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Brandschutzplatten für Kaminöfen: Alle Infos auf einen Blick

Besitzen Sie einen Kaminofen? Und haben Sie eine Brandschutzplatte davor liegen? Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit zum Nachrüsten! Wir sagen Ihnen, warum eine feuerfeste Platte vor dem Ofenloch so wichtig ist, und wie Sie die richtige Wahl treffen.

Beim Aufstellen eines Kaminofens sind einige Aspekte zu beachten. So muss der Aufstellort mit ausreichend Verbrennungsluft versorgt werden. Auch sollte der Schornstein in einem einwandfreien Zustand sein, um die Abluft sicher abzuleiten. Bei der Installation eines solchen Ofens ist außerdem darauf zu achten, dass genügend Abstand zu den umliegenden Möbeln und zur dahinterliegenden Wand eingehalten wird. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Hitze keinen Schaden anrichtet. In der Aufstellanleitung des Kaminofens finden Sie die vorgeschriebenen Mindestabstände. Um den empfindlichen Holz- oder Laminatboden rund um den Kaminofen zu schützen, sollte eine Brandschutzbodenplatte unter den Ofen gelegt werden.

Größe der Brandschutzplatte

In jedem Fall sollte die Bodenplatte vor dem Kaminofen 50 Zentimeter und seitlich 30 Zentimeter abdecken. Ihr Fußboden wird es Ihnen danken. Achten Sie darauf, dass die Wände hinter und seitlich des Ofens aus nicht brennbaren Materialien bestehen. Auch dürfen sich vor dem Kaminofen keine leicht entzündlichen Gegenstände oder Materialien befinden.

Glas, Metall oder Stein?

Grundsätzlich werden drei Arten von Bodenplatten im Handel angeboten: Metall-, Glas- und Steinplatten: Metallplatten zeichnen sich durch besondere Widerstandsfähigkeit aus und sind bestens geeignet, um den Bodenbelag zu schützen. Sie bestehen meist aus circa 1,5 bis 2,5 Millimeter dickem Stahlblech in dunklen Farbtönen. Die Auswahl an Kaminofenplatten aus Metall ist etwas geringer als bei Glasplatten. Jedoch kann man sich diese von Metallbaufirmen gegen Aufpreis maßanfertigen lassen. Im Regelfall ist die Variante aus Metall aber die günstigste und schon ab rund 12 Euro im Baufachhandel erhältlich.

Eine weitere Option sind Glasbodenplatten. Sie bestehen aus 6 bis 8 Millimeter dickem Einscheibensicherheitsglas, welches großen Druck- und Stoßbelastungen standhält. Die Glasplatten sind auch in Rauchglas oder in verschiedenen Lackierungen im Handel erhältlich. Regelmäßiges Reinigen ist bei Glasplatten Pflicht, da Asche, Sand und Schmutz das Glas beziehungsweise die Lackierung stark beschädigen können. Glasbodenplatten sind ab einem Preis von rund 50 Euro im Fachhandel erhältlich und können bis zu 200 Euro kosten.

Ebenfalls beliebt ist die Funkenschutzplatte aus Granitstein. Für diese robusten und dekorativen Platten müssen Kaminofenliebhaber allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen. Eine Steinplatte ist beim steinverarbeitenden Fachbetrieb oder beim Ofenbauer erhältlich und muss in jedem Fall individuell angefertigt werden. Da auch diese Variante sehr viel Gewicht auf die Waage bringen kann, ist es ratsam, zwei Personen mit der Montage zu beauftragen.

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Datum: 15.09.2021

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