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Brandschutzplatten für Kaminöfen: Alle Infos auf einen Blick

Besitzen Sie einen Kaminofen? Und haben Sie eine Brandschutzplatte davor liegen? Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit zum Nachrüsten! Wir sagen Ihnen, warum eine feuerfeste Platte vor dem Ofenloch wichtig ist und wie Sie die richtige Wahl treffen.

Beim Aufstellen eines Kaminofens sind einige Aspekte zu beachten. So muss der Aufstellort mit ausreichend Verbrennungsluft versorgt werden. Auch sollte der Schornstein in einem einwandfreien Zustand sein, um die Abluft sicher abzuleiten. Bei der Installation einesOfens ist außerdem darauf zu achten, dass genügend Abstand zu den umliegenden Möbeln und zur dahinterliegenden Wand eingehalten wird. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Hitze keinen Schaden anrichtet. In der Aufstellanleitung des Kaminofens finden Sie die vorgeschriebenen Mindestabstände. Um den empfindlichen Holz- oder Laminatboden rund um den Kaminofen zu schützen, sollte eine Brandschutzbodenplatte unter den Ofen gelegt werden.

Größe der Brandschutzplatte

In jedem Fall sollte die Platte den Boden vor dem Kaminofen 50 Zentimeter und seitlich 30 Zentimeter abdecken. Ihr Fußboden wird es Ihnen danken. Achten Sie darauf, dass die Wände hinter und seitlich des Ofens aus nicht brennbaren Materialien bestehen. Auch dürfen sich vor dem Kaminofen keine leicht entzündlichen Gegenstände oder Materialien befinden.

Empfohlenen Mindestabstände

  • 65 Zentimeter zu jeweils beiden Seiten (bei Seitenscheiben)
  • 20 Zentimeter zwischen dem Rauchrohr und Decke
  • 80 Zentimeter vor der Frontverglasung
  • 20 Zentimeter zwischen Rückseite des Ofens und Wand
  • 30 Zentimeter zu jeweils beiden Seiten des Ofen

 

Warum ist Hitzedämmung zur Wand wichtig?

Achten Sie stets auf die vorgeschriebenen Mindestabstände! 20 Zentimeter sollte der Abstand zur Wand in jedem Fall betragen. Ein komfortables Bedienen des Ofens sollte außerdem gewährleistet sein. So ist ein größerer Abstand sinnvoll. Es ist ratsam, zuvor die Bedienungsanleitung des Ofenherstellers zu lesen und ein Beratungsgespräch mit einem Schornsteinfeger zu führen. Dieser kann weitere nützliche Tipps für das Aufstellen und die Inbetriebnahme des Kaminofens geben.

Grundsätzlich wird zwischen brennbaren und nicht brennbaren Wänden unterschieden. Eine gemauerte Wand oder eine Wand aus Beton zählt nicht zu den brennbaren Wänden. Wände mit Holzunterkonstruktionen sind ein gutes Beispiel für eine brennbare Wand. Im Zweifelsfall sollte auch hier der zuständige Schornsteinfeger zu Rate gezogen werden. Wichtig: Die Vormauerung sollte aus mineralischen Stoffen (z. B. Beton) bestehen.

Calciumsilicat-Dämmplatte als Alternative zur Vormauerung

Eine Vormauerung von mindestens 10 Zentimetern Dicke sollte immer eingehalten werden – auch wenn es sich um eine nichtbrennbare Wand handelt. Eine Vormauerung ist im Regelfall sehr kostenintensiv und benötigt viel Platz. Eine Alternative stellt eine Wärmedämmplatte aus Calciumsilicat dar. Sie bieten idealen Hitzeschutz, verbrauchen wenig Platz und sind sehr hitzebeständig. Dabei sollte auf die Auswahl des richtigen Klebers geachtet werden, die sich in ihrer Hitzebeständigkeit massiv unterscheiden.

Glas, Metall oder Stein?

Grundsätzlich werden drei Arten von Bodenplatten im Handel angeboten: Metall-, Glas- und Steinplatten: Metallplatten zeichnen sich durch besondere Widerstandsfähigkeit aus und sind bestens geeignet, um den Bodenbelag zu schützen. Sie bestehen meist aus circa 1,5 bis 2,5 Millimeter dickem Stahlblech in dunklen Farbtönen. Die Auswahl an Kaminofenplatten aus Metall ist etwas geringer als bei Glasplatten. Jedoch kann man sich diese von Metallbaufirmen gegen Aufpreis maßanfertigen lassen. Im Regelfall ist die Variante aus Metall aber die günstigste und schon ab rund 12 Euro im Baufachhandel erhältlich.

Eine weitere Option sind Glasbodenplatten. Sie bestehen aus 6 bis 8 Millimeter dickem Einscheibensicherheitsglas, welches großen Druck- und Stoßbelastungen standhält. Die Glasplatten sind auch in Rauchglas oder in verschiedenen Lackierungen im Handel erhältlich. Regelmäßiges Reinigen ist bei Glasplatten Pflicht, da Asche, Sand und Schmutz das Glas beziehungsweise die Lackierung stark beschädigen können. Glasbodenplatten sind ab einem Preis von rund 50 Euro im Fachhandel erhältlich,können jedochbis zu 200 Euro kosten.

Ebenfalls beliebt ist die Funkenschutzplatte aus Granitstein. Für diese robusten und dekorativen Platten müssen Kaminofenliebhaberetwas tiefer in die Tasche greifen. Eine Steinplatte ist beim steinverarbeitenden Fachbetrieb oder beim Ofenbauer erhältlich und muss in jedem Fall individuell angefertigt werden. Da die Granitsteinplatte sehr viel Gewicht auf die Waage bringen kann, ist es ratsam, zwei Personen mit der Montage zu beauftragen.

Gut zu wissen!

  • Kein Zeitungspapier ins Feuer werfen! Beim Verbrennen der Tinte werden unzählige Schadstoffe freigesetzt.
  • Zuluft nie vollständig schließen! Nur so kommt genug Sauerstoff an die Flamme.
  • Das Feuer immer von oben anzünden! So kann maximale Wärme erzeugt werden. 
  • Weniger ist mehr! Umso weniger Holz im Kamin ist, desto mehr Luft kommt an die Flamme und man profitiert von einer schnelleren Wärmeentwicklung. 

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Datum: 22.02.2022

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