© niroworld/Adobe Stock

Frische Farbenwelt für's Bad

Badewanne, Waschbecken & Co sind in den meisten Bädern weiß. Mit Wandfarben, Badmöbeln und Fliesen kann man gezielt Farbe hineinbringen. Welche Farben sich im Bad gut machen, und worauf Sie bei der Farbauswahl achten sollten - wir haben Ideen und Tipps!

Bei neuen und sanierten Bädern fällt designtechnisch eines besonders auf: es wird nicht mehr ausschließlich zu Fliesen gegriffen, sondern auch mit Wandfarben gearbeitet. Vorausgesetzt, es werden geeignete Wandfarben mit bestimmten Eigenschaften gewählt, kann ein jeder seine Badezimmerwand selbst auffrischen, neue Akzente setzen oder eine ganz andere Atmosphäre im Bad schaffen.

Warum Feuchtraumfarben die richtige Wahl sind

Eine gute Badezimmerfarbe muss viel Wasserdampf aushalten und sich einfach reinigen und sauberhalten lassen. Außerdem wichtig ist ein ausgewogenes Verhältnis von Diffusionsoffenheit und Abriebfestigkeit. Feuchtraumfarben entsprechen diesen Anforderungen. Sie eignen sich für Badezimmer, Küchen und andere feuchte Räume besonders gut, weil sie im Gegensatz zu den üblichen Wandfarben (= Dispersionsfarben) aus dem Baumarkt mehr Schutz vor Schmutz und Schimmel bieten (dennoch sind sie nicht zu verwechseln mit Anti-Schimmel-Farben!). Apropos Schimmel: Lüften ist immer noch die wirksamste Vorbeugung gegen Schimmel - auch im Bad.

Wandfarbe im Bad an Luftfeuchtigkeit anpassen

Im Bad greift man am besten zu Silikat- bzw. Mineralfarben (z.B. Aviva Tiromin-Color oder Tiromin-Weiß), die besonders wasserdampfdurchlässig sind. Silikatfarben können den Wasserdampf speichern und ihn dann bei trockener Raumluft, nachdem gelüftet wurde, wieder abgeben. Ein Anstrich mit Silikatfarbe bildet nicht wie andere Anstriche (z. B. mit Dispersionsfarbe) eine Schicht, sondern verbindet sich mit dem Untergrund. Wichtig: Silikatfarben verbinden (fachsprachlich "verkieseln")sich nur mit einem mineralischen Untergrund, also Putz, Beton, Zement, Naturstein etc. Dispersions-Silikatfarbe hingegen kann auch auf organischen Altanstrichen (z. B. auf alter Dispersionsfarbe, die aber grundiert sein sollte) aufgetragen werden. Diese Sorte ist die am häufigsten vertretene Silikatfarbe in den Baumärkten.

Finden Sie den Stil für Ihr Badezimmer

Mit Farbe lässt sich viel aus einem unscheinbaren Raum herausholen. Was die Gestaltung des Badezimmers und den Einsatz von Farben angeht, kann's in verschiedenste Stilrichtungen gehen. Farbentrends für's Bad gibt es so einige - mit jedem einzelnen davon erreichen Sie eine ganz bestimmte Wirkung und Atmosphäre. Wir stellen Ihnen hier die aktuellsten Badezimmerfarben und Farbkombinationen vor:

© KB3/Adobe Stock

Beige: zurückhaltend und edel

Viele Bäder sind mit weißen Badmöbeln ausgestattet. Weiß ist zeitlos und erfüllt optisch das Bedürfnis nach Sauberkeit und Hygiene im Badezimmer. "Veredeln" kann man weiße Badmöbel, indem man die Wände Beige bzw. in einem Sandton streicht. Die Kombination wirkt harmonisch, ruhig und vermittelt ein wärmendes Gefühl. Oder man belässt die weiße Wand und wählt dazu Badmöbel in einem Sandton, in Hellbeige oder in Creme.

© denisismagilov/Adobe Stock

Grün: belebend und frisch

Im Trend liegen Sie mit Wandflächen in einem hellen Grün. Mit weißen Badmöbeln in Hochglanzoptik kombiniert, wirkt es frisch, jugendlich und darüber hinaus sehr elegant. Badmöbel aus hellen Hölzern oder in hellen Sandtönen reflektieren das Badezimmerlicht und ergänzen sich ebenfalls perfekt mit Hellgrün, aber auch mit einem satten Grünton. Letzteres bringt Ruhe in den Raum. Mutiger sind knallig-grüne Möbelfronten, etwa in Apfelgrün.

© denisismagilov/Adobe Stock

Schwarzweiß: kontrastreich und modern

Angelehnt an bereits etablierte Schwarz-Weiß-Konzepte im Wohnbereich, steht die Farbkombi auch im Badezimmer hoch im Kurs. Das kontrastreiche Duo verleiht Bädern Tiefe und lässt weiße Keramik leuchten.

© Pixel-Shot/Adobe Stock

Blau: leicht und unaufdringlich

Einen dezenteren Kontrast setzt man mit hellblauen und mittelblauen Wänden. Blau wirkt harmonisierend und vertreibt Stress und Hektik. Mit Accessoires wie Vasen und Textilien in leuchtenden Blau- und Grüntönen wird das Ganze farbenintensiver. Richtig stylisch wird's dann mit Regalen, Hockern und Leuchten aus Metall oder Edelstahl.

© Matthias Ott/Adobe Stock

Grau: wohnlich und behaglich

In den letzten Jahren zum Interieur-Klassiker aufgestiegen, ist Grau auch aus dem Badezimmer nicht mehr wegzudenken. Es ist einfach zu kombinieren und macht sich zum Beispiel neben Accessoires aus Holz besonders gut. Die Kombination aus einem hellen Grau und dem Naturmaterial schafft eine einladende und wohnliche Stimmung. Genauso behaglich wird's mit einem Bodenbelag aus Holz(optik) oder Badmöbeln aus Holz. Mit dem klassischen Duo Grau-Weiß fürs Bad liegt man in Sachen Design auch nie falsch.

© denisismagilov/Adobe Stock

Rot: aufregend und extravangant

Ein wahrer Farbenexot im Badezimmer ist Rot. Wer den Reiz des Ungewöhnlichen liebt, für den ist eine Wand in einem intensivem Rotton wohl genau das Richtige. Nebenbei lässt diese Farbe sonst schnell langweilig wirkende, weiße Badmöbel so richtig erstrahlen! Einmal mehr ein passender Designpartner: Badmöbel und Accessoires aus hellen Hölzern.

 

 

AutorIn:
Datum: 07.08.2020
Kompetenz: Bäder und Fliesen