde Malve. Mauve beschreibt ein gedämpftes Violett mit einem deutlichen Grauanteil. Der Farbton wurde zufällig 1856 vom Chemiker William Henry Perkin entdeckt und war die erste synthetisch hergestellte Farbe. Charakteristisch ist die perfekte Balance zwischen Violett und Grau. In verschiedenen Lichtsituationen kann Mauve mal mehr ins Rosé, mal mehr ins Graue tendieren.

Passt zu Mauve:

  • Helle und dunkle Grautöne
  • Warmes Weiß und Cremetöne
  • Dunkle Hölzer, besonders Wenge und Ebenholz
  • Silber und Platin für kühle Eleganz
  • Salbeigrün für einen naturnahen Look
  • Samtige Stoffe in Grau- und Beigetönen
  • Dunkle Blautöne für dramatische Kontraste

Indigo

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Diese majestätische Farbe verdankt ihren Namen der Indigopflanze (Indigofera tinctoria), aus der seit Jahrtausenden der gleichnamige Naturfarbstoff gewonnen wird. Indigo beschreibt ein tiefes, intensives Blau, das an Violett grenzt. Die Farbe entsteht durch die Kombination von dunklem Blau mit einem subtilen Violettanteil und manchmal einem Hauch Schwarz für zusätzliche Tiefe. Charakteristisch für Indigo ist seine außergewöhnliche Farbtiefe, die je nach Lichteinfall zwischen einem satten Mitternachtsblau und einem geheimnisvollen Violettblau changieren kann. In der traditionellen Färbetechnik wurde die Intensität durch mehrmaliges Eintauchen des Stoffes erreicht - je öfter getaucht wurde, desto tiefer und reichhaltiger wurde der Farbton.

Passt zu Indigo:

  • Helle Cremetöne für dramatische Kontraste
  • Warmes Gold und Messing für luxuriöse Akzente
  • Naturhölzer von hell bis dunkel
  • Reines Weiß für einen maritimen, klassischen Look
  • Cognacfarbenes Leder für Wärme und Tiefe
  • Naturfarbene Textilien wie Leinen und Baumwolle
  • Terrakotta für mediterranes Flair
  • Hellgrau für moderne Eleganz
  • Silber für kühle Kontraste
  • Beige für eine harmonische Balance

Petrol

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Ein faszinierender Farbton, der sich zwischen Blau und Grün bewegt. Petrol, benannt nach der schimmernden Oberfläche von Erdöl, ist ein tiefes, sattes Blaugrün mit einer besonderen Tiefenwirkung. Die Farbe entsteht durch die ausgewogene Mischung von dunklem Blau und Grün, oft mit einem leichten Grauschleier, der dem Ton seine charakteristische Eleganz verleiht. Je nach Lichteinfall kann Petrol mal mehr ins Bläuliche, mal mehr ins Grünliche changieren.

Passt zu Petrol:

  • Warme Goldtöne und Messing
  • Helle Hölzer für natürliche Kontraste
  • Cremeweiß und Beige
  • Cognacfarbenes Leder
  • Kupfer für warme Akzente
  • Graue und beigefarbene Textilien
  • Schwarz für moderne Eleganz

Mint

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Diese frische Farbe verdankt ihren Namen der Pfefferminzpflanze und deren hellgrünen Blättern. Mint ist ein helles, kühles Grün mit einem deutlichen Blaustich. Anders als das dunklere Pfefferminzgrün zeichnet sich Mint durch seine Leichtigkeit und Frische aus. Der Farbton entsteht durch die Mischung von hellem Grün mit einem kleinen Anteil Blau und Weiß, was ihm seine charakteristische Helligkeit und Kühle verleiht. In verschiedenen Lichtsituationen kann Mint zwischen einem zarten Pastellton und einem lebendigen hellen Grün variieren.

Passt zu Mint:

  • Reines Weiß für Frische
  • Hellgraue Töne
  • Naturhölzer in hellen Tönen
  • Rosé für einen verspielten Look
  • Silber und Chrom
  • Weiße und hellgraue Textilien
  • Marine als kräftiger Kontrast

Khaki

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Dieser Farbton hat seinen Ursprung im militärischen Bereich und leitet sich vom persischen Wort "khak" für Staub oder Erde ab. Khaki ist ein erdiger Grünton mit einem deutlichen Braunanteil. Die Farbe entsteht durch die Mischung von Olivgrün mit Beige und einem Hauch Grau, was ihr den charakteristischen, gedämpften Look verleiht. Je nach Mischungsverhältnis kann Khaki mehr ins Grünliche oder mehr ins Sandige tendieren. Der Farbton wurde ursprünglich für Tarnuniformen entwickelt, hat sich aber längst als zeitloser Klassiker in der Inneneinrichtung etabliert.

Passt zu Khaki:

  • Cremeweiß und Naturweiß
  • Alle Brauntöne von Hell bis Dunkel
  • Schwarz für urbane Kontraste
  • Natürliche Materialien wie Jute und Sisal
  • Dunkle Hölzer
  • Leder in Cognac- und Brauntönen
  • Matte Bronzetöne

Taupe

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Dieser Farbton leitet seinen Namen vom französischen Wort für "Maulwurf" ab und orientiert sich am Fell des Tieres. Taupe ist ein komplexer Grauton mit deutlichem Braunanteil, der je nach Mischung wärmer oder kühler erscheinen kann. Die Basis bildet ein mittleres Grau, das durch braune Pigmente Tiefe und Wärme erhält. Charakteristisch für Taupe ist seine Wandelbarkeit - je nach Lichteinfall und Kombination kann der Ton mal mehr ins Braune, mal mehr ins Graue tendieren. Diese Eigenschaft macht ihn zu einem äußerst vielseitigen Grundton.

Passt zu Taupe:

  • Helle Naturtöne wie Creme und Ecru
  • Dunkle Holztöne, besonders Walnuss und Eiche
  • Akzente in Altrosa oder Mauve
  • Metallische Töne in Silber oder gebürstetem Nickel
  • Sämtliche Blautöne von Hellblau bis Navy
  • Samtige und strukturierte Stoffe in Erdtönen
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