Holzrahmen mit gelbem Sand darin Gras wächst um den Rahmen auf grünem Hintergrund

Holzrahmen mit gelbem Sand darin Gras wächst um den Rahmen auf grünem Hintergrund © Mario Ewald/wohnnet Medien

Sandkiste selber bauen: Do-it-yourself-Anleitung

Sandkisten gibt es in jedem Garten- und Baumarkt. Doch mit ein wenig handwerklichem Geschick können Sie das sandige Reich für Ihre Kleinen auch selber bauen. Hier unsere DIY-Anleitung.

Grüner Holzbalken steht fest in einer ausgegrabenen Erde von 2,20 cm Tiefe Sandschaufel im Hintergrund mit einem Erdhaufen daneben grasbewachsene Ränder markieren den Rand des Grabens.

Nehmen Sie die Schaufel zur Hand und graben Sie zuallererst ein Loch, das tief und groß genug für die Sandkiste Ihrer Kinder ist. © Mario Ewald

Die gekauften Sandkisten sind meist recht klein bemessen, und je größer sie werden, desto teurer sind sie auch. Wenn Sie ein wenig handwerkliches Geschick besitzen, können Sie die heiß ersehnte Sandkiste für Ihre Kinder aber auch selber bauen. Wir haben die Anleitung:

Schritt 1: Grube ausheben

Wie groß die Sandkiste für Ihren Nachwuchs wird, hängt natürlich in erster Linie vom vorhandenen Platz ab. Eine gute Größe sind ewa zwei mal zwei Meter, da haben mehr als zwei Kinder gut Platz und genügend Möglichkeiten zum Graben, Tunnel bauen und Burgen formen.

Als erstes graben Sie also ein etwa 2,20 x 2,20 Meter breites und ca. 15 Zentimter tiefes Loch aus. Füllen Sie anschließend den Kies auf den Grund der Grube und verteilen Sie ihn gleichmäßig.

Ein Holzkasten enthält graues Material. Ein blaues Tuch wird von oben, begleitet von einem roten Pfeil, in den Kasten gedrückt. Ein zweiter roter Pfeil zeigt seitlich hinaus.

Zuerst werden die kürzeren Bretter für das innere Viereck miteinander verbunden. © Mario Ewald

Schritt 2: Innenrahmen aus Holz bauen und absichern

Das Holz für die Sandkiste sollte geschliffen sein, abgerundete Kanten haben und nicht splittern. Verbinden Sie für den Innenrahmen nun die vorgesehenen Bretter zu einem Quadrat – nageln (mit Breitkopf-Nägeln), verschrauben, verstreben – und tackern Sie die Folie an die Innenseite. Sie lässt einerseits das Wasser absickern und schafft andererseits eine Barriere zwischen spielendem Kind, Sand und Kies.

Wühlmäusen, Insekten und anderen Kleintieren sowie Unkraut wird dadurch der Weg "nach oben" versperrt. Legen Sie die fertige Konstruktion nun in die dafür vorgesehene Baugrube.

Ein hölzerner Rahmen kippt eine weiche blaue Matratze aus seinem Inneren auf den Boden

Ohne Sitzbank ist die Sandkiste nicht gemütlich. Achten Sie nach dem Anbringen auf herausstehende Nägel! © Mario Ewald

Schritt 3: Außenrahmen aus Holz bauen

Als nächstes verbinden Sie die Bretter für den Außenrahmen miteinander und stellen Sie ihn ebenfalls in die Grube. Loten Sie die Abstände zwischen innerem und äußerem Rahmen genau aus, damit die 20 Zentimeter breiten Sitzbretter auch die Lücke zwischen den beiden schließen.

Schritt 4: Sitzbank vernageln

Nun folgt der Bau der Sitzbank. Achtung: Um Verletzungen zu vermeiden, dürfen auf keinen Fall mehr Nägel aus dem Holz herausragen! Prüfen Sie also lieber zweimal, ob alles glatt und sicher ist.

Schritt 5: Abstehende, rissige Stellen abschleifen

Machen Sie einen Rundgang um die Kiste und überprüfen Sie auf spitze oder scharfe Kanten am Sitzbrett und den beiden Rahmen. Diese sollten unbedingt abgeschliffen werden. Verwenden Sie dafür einfach Schleifpapier in einer angemessenen Körnung, was Sie und Ihr Kind nicht brauchen, sind Schiefer in den Fingern oder Beinen.

Schritt 6: Sandkiste befüllen

Zu guter Letzt füllen Sie den Spielsand ein und los geht’s! Aus hygienischen Gründen sollte die Sandkiste immer auch einen Deckel bekommen, damit sie von Katzen und anderen Vierbeinern des nächtens nicht zur Toilette oder Schlafquartier zweckentfremdet wird. Am besten eignen sich dafür Bretter, eine Plane oder ein Netz. Wichtig ist auch, dass der Spielsand zumindest alle zwei bis drei Jahre komplett ausgetauscht wird!

Hinweise und Tipps

Noch ein Tipp:

Besuchen Sie Kinderflohmärkte oder Spielzeugbasare. Dort können Sie Sandspielzeug schon um wenige Euro erstehen. Außerdem dünstet das mit großer Gewissheit keine Gifte mehr aus.

Schritt 7: Spielzeug nicht vergessen!

Nachdem das Sandparadies für Ihren Nachwuchs bereit steht, fehlen nur noch die passenden Spielsachen und "Werkzeuge", mit denen die Phantasiewelten aus Sand gebaut werden könne: Förmchen, Becher in verschiedenen Größen, einen Kübel für größere Mengen an Sand oder Wasser, eine Gießkanne für den perfekten Matsch, Schaufel, Rechen, Sieb… ja da können Sie nochmal richtig schön Geld ausgeben. Achtung: Finger weg von allem was stinkt! Die Spielsachen sind aus Plastik gefertigt und die Ausdünstungen, die von so einem neu gekauften Set ausgehen können, sind wahrlich nicht ohne! Achten Sie auf das Herstellerland, auf Prüfsiegel (z.B. das GS –Siegel "Geprüfte Sicherheit", "Spiel gut" oder "fair spielt").

Veronika Kober
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