Energieausweis rechtzeitig erneuern!

Eingeführt wurde er im Herbst 2007, ab 1. Dezember 2012 war seine Erstellung gesetzliche Pflicht. Gültig ist ein Energieausweis immer zehn Jahre, die erste Generation läuft nun also aus.

Sinn des Energieausweises ist es, Kauf- und Mietinteressenten die Möglichkeit zum Vergleichen zu geben und die durch unterschiedliche Energieverbräuche gegebenen Kosten besser kalkulieren zu können. Durch die Einführung des Energieausweises vor nunmehr zehn Jahren kam es zu einer neuen Transparenz am Immobiliemarkt. Das Energieausweis-Vorlage-Gesetz (EAVG) sieht die Verpflichtung des Verkäufers vor, bereits in der Immobilienanzeige bestimmte Werte aus dem Energieausweis anzuführen und spätestens bei Kauf- bzw. Mietabschluss ist der Ausweis auch vorzulegen.
Grundsätzlich wird im Energieausweis der Energiebedarf eines Gebäudes ermittelt. Zustand von Fenstern, Türen, Wänden und Heizung werden eruiert und für eine Gesamtberechnung herangezogen. Mit den hier verankerten Daten können relativ einfach und rasch typische energetische Schwachstellen an der Immobilie aufgezeigt werden (fehlende Dämmung, alte Fenster, Wärmebrücken, etc.).

Energieausweis ist Pflicht – auch weiterhin!

Möchten Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus verkaufen? Dann prüfen Sie noch heute, wann genau Ihr Energieausweis erstellt wurde und ob er vielleicht heuer schon erneuert werden muss. Denn spätestens zwei Wochen nach Vertragsabschluss muss dem Käufer ein gültiger Energieausweis vorliegen. Hier noch einmal die wichtigsten Regelungen rund um den Energieausweis:
Der Mieter oder der Käufer kann die unterlassene Aushändigung des Energieausweises gerichtlich einklagen oder selbst einen Energieausweis einholen und innerhalb von drei Jahren "angemessenen" Kostenersatz begehren. Der Energieausweisaussteller haftet KäuferInnen und MieterInnen gegenüber für die Richtigkeit des Energieausweises. Bei Unterlassen von Angaben zur Energieeffizienz in Inseraten oder bei nicht rechtzeitiger Vorlage bzw. Aushändigung drohen Verwaltungsstrafen. Der Makler ist entschuldigt, wenn der Auftraggeber auf seine Pflicht hingewiesen wurde und der Aufforderung nicht nachkommt.

Von der Vorlagepflicht ausgenommen sind:

  • Gebäude, die nur frostfrei gehalten werden
  • Bei Abbruchobjekten, wenn im Kaufvertrag davon ausgegangen wird, dass der Käufer innerhalb von drei Jahren nach Vertragsabschluss das Gebäude abbricht
  • Gebäude, die überwiegend für Gottesdienste und religiöse Zwecke genutzt werden
  • Provisorisch errichtete Gebäude, deren Nutzungsdauer höchstens auf zwei Jahre ausgelegt ist
  • Industrieanlagen, Werkstätten, landwirtschaftliche Nutzgebäude
  • Wenn "Beheizung" überwiegend durch im Gebäude entstehende Abwärme erfolgt
  • "Ferienwohnungen", wenn der voraussichtliche Energiebedarf unter einem Viertel im Vergleich zur ganzjährigen Benützung liegt
  • Frei stehende Gebäude, deren Gesamtnutzfläche kleiner als 50 m² ist


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Datum: 12.03.2018

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