Höhere Brandgefahr bei Leichtbauweise?

Viele Fertighäuser sind in Leichtbauweise errichtet. Dass sie deshalb einer höheren Brandgefahr ausgesetzt sind, ist aber schlicht nicht wahr. Hier erfahren Sie warum.

Ein Großteil der Fertighäuser ist in Leichtbauweise errichtet und weist entsprechend Holz als Hauptbaumaterial auf. Nach wie vor weit verbreitet ist die Einstellung , ein Holzhaus brenne wie Zunder, während ein massives, aus Ziegeln erbautes Gebäude dem Feuer viel länger trotzt. "Die Brennbarkeit der Bauweise hat keinen Einfluss auf die Sicherheit in Gebäuden. Hierzu gibt es eine Vielzahl an nationalen und internationalen Untersuchungen", bringt es Dr. Martin Teibinger, Bereichsleiter Bauphysik bei Holzforschung Austria, auf den Punkt. Das Brandentstehungsrisiko ist nicht vom Baumaterial abhängig. Vielmehr bestimmen das korrekte Verhalten der Bewohner, der Zustand der Elektroinstallationen oder auch die Beschaffenheit der Innenausstattung, wie hoch das Brandrisiko im Gebäude tatsächlich ist.


Holzhäuser sind sicher

Häuser aus Holz sind genauso sicher wie Mauerwerksbauten. Voraussetzung dafür ist, dass bei der Bauplanung und der Realisierung die richtigen Maßnahmen ergriffen wurden. In erster Linie wird die Sicherheit eines Gebäudes, egal ob gemauert oder aus Holz, durch die Erfüllung der behördlichen Anforderungen an den Brandschutz bestimmt. Dazu zählen vorbeugende bauliche Maßnahmen, die Brände verhüten helfen, eine Ausbreitung des Feuers verhindern oder verlangsamen sowie eine aktive Brandbekämpfung erleichtern. Also der Einsatz von nicht brennbaren Materialien in Konstruktion und Innenausbau, oder eben die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen bezogen auf Fluchtwege und Brandabschnitte.

Eigentliche Gefahr: mobile Brandbelastung
Zuerst brennt der Inhalt, dann die Hülle. Die größte Gefahr für Hausbewohner geht entsprechend vom Inneren des Gebäudes aus - also der Möblierung, Ausstattung, den Geräten des täglichen Gebrauchs. Der Ausbruch des Feuers findet nämlich in nahezu 100 % der Fälle dort statt und nicht an Bauteiloberflächen oder der Konstruktion des Hauses, ganz unabhängig von der Bauweise.


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Datum: 23.01.2014

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