Fliesenlegen: Untergrund vorbereiten

Bevor Sie sich ans Fliesenlegen machen, sollte der Untergrund entsprechend vorbereitet und vorbehandelt sein. Wir sagen Ihnen, wo die typischen Fallen lauern und worauf Sie unbedingt achten müssen in der Vorbereitungsphase.

 

Für das Verlegen von keramischen Bodenbelägen muss der Untergrund tragfähig und eben sein. Zuerst muss der Boden gründlich gereinigt werden, eventuell kann er mit einem Mörtelverbesserer auf Dispersionsbasis grundiert werden. Bei unebenen Unterböden, wie sie vor allem beim Um- und Ausbau von Altbauwohnungen oder nach dem Entfernen alter Bodenbeläge vorgefunden werden, ist ein unmittelbares Verlegen von Fliesen nicht möglich.

Ein Estrich ist schnell gemacht

Stellte früher das Glätten und Ausgleichen von alten Estrichen für HeimwerkerInnen eine arbeitsintensive Herausforderung dar, werden heute selbstverlaufende Ausgleichsmassen, sogenannte Fließestriche, verwenden. Diese werden mit Wasser angerührt und auf den Boden ausgegossen. Fließestriche sind bereits fertig gemischt in Säcken erhältlich. Der Verbrauch beträgt 1,8 bis 2 kg pro mm Schichtdecke und Quadratmeter. Für eine Fläche von zehn Quadratmetern und bei einer mittleren Schichtdicke von ca. 5 mm werden 100 kg Mörtelpulver benötigt. Diese Masse verläuft von selbst und wird zu einer druckfesten und planen Oberfläche, auf der keramische Bodenbeläge leicht verlegt werden können. Diese sind auch in Eigenregie leicht aufzubringen und können bereits nach einer Trocknungsdauer von zehn Stunden begangen werden. Als Untergrund für die Verlegung von keramischen Bodenbelägen eignen sich übrigens alle tragfähigen, trockenen, rissfreien und sauberen Beton- und Zementestriche.

Was tun bei Zementböden?

Unbehandelte Zementböden müssen vor dem Aufbringen des Fliesenklebers mit einer Stahlbürste nass abgebürstet werden, um die Zementhaut zu entfernen. Ist der Boden gestrichen, muss der alte Belag mit einem Abbeizer oder mechanisch entfernt werden. Sind alte Mörtelreste, Anstriche und Imprägnierungen entfernt, muss der Boden von Staub befreit werden und die Grundierung gleichmäßig aufgetragen werden. Dabei darf auf die Ränder nicht vergessen werden!

Empfehlenswert ist ein Mörtelverbesserer auf Dispersionsbasis, der im vom Hersteller angegebenen Verhältnis mit Wasser abgemischt wird. Bevor der Fließestrich aufgebracht wird, muss die Grundierung vollständig getrocknet sein. Die Trockenphase dauert je nach Raumtemperatur 5 bis 10 Stunden. Sobald die Fläche begehbar ist, sollte an den Rändern ein 5 cm hoher Streifen aus Styropor fixiert werden, um beim späteren Verfugen die Randfuge zwischen Fliesen und Wand für die elastische Verfugung mit Silikonmasse offen zu halten. Die Streifen können mit Stahlstiften befestigt oder angetackert werden und werden erst nach dem Verfugen der Bodenfläche entfernt.

Frag' den Profi

Jetzt kostenlos eine Frage
an ein Unternehmen stellen.

Max Mustermann
Lassen Sie Ihre Frage kostenlos und unverbindlich von einem Profi beantworten!

Bitte beachten Sie, dass keine Rechtsauskünfte erteilt werden können.


AutorIn:

Datum: 21.08.2017

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie jetzt den Newsletter von wohnnet

Weitere Artikel aus Boden

Wohndesign hat immer etwas mit Liebe zu tun, Liebe zum Detail, Liebe zum Handwerk, Liebe zu wertvollen Materialien. ...

Natürliche Produkte aus Holz sind in. Parkett zählt heute aufgrund seiner optischen und wohnbiologischen ...