Aluminium-Architektur-Preis: pool Architektur am Stockerl

Am 10. November wurde das Team von pool Architektur im Wiener Justizpalast aufs Siegerpodest gehoben. Den mit 10.000 Euro dotierten Aluminium-Architektur-Preis 2016 der Gemeinschaftsmarke Alu-Fenster konnte pool Architektur mit dem Projekt „Wohn- und Bürohaus Hernalser“ heimholen.

Eine prominent besetzte Jury hatte im Vorfeld ganze Arbeit geleistet: Beim vom Aluminium-Fenster-Institut (AFI) – gemeinsam mit der Architekturstiftung Österreich und der IG Architektur – ausgeschriebenen Preis konnten sich die Preisträger, die erst letzte Woche mit einem ZV-Bauherrenpreis bedacht worden waren, schlussendlich gegen 34 weitere Projekt-Einreichungen durchsetzen.

Das Expertengremium strich in seiner Beurteilung vor allem die städtebaulichen Situierung, die Formensprache sowie den aus ihrer Sicht gelungenen Materialeinsatz und die Verarbeitungsleistung heraus.

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Neuer Eyecatcher am Wiener Gürtel

In den unteren Geschoßen des Siegerprojektes sind Büros angesiedelt. In den oberen drei Etagen befinden sich Wohnungen. Unter anderem beherbergt das Gebäude die Zentralen der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft Neue Heimat Gewog sowie des Bauträgers At Home.

Die äußere Haut der Fassade ist mit bronzefarbenen, gelochten Aluminiumblechen verkleidet, die mit dunkel und matt eloxierten Alu-Paneelen hinterlegt sind. Diese ergeben so – je nach Blickpunkt – unterschiedlichste optische Effekte.

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Drei weitere Projekte im Branchenscheinwerfer

Neben dem Siegerprojekt aus Wien wurden auch drei weitere Bauwerke vor den Vorhang geholt:

Anerkennung gab es für das Wohn- und Geschäftshaus M 11 in Innsbruck der Ohnmacht-Flamm Architekten. Ebenso on top: der DC-Tower 1 in Wien von Dominique Perrault Architecture und Hoffmann-Janz Architekten sowie das Bürogebäude Püspök im burgenländischen Parndorf der ad2 Architekten.

Beim Award-Abend wurden nicht nur die Sieger gefeiert und in großen Runden genetzwerkt. Die Buch-Publizistin Gabriele Lenz sprach über die Bedeutung der Architekturfotografie und gab den einen oder anderen Tipp, wie sich hochwertige Architektur noch effektiver in Szene setzen lassen könnte. Schon Vorfeld der Veranstaltung war in die Kanzlei Schramm Öhler Rechtsanwälte zum Vortrag „Highlights des neuen Bundesvergabegesetzes 2016“ eingeladen worden. Dort gab es wertvolle Erkenntnisse zu einem viel diskutierten juristischen Fachthemen aus erster Hand.

Der Award

Der Aluminium-Architektur-Preis der Gemeinschaftsmarke Alu-Fenster wird seit 1998 alle zwei Jahre vom Aluminium-Fenster-Institut in Kooperation mit der Architekturstiftung Österreich und der IG Architektur vergeben. Ausgezeichnet werden innovative, herausragende architektonische Leistungen, die die gestalterischen sowie technischen Möglichkeiten von Aluminiumprofilen aufzeigen und die Dauerhaftigkeit sowie Wertbeständigkeit von Aluminiumanwendungen dokumentieren.

Zur Einreichung für den Aluminium-Architektur-Preis 2016 waren Bauten in Österreich zugelassen, die seit 2013 von Metallbaubetrieben – die die Gemeinschaftsmarke Alu-Fenster führen – realisiert wurden. Damit setzt die Gemeinschaftsmarke Alu-Fenster mit den Aluminium-Profilsystemen Hueck und Schüco ein klares Signal an die Branche. Herausragende Architekten bedienen sich herausragender Aluminium-Profilsysteme und arbeiten mit dementsprechend professionellen Metallbauern.

Die Jury 2016: Ingrid Domenig-Meisinger (Arch+More), Marion Gruber (IG Architektur), Johann Traupmann (Pichler & Traupmann Architekten, Preisträger Aluminium-Architektur-Preis 2014), Much Untertrifaller (Architekturstiftung Österreich), Andreas Renner und Gottfried Öller (beide Aluminium-Fenster-Institut).


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Datum: 11.11.2016

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