So legen Sie ein Mistbeet an

Mit dem Mist- oder Frühbeet beginnt das Gartenjahr. Es nutzt einen doppelten Effekt: der Wärme von unten durch den Pferdemist und der Wärme von oben durch das einstrahlende Sonnenlicht.

Vorgefertigte Mistbeete bietet der Fachhandel als „Frühbeetkasten“ an. Sie sollten immer an der südlichen Hauswand aufgestellt werden. Sie können sich das Mistbeet aber auch einfach selbst bauen.

Und so funktioniert's:

Tragen Sie ein Rasenstück mindestens 60 Zentimeter tief ab und fassen Sie es mit Holz oder Beton ein. Die Seitenwände können zusätzlich mit Styropor isoliert werden. Auf die Einfassung legen Sie Glasplatten. Besser noch eignen sich passend zugeschnittene Doppelstegplatten aus transparentem Kunststoff. Sie isolieren besser und brechen nicht so leicht wie Glasfenster.

Nach der Frostperiode wird die Erde des Vorjahres aus dem Mistbeet genommen. Sie muss vollständig aufgetaut sein. Anschließend wird gut abgelagerter, leicht feuchter Pferde- oder Kuhmist etwa 40 Zentimeter dick ins Beet gebracht. Auf die leicht angedrückte „Wärmepackung“ wird die Erde des Vorjahres etwa 20 Zentimeter dick gehäuft. Achtung: Der Abstand zum Glas sollte noch mindestens fünf Zentimeter betragen.

Ruhen lassen, bevor es losgeht

Die erste Pflanze im Beet ist der Kopfsalat. Es muss eine Frühjahrssorte sein. Während die Pflänzchen sparsam gegossen werden und langsam Gestalt annehmen, wird das Glas an sonnigen Tagen zum Lüften vom Beet genommen. So gehegt und gepflegt kommt der erste Salat bereits im April auf den Tisch. Einjährige Sommerblumen werden jetzt im Mistbeet vorgezogen. Sie ergänzen nach der Frostperiode die Stauden. Nachdem Salat bei gutem Wetter ab April auch direkt ins Freiland gepflanzt werden kann, gedeiht im Mistbeet das Gemüse des Südens: Tomaten, Chili und Peperoni fühlen sich hier bis weit in den Herbst hinein pudelwohl.

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Datum: 29.03.2017

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