Kampf der Uhrengiganten treibt Mietpreise in Rekordhöhe

In Zürich treibt die Invasion der Juweliere die Mietpreise an der noblen Shoppingmeile Bahnhofstrasse in die Höhe. Mehr als 11.000 Euro pro Quadratmeter sind hier schon für die Bestlage zu bezahlen. Ein internationaler Trend.

Location Group Research © Location Group Research

Die Entwicklung der Ladenmieten in der Bahnhofstrasse.

Bling-Bling scheint im Nachbarland Schweiz In zu sein. Denn dort, vor allem in Zürich, findet zurzeit eine „Invasion“ der Juweliere statt. Laut Studie der Location Group Research, liefern sich die Uhren- und Schmuckgeschäfte vor allem in der noblen Bahnhofstrasse eine Schlacht um die besten Locations. Die Gegner, vor allem große Modelabels, ziehen dabei immer öfter den Kürzeren. Es gilt: Wer mehr bezahlt, zieht ein - und die Mietpreise schnellen Dank der großen Konkurrenz in noch nie dagewesene Höhen.

Hotspot Bahnhofstrasse

So sind an der Zürcher Bahnhofstrasse Jahresmieten von rund 10.000 Euro pro Quadratmeter keine Seltenheit. Die neue Rekordmiete am Standort beträgt 13.850 Schweizer Franken - mehr als 11.200 Euro.

Stolze Ablöse: 5,68 Mio. Euro

Auch die Uhrenmarke Bucherer musste tief in die Tasche greifen. Sie hat sieben Millionen Schweizer Franken (rund 5,68 Mio. Euro) "key money" bezahlt, um das französische Damenmodelabel Devernois aus seinem Mietvertrag neben Christian Dior raus zu kaufen und dort eine Rolex-Boutique zu eröffnen.

"Reise nach Jerusalem"

An der Bahnhofstrasse bleibt kein Stein am anderen: Jaeger-LeCoultre und eine weitere internationale Uhrenmarke werden in Kürze an der Bahnhofstrasse für Furore sorgen,womit dann die Zahl um weitere sechs Luxustempel auf insgesamt 28gestiegen sein wird. IWC hat an der Bahnhofstrasse 61 eröffnet. Das alte IWC Geschäft wird von Juwelier Pomellato übernommen.Diesel hat den Kampf um die alte Location gegen Omega verloren undhat nun eine neue Boutique gegenüber dem Department Store Globus,
welche mehr als zwei Millionen Franken (1,6 Mio. Euro) Miete pro Jahr kostet. Mangonebenan zahlt der Eigentümerin UBS einen saftigen Betrag von zwei bis drei Millionen Franken pro Jahr. Vor zehn Jahren waren diese Zahlen noch bei einem Drittel der heutigen Preise. Das alte Omega Geschäft wird vermutlich von Longines oder Rado übernommen.

International fünfstellige Beträge Gang und Gäbe

Europaweit haben die Uhrenbrands gerade in Genf, London, Paris und Zürich zu Spitzenmieten zwischen 10-15.000 Euro pro Quadratmeter jährlich geführt, so das Schweizer Marktforschungsintitut Location Group Research. Angeführt wird dieser Rekord von Breitling an der New Bond Street in London.In Asien ziehen die Preise ebenfalls an und auch abseits des Schmuckgeschäfts schenken sich die Händler nichts: Mit dem Wechsel von H&M zu Zara an der Queens Road in Hong Kong zum Beispiel, kam es zu einer Verdoppelung des Mietpreises für die Betreiber. Rund 40.000 Dollar, das entspricht etwa 29.500 Euro, fallen hier pro Jahr und Quadratmeter für die Miete an. Das ist das Doppelte der üblichen Mieten an der Fifth Avenue in New York.

Shoppingmetropolen weltweit

Die teuersten Lagen weltweit befinden sich in Hong Kong am Causeway Bay und der Queens Road, gefolgt von New York an der Fifth Avenue sowie der New Bond Street in London, der Bahnhofstrasse in Zürich, dem Champs-Elysées in Paris, sowie Tokio, Sidney, Genf, Rom und Mailand.

ntscheidender Standort: Rekordumsatz hält Apple

Der Grund für die extremen Preise liegt auf der Hand: Die höchsten Quadratmeter-Umsätze erzielt Apple mit 225.000 Schweizer Franken (rund 182.000 Euro) pro Quadratmeter und insgesamt 100 Mio. Franken (81 Mio. Euro) im Jahr nur am Standort Züricher Bahnhofstrasse sowie dem 3-4-fachen Umsatz pro Quadratmeter (rund 450 Mio. Dollar) an der Fifth Avenue in New York.

 


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Datum: 07.02.2013

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