Zinshaus-Marktbericht

Knapperes Angebot, höhere Preise und niedrigere Renditen: Otto Immobilien präsentierte den neuen Zinshaus-Marktbericht. Das Transaktionsvolumen ist zwar gesunken, dies liegt aber nicht an mangelnden potentiellen Käufern. Zinshäuser bleiben gefragt.

Bereits zum zweiten Mal präsentierte Otto Immobilien seinen Wiener Zinshaus-Marktbericht. Die wichtigsten Erkenntnisse: Das Angebot wird knapper, die Preise steigen, die Renditen sinken.

Gesunkenes Transaktionsvolumen

250 Mio Euro betrug das Umsatzvolumen bei den Zinshäusern im 1.Halbjahr 2010. Nach den 340 Mio im letzten Jahr bedeutet dies einen Rückgang um ein gutes Drittel.

Auch das langsame"Verschwinden" der Zinshäuser (diese werden "filetiert" d.h. die Einzelwohnungen verkauft)setzt sich fort, 15.400 Wiener Zinshäuser zählt der Bericht - um 129 weniger als vor einem Jahr. ( Die Kriterien die Otto Immobilien anwendet um den Begriff des Zinshauses zu definieren sind u.a.: Ein Baujahr zwischen 1848 und 1918, geschlossene Bauweise, keine Sondernutzung und kein Wohnungseigentum.)

Neue Gegenden gefragt

In Sachen Preise ist natürlich immer noch der 1.Bezirk an der Spitze, die Quadratmeterpreise liegen dort zwischen 3.200 und 5.100 Euro (die Renditen bei 1,7 bis 3,7 %). Als neuer "Hotspot" kristallisieren sich laut Otto Immobilien der 3.Bezirk heraus, etwa rund um den Rochusmarkt. "Einige Wohnbauprojekte haben diesen Gebieten neuen Aufschwung gegeben. Märkte sind nach wie vor sehr beliebt und ziehen Investoren magisch an."

Der Marktbericht selbst wurde heuer inhaltlich ergänzt, und enthält neben den üblichen Zahlen und Fakten zur Marksituation auch interessante Einblicke in den technischen Aufbau eines typischen Zinshauses sowie essayistische Betrachtungen der Geschichte desersten und zweiten Bezirks.


Autor:

Datum: 16.11.2010

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Beitrag schreiben

Weitere Artikel aus Immobilienprojekte

St. Pölten gerät zunehmend ins Radar der Immobilieninvestoren: Semper Constantia will mit neuem Apartment-Angebot im Gesundheitsbezirk punkten. Eigentümer, Totalübernehmer und Co haben nun die erste Bauetappe des Mietprojektes max.living gefeiert.

Projektentwickler zufrieden: Im Meidlinger „wohn:park:zwölf“, errichtet von der in Oberösterreich ansässigen Consulting Company, sind bereits ein Jahr vor der geplanten Fertigstellung alle Wohnungen verkauft.

Der Rohbau für das Projekt „Steinterrassen“ im Wiener Bezirk Penzing steht. Die Fertigstellung soll im nächsten Sommer erfolgen, aktuell sind 83 Prozent der Wohnungen verkauft, wie die oberösterreichische Consulting Company im Rahmen der Gleichenfeier informierte.

Baustart an Ost-Autobahn und Donaukanal: Die Soravia Group und die Bundesimmobilien-Tochter Are luden zum Spatenstich für ihr gemeinsames XXL-Wohnprojekt Triiiple. In vier Türmen werden bis Ende 2021 rund 70.000 Quadratmeter Gesamtnutzfläche realisiert, investiert werden 300 Millionen Euro.

Im Juni 2016 startete Immobilien Funk im Auftrag der Stumpf Wohnprojekte mit dem Verkauf der 81 freifinanzierten Eigentumswohnungen im Projekt "Home 2" direkt am Handelskai. Heute wurden die ersten Schlüssel an 77 Neo-Eigentümer übergeben; eine Verwertungsrate von über 95 Prozent.

Vor knapp einem Jahr erfolgte in Wien Landstraße der Spatenstich, jetzt wurde seitens des Projektentwicklers zur Baustellenfeier für „The Ambassy Parkside Living“ geladen. Im Sommer 2018 sollen die Eigentumswohnungen bezugsfertig sein.

Dachgleiche für die Renzo Piano-Türme: Das zurzeit größte freifinanzierte Wohnprojekt der Bundeshauptstadt ist im Zeit- und Budgetplan. Laut Signa soll die Luxus-Wohnturmanlage und ein anschließender Hotelkomplex Anfang 2019 fertiggestellt sein.

Kürzlich erfolgte der Spatenstich für ein neues Wohnprojekt mit Miet- und Eigentumswohnungen der KIBB im zweiten Wiener Gemeindebezirk. Bezugsfertig soll die Anlage laut den Projektentwicklern Anfang 2019 sein.

Film ab für die finale Bauphase 204 freifinanzierter Eigentumswohnungen im Grünen: Auf dem Terrain der ehemaligen Filmstudios in Wien Liesing luden die Projektpartner gestern zum traditionellen Baustellentermin. Mit dabei: Bauherren, Architekten, Investoren, Arbeiter, Projektpartner und die ersten Bewohner und Eigentümer. Was zu erfahren war: 65 Prozent der Wohnungen sind bereits verkauft.